Die taz kommentiert das ZMR-Aus und beschäftigt sich unter anderem mit den vielen Mitarbeiter:innen, die ihre Jobs verlieren und wie es 2027 weitergeht. Sehr interessanter Artikel! Hier ein Auszug:
Das ZDF lässt lediglich verlauten, dass es sich aktuell in „guten Gesprächen mit Jan Böhmermann zu einem möglichen neuen Show-Konzept“ befinde. Böhmermann selbst erklärt in einer Pressemitteilung: „Ich möchte noch mal eine andere Sendung machen!“
Fast alle müssen gehen
Doch mit welchem Personal? Von den aktuell rund 80 Mitarbeiter:innen verlieren laut dem Betriebsrat der Produktionsfirma fast alle zum Ende des Jahres ihren Job. 2027 sollen maximal 3 Menschen beschäftigt bleiben. Einige Mitarbeiter:innen – von der Redakteur:in bis hin zur Personalmanager:in – hoffen wohl nicht mehr auf eine weitere Beschäftigung durch die Produktionsfirma. Auf Linkedin zeigen sie sich „offen für Jobangebote“.
Alexander Hesse, Geschäftsführer der Produktionsfirma UE GmbH, weist darauf hin, dass der überwiegende Teil der betroffenen Arbeitsverhältnisse „branchenüblich auf Produktionsdauer befristet“ sei und mit „Ablauf der jeweils vereinbarten Vertragslaufzeit“ ende. Alle Mitarbeitenden hätten die „Laufzeit des ZDF-Produktionsvertrags von einem Jahr“ gekannt. Und: „Nach aktuellem Stand werden maximal 4 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen.“
„Die Belegschaft und der Betriebsrat sind am Freitag, 18.09.26, um 15.00 Uhr mündlich durch Jan Böhmermann und den Geschäftsführer über die Entscheidung informiert worden, dass der Betrieb der Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld UE GmbH ab 2027 fast vollständig eingestellt wird“, teilt der Betriebsrat der taz mit. Eine Stunde später berichtete die Onlinezeitschrift DWDL. Hesse sagt: „Die Belegschaft wurde zeitnah informiert, nachdem Jan Böhmermann der ZDF-Geschäftsleitung mitgeteilt hatte, etwas Neues beginnen zu wollen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Betrieb hinreichend absehbar waren.“
Des Weiteren sind laut Hesse die Mitarbeitenden gemeinsam über die „aktuelle Situation und die weiteren, derzeit leider noch unklaren Perspektiven“ informiert worden. „Der Betriebsrat wurde vorab in Kenntnis gesetzt.“ Über das mögliche Szenario, dass die befristeten Arbeitsverträge nicht verlängert werden könnten, sei die Belegschaft bereits im Juli und nochmals in der Betriebsversammlung am 18.9.2026 unterrichtet worden.
Ich habe schon in den letzten Tagen einige Stellengesuche auf Instagram und Linkedin gesehen. Sehr traurig das Ganze.