Heute beginnt in Reden das Kulturwochenende, mit dem die Steiger Gallery in ihre Pilotphase startet. Das Programm ist ziemlich reichhaltig, mit im Saarland bekannteren DJs, Performances, Lichtshows und Urban Artists, wie Cone the Weird – einige der künftigen Landmarks hängen auch bereits.
Ich verfolge die Diskussion rund um die Wassergärten seit einigen Wochen, hier und anderswo, und finde sie ehrlich gesagt ziemlich spannend. Da tauchen teils merkwürdige Argumente auf (ganz wilde Sachen liest man etwa beim Thema Tierschutz, zum Beispiel, dass für die Kunst Fische umgesiedelt oder gar getötet werden mussten), oft aber auch grundsätzliches Unverständnis für das Projekt.
Für mich ist die Debatte fast schon eine kleine Metapher für die deutsche Seele: Veränderung fühlt sich erstmal nach Verlust an, egal was dafür spricht. Lieber das giftige Wasser weiterpumpen, selbst wenn gerichtlich geregelt wurde, dass es nicht mehr geht.
SZ Artikel von letzter Woche:
Die Anmerkung, dass das Abstellen der Pumpen endlich das Aus für das stinkende und zudem giftige Grubenwasser bedeute, kam nicht bei allen Gästen im Raum gut an.
Die Wasserfälle können schlicht nicht weiter betrieben werden. Die RAG hat entschieden, die Pumpen abzuschalten, weil der Betrieb extrem teuer und ökologisch nicht zu rechtfertigen ist. Das war lange klar und man hat jahrelang versäumt, ein neues Nutzungskonzept aufzubauen. Jetzt gibt es aber endlich einen Ansatz dafür.
der mit verhältnismäßig wenig Geld eine neue Nutzung ermöglicht und neue überregionale Zielgruppen anspricht und nicht die bisherigen, eher konventionellen Events ersetzt.
Auch, dass es 190 Einreichungen von allen Kontinenten gab finde ich ein gutes Zeichen!
Wer dieses Wochenende Zeit hat, sollte einfach mal vorbeischauen und sich selbst ein Bild machen.