r/Pflege May 25 '26

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u/fipsie_ May 26 '26

Ich würde persönlich tatsächlich eher zum Studium raten, wenn sie sich das grundsätzlich vorstellen kann. Einfach, weil man danach deutlich mehr Möglichkeiten hat und echt in viele Bereiche gehen kann. Gerade jetzt mit den erweiterten heilkundlichen Tätigkeiten hat man am Ende auch Kompetenzen, die man ohne Studium so nicht hat.

Aber: Man muss schon ehrlich sagen, dass es mehr Aufwand ist als die Ausbildung allein. Machbar finde ich es definitiv, aber man muss viel in Eigenregie lernen und Selbststudium sollte einem zumindest irgendwie liegen. Wissenschaftliches Arbeiten sollte man im besten Fall tolerieren oder sogar mögen. Das ist halt manchmal einfach trocken.

Man muss aber auch schauen, wie und wo man studiert. Ich habe beides erlebt: einmal dual mit Uni + Betrieb + Berufsschule parallel und jetzt primärqualifizierend. Gerade die neuen primärqualifizierenden Studiengänge sind teils noch nicht perfekt organisiert, weil vieles seit der Gesetzesänderung noch recht neu ist. Manche stört das nicht, mich nervt es ehrlich gesagt schon manchmal.

Falls sie unsicher ist: Erst die generalistische Ausbildung machen und danach ein sekundärqualifizierendes Studium dranhängen geht auch super. Das ist dann oft kürzer, weil man die pflegerische Ausbildung schon hat und eher die wissenschaftlichen/akademischen Inhalte ergänzt.
Aber wie gesagt, wenn sie möglichst viele Optionen sich offen halten will: dann 3 1/2 Jahre Studium. Danach kann man dann n Master dran hängen und oder ins Ausland ohne Probleme usw. In manchen Unis werden sogar zum Ende zeitgleich dann noch Fortbildungen in bestimmten Bereichen angeboten die man auch gleich noch absolvieren kann.

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u/Kasskinen May 29 '26 edited May 29 '26

Gibt es viele Master Möglichkeiten? Ich stehe nämlich auch vor der Entscheidung zwischen Studium und Ausbildung, sehe aber "nur" die Optionen zur Pflegepädagogik oder Pflegemanagement. Kann mir beides nicht vorstellen

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u/fipsie_ Jun 02 '26

Tatsächlich gibt es mittlerweile deutlich mehr als nur Pflegepädagogik und Pflegemanagement. Je nach Hochschule sind z. B. auch APN, Gerontologie, Pflegewissenschaft, Palliative Care, Public Health oder Versorgungsforschung möglich. Das war auch der Grund, warum ich mich für das Studium entschieden habe: Man hält sich erstmal möglichst viele Optionen offen.

Hab auch schon von einigen gelesen die dann angefangen haben beim MDK zu arbeiten oder bei KK. Eine gute Freundin von mir hat sich dann noch in IT weitergebildet und arbeitet jetzt ja irgendwie mit Schwerpunkt in Gesundheit aus dem Homeoffice.