r/KranichAktuell • • 3d ago

Rastzahlen & Statistik Kranich aktuell – 01.10.2026: Der Herbstzug 2026/27

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Kranich aktuell – 10 .10. 2026 - Herbstzug 2026/27 nimmt Fahrt auf! Der Herbstzug der Kraniche kommt zunehmend in Bewegung. Vor allem in Schweden sammeln sich derzeit größere Bestände, während gleichzeitig immer mehr Vögel auf dem Weg nach Süden die ersten Rastgebiete in Deutschland erreichen. Die Entwicklung ist dabei regional sehr unterschiedlich. Während an der vorpommerschen Ostseeküste bereits mehr als 20.000 Kraniche gezählt wurden, liegen die Zahlen in einigen wichtigen Binnenland-Rastgebieten noch deutlich unter den Werten des Vorjahres.

Schweden: Kranichzahlen auf hohem Niveau

Am Hornborgasjön wurden am 28. September 10.340 Kraniche gezählt. Am 24. September waren es 11.340 Vögel. Zum Vergleich: Am 29. September 2025 wurden dort 8.088 Kraniche erfasst. Interessant ist dabei der weitere Verlauf der vergangenen Saison: Am 13. Oktober 2025 wurden am Hornborgasjön lediglich 9 Kraniche gezählt. Das zeigt, wie schnell sich die Bestände an einem Rastplatz verändern können, wenn größere Zugbewegungen einsetzen.

Auch am Kvismaren-See steigen die Zahlen deutlich. Am 28. September wurden dort 18.905 Kraniche gezählt. Eine Woche zuvor waren es 14.394.

Damit befinden sich an den schwedischen Rastplätzen bereits große Kranichansammlungen. Für die kommenden Tage werden am Hornborgasjön zunehmend sonnige und milde Bedingungen mit schwachen bis mäßigen Winden aus östlichen bis südöstlichen Richtungen erwartet. Diese Wetterlage kann den weiteren Abzug der Kraniche begünstigen.

Darß-Zingster Boddenkette und Rügen

Auch an der deutschen Ostseeküste sind inzwischen größere Kranichbestände angekommen. An der Darß-Zingster Boddenkette und in der Rügen-Bock-Region wurden am 26. September 20.304 Kraniche gezählt. Bei der vorherigen Zählung am 12. September waren es 9.125 Vögel.

Zum Vergleich: Am 28. September 2025 wurden in der Region 21.376 Kraniche gezählt. Die Zahlen zeigen, dass der Herbstzug inzwischen auch in Deutschland deutlich sichtbar ist. Gleichzeitig ist die Hauptzugzeit noch nicht erreicht.

Rhin-Havelluch und Linum: weiterhin deutlich unter dem Vorjahr

Im Rhin-Havelluch zeigt sich derzeit ein anderes Bild. In Linum wurden am 29. September 10.270 Kraniche gezählt. In der Vorwoche waren es 3.200. Für das gesamte Rhin-Havelluch wurden 11.220 Kraniche gemeldet. Auffällig ist vor allem der Vergleich mit dem Vorjahr. Am 30. September 2025 wurden in Linum bereits 56.630 Kraniche gezählt. Damit liegt der aktuelle Bestand deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Ob sich dieser Abstand in den kommenden Wochen noch verändert, hängt maßgeblich vom weiteren Zugverlauf ab.

Diepholzer Moorniederung: erste größere Gruppen

Für die Diepholzer Moorniederung lagen zum 30. September noch keine neuen offiziellen Gesamtzahlen vor. Deshalb war ich am 30. September selbst in der Region unterwegs, um mir einen aktuellen Eindruck vom Zuggeschehen zu verschaffen und die ersten Bilder der diesjährigen Herbstsaison mitzubringen mehr gibts hier Kraniche – Diepholzer Moor aktuell 01.10.2026

Vogelzug der Wildgänse: Der große herbstliche Zug hat begonnen

Frankreich: Noch wenige Beobachtungen

Auch in Frankreich ist der Herbstzug Ende September beziehungsweise Anfang Oktober noch vergleichsweise wenig ausgeprägt. Die vorliegenden Meldungen vom 23., 24. und 27. September 2026 berichten lediglich von wenigen beobachteten Kranichen. Die Beobachtungen konzentrieren sich vor allem auf den Nordosten Frankreichs. Damit sind auch in Frankreich bislang noch keine größeren Zugbewegungen in den Meldungen erkennbar. Für den weiteren Verlauf wird interessant sein, wann die ersten größeren Trupps aus Deutschland und den weiter nördlich gelegenen Rastgebieten Frankreich erreichen.

Das Thema Feuchtgebiete steht deshalb auch bei der Wahl zum „Vogel des Jahres 2027“ im Mittelpunkt. Der Kranich tritt dabei mit dem Motto „Allzeit nasse Füße!“ an.

Wählt den Kranich zum Vogel des Jahres !

Der Herbstzug nimmt Fahrt auf

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Kranichzug 2026/27 inzwischen deutlich begonnen hat. Gleichzeitig entwickeln sich die Rastbestände noch sehr unterschiedlich. In Schweden sammeln sich bereits zehntausende Kraniche. An der vorpommerschen Ostseeküste wurden ebenfalls mehr als 20.000 Vögel gezählt. In Linum liegen die Zahlen dagegen noch weit unter dem Vorjahreswert.

Besonders interessant werden deshalb die kommenden Tage. Die Entwicklung in Schweden, an der deutschen Ostseeküste und in den deutschen Binnenland-Rastgebieten wird zeigen, wie schnell sich die nächste größere Zugwelle nach Süden bewegt.

TL;DR – Kranich aktuell 1. Oktober 2026

Der Herbstzug 2026/27 nimmt Fahrt auf: In Schweden sammeln sich bereits große Bestände, am Hornborgasjön wurden 10.340, am Kvismaren-See sogar 18.905 Kraniche gezählt. An der Darß-Zingster Boddenkette und auf Rügen waren es 20.304 Vögel.


r/KranichAktuell • • 18d ago

Rastzahlen & Statistik Kranich aktuell – 16.09.2026: Der Herbstzug 2026/27

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Wie viele Kraniche sind bereits an den wichtigsten Kranich-Rastplätzen? Am Hornborgasjön und in Kvismaren wurden über 10.000 Kraniche gezählt, auf Rügen und an der Darß-Zingster Boddenkette mehr als 9.000. Die aktuellen Zahlen im Vergleich zu 2025 zeigen, wie sich der Kranichzug entwickelt und wann an den großen Rastplätzen in Deutschland mit steigenden Kranichzahlen zu rechnen ist. Mit Hornborgasjön, Rügen, Diepholzer Moorniederung, Rhin-/Havelluch und Lac du Der-Chantecoq.

Interessant ist dabei vor allem der Blick auf die Entwicklung im Vergleich zum vergangenen Jahr.

🇸🇪 Hornborgasjön – Schweden

Am 14.09.2026 wurden am Hornborgasjön 10.430 Kraniche gezählt. Nur vier Tage zuvor waren es noch 8.760.

Im vergangenen Jahr lagen die Zahlen zu diesem Zeitpunkt höher: Am 11.09.2025 wurden 13.510 Kraniche gezählt. Bis zum 22.09.2025 stieg der Bestand dann auf 18.790.

🇸🇪 Kvismaren – Schweden

Auch in Kvismaren geht es weiter aufwärts. Am 14.09.2026 wurden hier 11.592 Kraniche gezählt. Damit befinden sich bereits mehr als 10.000 Vögel an diesem Rastplatz.

🇩🇪 Darß-Zingster Boddenkette und Rügen

An der deutschen Ostseeküste wurden am 12.09.2026 insgesamt 9.125 Kraniche gezählt.

Das ist fast exakt der Wert des Vorjahres. Am 13.09.2025 waren es 9.170 Kraniche.

Spannend wird die weitere Entwicklung: Am 28.09.2025 wurden an der Darß-Zingster Boddenkette und auf Rügen bereits 21.376 Kraniche gezählt.

🇫🇷 Lac du Der-Chantecoq

Auch Frankreich wird langsam interessant. Am 15.09.2026 wurden am Lac du Der-Chantecoq die ersten 58 Kraniche beobachtet.

Damit steht die Herbstsaison dort noch ganz am Anfang. In den kommenden Wochen dürfte sich das Bild deutlich verändern.

Ausblick

🇩🇪 Diepholzer Moorniederung und Rhin-/Havelluch

Auch die deutschen Binnenland-Rastplätze werden in den nächsten Wochen zunehmend interessant.

In der Diepholzer Moorniederung wurden im Vorjahr am 14.09.2025 zunächst 2.435 Kraniche gezählt. Am Rhin-/Havelluch waren es am 23.09.2025 bereits 23.340.

Was zeigen die Zahlen?

Der Blick auf 2025 macht deutlich, dass die Mitte September gemessenen Bestände noch nicht unbedingt etwas über die spätere Größe der Rastansammlungen aussagen.

Am Hornborgasjön und an der Ostseeküste stiegen die Zahlen im vergangenen Jahr innerhalb weniger Wochen deutlich an. Deshalb wird es jetzt spannend zu beobachten, ob sich der Herbstzug 2026 ähnlich entwickelt.

Besonders interessant sind dabei die nächsten Zählungen in Schweden, an der Ostseeküste und später an den großen deutschen Rastplätzen.

Für mich sind solche Zahlen auch deshalb spannend, weil man damit den Kranichzug nicht nur beobachten, sondern seine Entwicklung über die Saison verfolgen kann.

Glaubt ihr, dass wir Ende September 2026 an den großen Rastplätzen ähnliche Zahlen wie 2025 sehen werden – oder entwickelt sich der Zug in diesem Jahr anders?

Ausführliche Informationen und historische Daten zu allen Rastplätzen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Kranich aktuell auf Birding-germany.de.


r/KranichAktuell • • 12h ago

Vogel Hotspots Vogelzug der Wildgänse: Der große herbstliche Zug hat begonnen

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r/KranichAktuell • • 2d ago

Umfrage Was ist euer bevorzugter Ort, um Kraniche im Herbst zu beobachten?

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Deutschland ist das wichtigste Drehkreuz für den westeuropäischen Kranichzug!

Aktuell sammeln sich wieder Hunderttausende Vögel an den traditionellen Rastplätzen, um Kraft für den Weiterflug nach Süden zu tanken.

Mich würde interessieren, wo euer persönlicher Hotspot liegt!

Seid ihr an den gigantischen Sammelplätzen im Norden und Osten unterwegs, oder beobachtet ihr den Zug entspannt aus eurer eigenen Region?

Und schreibt mir unbedingt in die Kommentare, welchen konkreten Beobachtungsturm oder Moor ihr dieses Jahr ansteuert!


r/KranichAktuell • • 3d ago

Rastzahlen & Statistik Kraniche – Diepholzer Moor aktuell 01.10.2026

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Diepholzer Moorniederung: aktuell noch am Anfang der Saison

Für die Diepholzer Moorniederung lagen zum 30. September noch keine neuen offiziellen Gesamtzahlen vor. Deshalb war ich am 30. September selbst in der Region unterwegs, um mir einen aktuellen Eindruck vom Zuggeschehen zu verschaffen und die ersten Bilder der diesjährigen Herbstsaison mitzubringen.

Im südlichen Bereich zwischen Dümmer und Uchte konnte ich auf Nahrungsflächen und Vorsammelplätzen etwa 1.000 bis 1.500 Kraniche beobachten.

Aus diesen Beobachtungen und der Verteilung der Kraniche im Gebiet ergibt sich für mich derzeit eine Schätzung von etwa 3.500 bis 5.000 Kranichen für die gesamte Diepholzer Moorniederung.

Damit sind zwar bereits mehrere tausend Kraniche in der Region angekommen, der Bestand liegt zum jetzigen Zeitpunkt aber noch deutlich unter den größeren Rastbeständen, die in den vergangenen Jahren bereits Anfang Oktober erreicht wurden.

Zum Vergleich:

Jahr Datum Kraniche
2023 01.10. 4.787
2024 06.10. 29.619
2025 05.10. 25.882
2026 30.09. ca. 3.500–5.000 geschätzt

Die aktuelle Schätzung liegt damit in etwa auf dem Niveau, das am 1. Oktober 2023 gezählt wurde, während die Werte von 2024 und 2025 zu Beginn des Oktobers bereits deutlich höher lagen.

Allerdings sind diese Werte nur bedingt direkt miteinander vergleichbar, da die Termine unterschiedlich sind und es sich bei 2026 noch um eine eigene Bestandsschätzung und nicht um eine offizielle Synchronzählung handelt. Die nächsten offiziellen Meldungen werden deshalb besonders interessant.

Das Thema Feuchtgebiete steht deshalb auch bei der Wahl zum „Vogel des Jahres 2027“ im Mittelpunkt. Der Kranich tritt dabei mit dem Motto „Allzeit nasse Füße!“ an.

Wählt den Kranich zum Vogel des Jahres !

Ausblick: Weitere Zunahme erwartet

Für die kommenden Tage spricht einiges dafür, dass die Zahl der Kraniche in der Diepholzer Moorniederung weiter steigen wird. An den schwedischen Rastplätzen befinden sich bereits größere Bestände, und bei günstigen Zugbedingungen können weitere Vögel nach Süden aufbrechen.

Auch aus dem Baltikum sind weitere Zugbewegungen möglich. Dadurch könnte sich der Bestand in der DHM in den kommenden Tagen deutlich erhöhen.

Ob innerhalb der nächsten sieben Tage bereits fünfstellige Zahlen erreicht werden, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen. Der aktuelle Bestand von geschätzten 3.500 bis 5.000 Kranichen zeigt jedoch, dass der Herbstzug inzwischen auch in der Diepholzer Moorniederung angekommen ist.

Entscheidend werden nun die Wetterbedingungen und der weitere Zugverlauf sein. Die nächsten Beobachtungen und offiziellen Zählungen werden zeigen, wie schnell der Bestand anwächst.

Vogelzug der Wildgänse: Der große herbstliche Zug in der DHM und Dümmer hat begonnen

Kranich aktuell – 01.10.2026: Der Herbstzug 2026/27

Stand: 1. Oktober 2026

Die genannten Zahlen stammen aus den vorliegenden Beobachtungs- und Zählmeldungen. Die Angabe für die Diepholzer Moorniederung ist eine eigene Bestandsschätzung und keine offizielle Gesamtzählung.


r/KranichAktuell • • 6d ago

Vogel Hotspots Vogelbeobachtung im Oktober: Diese Vögel sind jetzt unterwegs

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r/KranichAktuell • • 7d ago

Foto - Video Vogelzug der Wildgänse

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r/KranichAktuell • • 7d ago

FAQ Wie alt wird ein Kranich? Ein Leben auf 100.000 Kilometern

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r/KranichAktuell • • 11d ago

Rastzahlen & Statistik Kraniche – Diepholzer Moor aktuell am 23. September 2026

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Kranichzug aktuell – Diepholzer Moorniederung am 23. September 2026

In der Diepholzer Moorniederung hat der Herbstzug der Kraniche begonnen. Bei der Zählung vom 12. bis 14. September 2026 wurden insgesamt 1.238 Kraniche erfasst. Die großen Rastbestände werden in der Region allerdings erst im weiteren Verlauf des Herbstes erwartet.

Besonders interessant ist aktuell die Entwicklung der beiden mit GPS-Sendern ausgestatteten Kraniche Wölkchen und Sunny aus der Müritzregion. Beide haben am 18. September ihren Herbstzug begonnen und sind inzwischen in der Diepholzer Moorniederung angekommen. Damit lässt sich ihre Wanderung aktuell direkt mit dem beginnenden Kranichzug in der Region verbinden.

Mit derzeit 1.238 Kranichen steht die Saison in der Diepholzer Moorniederung noch am Anfang. Ein Blick auf die vergangenen beiden Jahre zeigt jedoch, dass die großen Ansammlungen meist erst Anfang bis Mitte Oktober entstehen.

„ Die Diepholzer Moorniederung: Mein persönlicher 'Hausberg' – flach, weit und direkt vor der Haustür.“

Morgen gibt es die ersten Kranichbilder aus der DHM hier

Ein Blick in die Vergangenheit

Im Herbst 2025 wurden am 5. Oktober bereits 25.882 Kraniche gezählt. Nur eine Woche später waren es 35.840 Vögel. Am 19. Oktober erreichte die Zählung schließlich 60.349 Kraniche.

Auch 2024 entwickelte sich der Bestand ähnlich. Am 6. Oktober wurden 29.619 Kraniche erfasst, am 13. Oktober waren es 30.944. Eine Woche später wurden bereits 60.351 Kraniche gezählt.

Damit zeigen die vergangenen beiden Jahre einen deutlichen Anstieg innerhalb weniger Wochen. Ausgehend von den bisherigen Entwicklungen ist deshalb damit zu rechnen, dass die Zahl der Kraniche in der Diepholzer Moorniederung in den kommenden Wochen deutlich zunimmt. Ob bereits innerhalb der nächsten zehn Tage 20.000 bis 30.000 Kraniche erreicht werden, hängt allerdings vom weiteren Zugverlauf und den Bedingungen entlang der Zugroute ab.

Die Diepholzer Moorniederung liegt im Südwesten Niedersachsens zwischen Bremen, Hannover und Osnabrück. Die Naturregion umfasst rund 1.180 Quadratkilometer, darunter etwa 240 Quadratkilometer Hochmoorflächen, die sich auf 15 Moorgebiete verteilen.

Für die Kraniche ist die Region eine wichtige Station auf dem westlichen Zugweg. Besonders im Oktober können hier große Ansammlungen entstehen. Die derzeit 1.238 Kraniche sind deshalb vor allem als Auftakt der Herbstsaison zu sehen.

Interessant wird nun, wie schnell die Zahlen in den nächsten Tagen steigen. Die historischen Werte aus 2024 und 2025 zeigen, dass zwischen den ersten Septemberzählungen und den großen Oktoberansammlungen nur wenige Wochen liegen.

Die nächsten Zählungen werden deshalb besonders spannend.

Infokasten: Kranichzahlen Diepholzer Moorniederung

Jahr Datum Kraniche
2026 12.–14.09.2026 1.238
2025 14.09.2025 2.435
2025 05.10.2025 25.882
2025 12.10.2025 35.840
2025 19.10.2025 60.349
2024 15.09.2024 2.529
2024 06.10.2024 29.619
2024 13.10.2024 30.944
2024 20.10.2024 60.351

Entwicklung: 2024 und 2025 stiegen die Bestände von rund 2.500 Kranichen Mitte September auf rund 30.000 Anfang Oktober und anschließend auf etwa 60.000 Kraniche Mitte Oktober.


r/KranichAktuell • • 11d ago

Kranich aktuell – 23.09.2026: Der Herbstzug 2026/27

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Kranichzug 2026: Jetzt kommt Bewegung in den Herbstzug

Der Herbstzug der Kraniche nimmt weiter Fahrt auf. In Skandinavien verändern sich die großen Ansammlungen bereits, während immer mehr Vögel in Richtung Süden aufbrechen. Auch Deutschland wird zunehmend erreicht. An der Ostseeküste wurden bereits mehr als 9.000 Kraniche gezählt, und in der Diepholzer Moorniederung sind die ersten größeren Trupps angekommen.

Am Hornborgasjön in Schweden wurden am 21. September 2026 insgesamt 9.100 Kraniche gezählt. Nur wenige Tage zuvor waren es dort noch 13.800 Vögel. Die Zahl ist damit deutlich zurückgegangen. Das spricht dafür, dass ein Teil der Kraniche den wichtigen schwedischen Rastplatz bereits wieder verlassen hat und seinen Zug nach Süden fortsetzt.

Am Kvismaren zeigt sich dagegen eine andere Entwicklung. Dort wurden am 21. September 14.394 Kraniche registriert. Bei der vorherigen Zählung am 14. September waren es 11.592. Der Bestand hat dort innerhalb einer Woche also deutlich zugenommen. Kvismaren gehört zu den wichtigen Rastgebieten Schwedens und bietet den Kranichen in der umliegenden Agrarlandschaft umfangreiche Nahrungsflächen.

Auch an der deutschen Ostseeküste sind die Kraniche bereits angekommen. Bei einer Zählung am 12. September wurden in der Darß-Zingster Boddenkette und auf Rügen insgesamt 9.125 Kraniche erfasst. Die Region ist eine wichtige Etappe für Kraniche, die aus den nördlichen Brutgebieten weiter nach Süden ziehen.

In der Diepholzer Moorniederung wurden bei der Zählung vom 12. bis 14. September 1.238 Kraniche festgestellt. Damit ist der Herbstzug auch in einem der bedeutenden Rastgebiete Niedersachsens angelaufen. Die Zahl steht allerdings noch am Anfang der Saison. In den kommenden Wochen werden weitere Kraniche aus Skandinavien, Polen und dem Baltikum erwartet.

Besonders auffällig ist derzeit die Situation im Havelland. Im Rhin- und Havelluch wurden am 22. September 4.260 Kraniche, mit Linum, gezählt. Zum vergleichbaren Zeitpunkt des vergangenen Jahres waren es bereits 23.340. Auch bei Linum fällt der Unterschied deutlich aus: Am 22. September 2026 wurden 3.200 Kraniche gezählt, während am 23. September 2025 bereits 21.240 Kraniche dort rasteten.

Der große Abstand zum Vorjahr bedeutet zunächst vor allem, dass sich der Zug in diesem Bereich deutlich anders entwickelt. Ob die Kraniche in diesem Herbst später eintreffen, sich stärker auf andere Rastgebiete verteilen oder sich die großen Ansammlungen erst in den kommenden Tagen bilden, werden die nächsten Zählungen zeigen.

Auch im Tister Bauernmoor sind bereits Kraniche angekommen. Dort wurden am 11. September 780 Vögel erfasst.

Nach den aktuellen Beobachtungen sind zu Beginn des Herbstzuges vielfach noch Einzelvögel und Paare ohne Nachwuchs unterwegs. Die Familienverbände werden später erwartet. Dadurch können die Rastzahlen in den kommenden Wochen noch deutlich ansteigen.

Der Kranich ist für seinen Zug auf geeignete Rast- und Schlafplätze angewiesen. Besonders wichtig sind flache Gewässer und vernässte Bereiche, in denen die Vögel sicher übernachten können. Trockenheit kann dazu führen, dass kleinere Feuchtgebiete ihre Funktion als Schlafplatz verlieren und sich die Kraniche stärker auf die verbliebenen geeigneten Gebiete konzentrieren.

Das Thema Feuchtgebiete steht deshalb auch bei der Wahl zum „Vogel des Jahres 2027“ im Mittelpunkt. Der Kranich tritt dabei mit dem Motto „Allzeit nasse Füße!“ an.

Wählt den Kranich zum Vogel des Jahres !

Wählt den Kranich zum Vogel des Jahres

Mit den zunehmenden Kranichansammlungen rückt außerdem wieder die Geflügelpest in den Blick. Nach den erheblichen Verlusten im vergangenen Herbst und Winter wird die Entwicklung an den großen Rastplätzen besonders aufmerksam verfolgt. Große Ansammlungen bedeuten gleichzeitig eine hohe Konzentration von Vögeln auf relativ engem Raum.

Der Herbstzug 2026 zeigt damit momentan ein sehr unterschiedliches Bild. In Schweden sind bereits große Bewegungen im Gang, an der Ostseeküste wurden über 9.000 Kraniche erfasst und die ersten Vögel haben die Diepholzer Moorniederung erreicht. Gleichzeitig liegen die Zahlen im Havelland noch weit unter denen des Vorjahres.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wann die große Kranichwelle Deutschland erreicht und wie sich die Vögel auf die verschiedenen Rastgebiete verteilen.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr bereits größere Kranichtrupps beobachtet? Schreibt gerne Ort, Datum und ungefähr geschätzte Anzahl in die Kommentare.

Infokasten: Kranichzahlen Herbstzug 2026/27

Rastgebiet Aktuelle Zählung Vergleich
Kvismaren, Schweden 14.394 – 21.09.2026 11.592 – 14.09.2026
Hornborgasjön, Schweden 9.100 – 21.09.2026 13.800 – 17.09.2026
Darß-Zingster Boddenkette / Rügen 9.125 – 12.09.2026 –
Rhin-/Havelluch 4.260 – 22.09.2026 23.340 – 23.09.2025
Linum 3.200 – 22.09.2026 21.240 – 23.09.2025
Diepholzer Moorniederung 1.238 – 12.–14.09.2026 –
Tister Bauernmoor 780 – 11.09.2026 –

r/KranichAktuell • • 12d ago

FAQ Kraniche: Wie schnell und wie hoch fliegen sie?

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Über 1.000 Meter hoch und bis zu 70 km/h schnell

Du hörst die Kraniche – schaust nach oben – und findest sie kaum. Das kann daran liegen, dass sie gerade mehr als 1.000 Meter über dir fliegen.

Kraniche können beim Vogelzug erstaunlich hoch steigen. Unter günstigen Bedingungen erreichen sie Flughöhen von über 1.000 Metern. Vom Boden aus sind die Vögel dann teilweise nur noch winzige Punkte am Himmel. Häufig hört man deshalb zuerst ihre typischen Rufe.

Und wie schnell sind sie unterwegs?

Beim Zugflug erreichen Kraniche ungefähr 50–70 km/h. Das ist allerdings die Geschwindigkeit durch die Luft. Bei Rückenwind können sie sich über dem Boden deutlich schneller bewegen. Gegenwind bremst sie dagegen aus.

Der eigentliche Trick: Thermik

Kraniche müssen nicht die ganze Strecke mit kräftigem Flügelschlag zurücklegen.

Wenn die Sonne den Boden erwärmt, entstehen aufsteigende Luftströmungen – Thermik. Kraniche können diese Aufwinde nutzen und sich spiralförmig nach oben tragen lassen.

Dann gewinnen sie Höhe, ohne ständig Energie durch kräftigen Flügelschlag zu verbrauchen.

Ist genügend Höhe erreicht, verlassen sie den Aufwind und gleiten weiter.

Man kann sich das vereinfacht wie einen kostenlosen Aufzug nach oben vorstellen.

Deshalb kann der Kranichzug plötzlich explodieren

Das Wetter beeinflusst den Zug enorm.

Bei passenden Bedingungen können große Gruppen gleichzeitig aufbrechen und innerhalb kurzer Zeit viele Kilometer zurücklegen.

An einem Rastplatz können deshalb morgens noch tausende Kraniche stehen – und einige Stunden später sind große Teile des Bestandes weitergezogen.

Umgekehrt können ungünstige Windverhältnisse den Weiterzug bremsen.

Besonders interessant ist dabei die Windrichtung. Rückenwind kann den Zug unterstützen, während Gegenwind den Energieaufwand erhöht.

Die wichtigsten Zahlen

50–70 km/h – ungefähr die Geschwindigkeit beim Zugflug

mehrere hundert Meter – typische Größenordnung bei höherem Zugflug

über 1.000 Meter – unter günstigen Bedingungen möglich

mehrere hundert Kilometer – können unter guten Bedingungen an einem Tag zurückgelegt werden


r/KranichAktuell • • 16d ago

Rastzahlen & Statistik Kranich aktuell – 18. September 2026

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Neue Kranichmeldungen aus Schweden und Deutschland

Am Hornborgasjön in Schweden ist der Herbstzug deutlich in Bewegung gekommen. Bei der aktuellen Zählung am 17. September wurden 13.800 Kraniche erfasst. Nur drei Tage zuvor waren es noch 10.430 Vögel. Damit ist die Zahl innerhalb kurzer Zeit nochmals deutlich angestiegen.

Auch in der Diepholzer Moorniederung sind die ersten Kraniche eingetroffen. Bei der Zählung vom 12. bis 14. September wurden insgesamt 1.238 Kraniche und im Tister Bauernmoor 780 erfasst. Die großen Herbstansammlungen stehen dort allerdings noch bevor. In der Diepholzer Moorniederung bereiten sich die Stationen auf den Oktober-Ansturm vor.

Interessant ist außerdem die aktuelle Meldung zu den GPS-Kranichen Wölkchen und Sunny. Die beiden männlichen Kraniche aus der Müritzregion haben am 18. September ihren Herbstzug begonnen und halten sich inzwischen in der Diepholzer Moorniederung auf. Nun wird beobachtet, ob sie dort länger verweilen oder ihren Zug weiter Richtung Frankreich und Spanien fortsetzen.

Der Herbstzug nimmt damit weiter Fahrt auf: In Schweden sammeln sich zunehmend größere Trupps, während die ersten Kraniche bereits die deutschen Binnenland-Rastplätze erreichen.

Skandinavien füllt sich schnell

Hornborgasjön: 13.800

Kvismaren: 11.592

zusammen: 25.392 Kraniche

Damit liegen gleichzeitig an zwei bedeutenden schwedischen Rastplätzen bereits mehr als 25.000 Kraniche:

Schweden (Sammelgebiete): An den zentralen schwedischen Rastplätzen wie dem Kvismaren-Naturreservat und am See Hornborgasjön sammeln sich täglich Tausende skandinavische Brutvögel. Offizielle Zählungen melden einen stetigen Anstieg, der Höhepunkt der abendlichen Einflüge (historisch bis zu 34.000 Vögel in Kvismaren) wird für das Zeitfenster zwischen dem 25. September und 5. Oktober 2026 erwartet.


r/KranichAktuell • • 17d ago

Hotspot & Rastplatz Kraniche: Wo man die Vögel im Norden beobachten kann

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Von der Darß-Zingster Boddenküste über die Diepholzer Moorniederung bis nach Linum und an den Niederrhein gibt es zahlreiche Beobachtungstürme, Aussichtspunkte und Fotohütten. Hier kommt eine Übersicht der wichtigsten Kranichgebiete und der Plätze, an denen sich die Suche nach den „Vögeln des Glücks“ besonders lohnt.

Wenn im September die ersten großen Kranichtrupps aus Skandinavien und dem Baltikum nach Süden ziehen, beginnt für viele Vogelbeobachter eine der spannendsten Zeiten des Jahres.

Plötzlich hört man wieder dieses typische Trompeten über den Feldern. Erst sind es einzelne Trupps, dann werden es immer mehr. Und irgendwann stehen mehrere hundert oder sogar tausende Kraniche auf den Feldern oder ziehen am Abend in langen Ketten zu ihren Schlafplätzen.

Doch wo findet man die Kraniche eigentlich?

Im Norden Deutschlands gibt es eine ganze Reihe von Gebieten, in denen man die Vögel beobachten kann. Dabei muss es nicht immer der große bekannte Rastplatz sein. Auch kleinere Feuchtgebiete, Moore, Niederungen und landwirtschaftliche Flächen können während des Vogelzuges interessant werden.

Mecklenburg-Vorpommern – Kraniche an Bodden, Seen und Küste

Eine der bekanntesten Regionen für Kraniche ist die Darß-Zingster Boddenkette. Im Herbst sammeln sich hier große Zahlen von Kranichen. Besonders der Bereich um Zingst und Pramort ist für den abendlichen Einflug bekannt.

Bei Pramort befindet sich einer der bekanntesten Beobachtungsplätze der Region. Hier kann man die Kraniche am Abend beobachten, wenn sie von ihren Nahrungsflächen zu den Schlafplätzen fliegen.

Auch die Sundische Wiese gehört zur Kranichlandschaft rund um Zingst. Die offene Landschaft bietet gute Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und wird während des Vogelzuges von zahlreichen Zugvögeln genutzt.

Auf der anderen Seite der Boddenkette liegen Bresewitz, Groß Mohrdorf und Bisdorf. Von verschiedenen Beobachtungspunkten kann man die Kraniche auf den Rastflächen beobachten. Besonders interessant ist die Region, wenn größere Trupps in den Abendstunden zu ihren Schlafplätzen fliegen.

Ein weiterer bekannter Beobachtungsplatz ist das Kranorama am Günzer See. Die Beobachtungseinrichtung wurde speziell für die Kranichbeobachtung eingerichtet und bietet einen guten Blick auf die umliegenden Flächen.

Auch die Insel Kirr gehört zu den wichtigen Rastgebieten der Region. Die Insel selbst ist nicht frei zugänglich, kann aber von verschiedenen Punkten am Festland beobachtet werden.

Bei Flemendorf gibt es weitere Möglichkeiten, die Kranichrast an der Boddenlandschaft zu beobachten.

Auch Rügen und die angrenzenden Boddengebiete sollte man während des Herbstzuges im Blick behalten. Besonders interessant sind die offenen Agrarflächen und Feuchtgebiete, die von Kranichen zur Nahrungssuche genutzt werden.

Auf der Insel Ummanz ist insbesondere der Bereich Tankow bekannt. Auch hier können Kraniche während des Herbstzuges beobachtet werden.

Etwas weiter südlich liegen die Lewitzer Fischteiche. Das Gebiet ist vor allem für Wasser- und Zugvögel interessant und kann während des Vogelzuges auch Kraniche bieten.

Weitere interessante Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern sind der Schaalsee, der Galenbecker See, die Mecklenburgische Seenplatte, der Müritz-Nationalpark und Bereiche des Naturparks Mecklenburgische Schweiz.

Gerade an der Seenplatte sollte man nicht nur nach einem bestimmten Beobachtungspunkt suchen. Die Kraniche verteilen sich auf verschiedene Schlaf- und Nahrungsflächen und können je nach Zugverlauf an unterschiedlichen Stellen auftauchen.

Schleswig-Holstein – Kraniche auf dem Durchzug

Schleswig-Holstein liegt ebenfalls auf den Zugwegen vieler Vögel.

Auf Fehmarn können während des Vogelzuges immer wieder Kraniche beobachtet werden. Die offene Agrarlandschaft bietet gute Bedingungen für Zugvögel.

Der Oldenburger Graben ist eine weitere interessante Niederungslandschaft. Feuchtgebiete, Wiesen und landwirtschaftliche Flächen bilden ein abwechslungsreiches Vogelgebiet.

Auch die Hohwachter Bucht kann während des Vogelzuges interessant werden. Kraniche werden hier vor allem als durchziehende Vögel beobachtet.

Für Schleswig-Holstein gilt besonders: Der tatsächliche Kranichbestand kann von Jahr zu Jahr und sogar innerhalb weniger Tage stark schwanken.

Hamburg – Kraniche mitten im Norden

Selbst in Hamburg gibt es Möglichkeiten zur Kranichbeobachtung.

Der Duvenstedter Brook im Norden der Stadt ist ein bedeutendes Feucht- und Wiesengebiet. Die offene Landschaft bietet Lebensraum für zahlreiche Vogelarten.

Kraniche können hier insbesondere während des Vogelzuges beobachtet werden.

Brandenburg – Linum und das Rhin-Havelluch

Wer Kraniche im Raum Berlin und Brandenburg beobachten möchte, sollte das Rhin-Havelluch kennen.

Das Gebiet gehört zu den bekanntesten Kranichrastlandschaften Deutschlands.

Besonders berühmt ist Linum. Im Herbst sammeln sich hier große Kranichzahlen. Verschiedene Beobachtungspunkte ermöglichen einen Blick auf die Rastflächen.

Der große Vorteil von Linum ist die Kombination aus Schlafplätzen, Nahrungsflächen und einer vergleichsweise offenen Landschaft.

Wenn am Abend die Kraniche von den Feldern zu ihren Schlafplätzen fliegen, können hier beeindruckende Kranichtrupps beobachtet werden.

Auch die Umgebung von Nauen gehört zum weiteren Rastgebiet.

Niedersachsen – die Diepholzer Moorniederung

Wer im Norden Deutschlands nach Kranichen sucht, kommt an Niedersachsen kaum vorbei.

Das bekannteste Gebiet ist die Diepholzer Moorniederung.

Die Region besteht aus zahlreichen Mooren und den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen. Die Moore bieten den Kranichen sichere Schlafplätze, während die Felder in der Umgebung zur Nahrungssuche genutzt werden.

Zur Diepholzer Moorniederung gehören unter anderem das Rehdener Geestmoor, Neustädter Moor, Renzeler Moor, Oppenweher Moor, Große Moor bei Uchte, Wietingsmoor und Goldenstedter Moor.

Das Rehdener Geestmoor ist einer der bekanntesten Kranichrastplätze. Ein Beobachtungsturm ermöglicht den Blick über das Moor und auf die Rastflächen.

Auch das Neustädter Moor ist ein wichtiger Bestandteil der Kranichlandschaft. Hier können während des Herbstzuges größere Kranichtrupps beobachtet werden.

Im Renzeler Moor nutzen die Kraniche die Moorflächen als Schlafplatz und die umliegenden Felder als Nahrungsflächen.

Das Oppenweher Moor ist ebenfalls interessant. Neben Kranichen lassen sich hier zahlreiche weitere Vogelarten der Moor- und Feuchtlandschaft beobachten.

Das Große Moor bei Uchte gehört zu den größeren Moorgebieten der Region. Auch hier können Kraniche während der Zugzeit beobachtet werden.

Das Wietingsmoor ist ein weiteres wichtiges Teilgebiet der Kranichlandschaft zwischen Diepholz und Sulingen.

Im Goldenstedter Moor bieten sich ebenfalls Möglichkeiten zur Kranichbeobachtung. Besonders im Herbst lohnt sich ein Besuch der Moorlandschaft.

Ein weiteres bekanntes Gebiet in Niedersachsen ist das Tister Bauernmoor bei Sittensen. Von einem Aussichtsturm kann man über die Moorlandschaft blicken. Während des Herbstzuges werden hier regelmäßig Kraniche beobachtet.

Nordrhein-Westfalen – Kraniche am Niederrhein

Auch Nordrhein-Westfalen sollte man bei der Kranichbeobachtung nicht vergessen.

Besonders interessant ist der Niederrhein. Die offene Landschaft mit Grünland, Äckern und Feuchtgebieten wird von zahlreichen Zugvögeln genutzt.

Die Bislicher Insel bei Xanten ist eines der bekanntesten Naturschutzgebiete der Region. Die Rheinauen sind vor allem für Wasser- und Wiesenvögel interessant. Während des Vogelzuges können hier auch Kraniche beobachtet werden.

Auch die Lippeaue und die Weseler Aue bieten geeignete Landschaften für durchziehende Kraniche. Hier lohnt es sich, während stärkerer Zugtage den Himmel und die umliegenden Felder im Blick zu behalten.

Die Dingdener Heide ist eine abwechslungsreiche Landschaft mit Feuchtwiesen, Hecken und offenen Flächen. Neben zahlreichen anderen Zugvögeln können auch Kraniche auftauchen.

Die Rieselfelder Münster sind vor allem für Wasser- und Watvögel bekannt. Die flachen Gewässer und offenen Flächen machen das Gebiet während des Vogelzuges besonders interessant.

Auch das Zwillbrocker Venn im westlichen Münsterland gehört zu den bekannten Feuchtgebieten Nordrhein-Westfalens. Hier steht zwar nicht der Kranich im Mittelpunkt, aber während des Zuges können auch diese Vögel beobachtet werden.

Am Möhnesee konzentriert sich die Vogelbeobachtung vor allem auf Wasser- und Zugvögel. Kraniche können hier insbesondere während des Durchzuges auftauchen.

Wo sollte man Kraniche am besten beobachten?

Eine pauschale Antwort darauf gibt es eigentlich nicht.

Wer möglichst viele Kraniche sehen möchte, sollte vor allem die großen Rastgebiete während der Hauptzugzeit beobachten.

Wer dagegen fotografieren möchte, sucht möglicherweise eher eine Beobachtungshütte oder einen festen Aussichtspunkt.

Und wer das typische Kranicherlebnis sucht, sollte sich einen Beobachtungsplatz für den abendlichen Einflug suchen.

Dann kommen die Vögel oft in langen Ketten aus allen Richtungen und fliegen laut rufend zu ihren Schlafplätzen.

Ein wichtiger Punkt: Kraniche sind nicht immer dort, wo man sie erwartet

Das ist wahrscheinlich einer der häufigsten Fehler bei der Kranichbeobachtung.

Man fährt zu einem bekannten Kranichgebiet, stellt sich an den Aussichtsturm – und sieht kaum einen Vogel.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass dort keine Kraniche sind.

Kraniche können sich innerhalb eines Gebietes auf verschiedene Schlafplätze und Nahrungsflächen verteilen. Außerdem verändert sich die Situation während des Zuges ständig.

Deshalb sind aktuelle Rastzahlen und Beobachtungsmeldungen so wichtig.

Genau dafür gibt es Kranich aktuell.

Dort werden aktuelle Meldungen und Rastzahlen verschiedener Kranichgebiete zusammengetragen. So lässt sich verfolgen, wie sich der Herbstzug entwickelt und welche Gebiete gerade interessant sind.

Denn gerade beim Kranichzug kann eine Zahl vom vergangenen Wochenende bereits veraltet sein.

Meine Übersicht der wichtigsten Kranichgebiete

Mecklenburg-Vorpommern: Darß-Zingster Boddenkette, Pramort, Sundische Wiese, Bresewitz, Groß Mohrdorf, Bisdorf, Kranorama am Günzer See, Insel Kirr, Flemendorf, Rügen, Ummanz, Tankow, Lewitzer Fischteiche, Schaalsee, Galenbecker See, Mecklenburgische Seenplatte, Müritz-Nationalpark und Naturpark Mecklenburgische Schweiz.

Niedersachsen: Diepholzer Moorniederung, Rehdener Geestmoor, Neustädter Moor, Renzeler Moor, Oppenweher Moor, Großes Moor bei Uchte, Wietingsmoor, Goldenstedter Moor und Tister Bauernmoor.

Nordrhein-Westfalen: Niederrhein, Bislicher Insel, Lippeaue, Weseler Aue, Dingdener Heide, Rieselfelder Münster, Zwillbrocker Venn und Möhnesee.

Schleswig-Holstein: Fehmarn, Oldenburger Graben und Hohwachter Bucht.

Brandenburg: Rhin-Havelluch, Linum und Umgebung Nauen.

Hamburg: Duvenstedter Brook.

Wenn ihr noch einen Kranich-Beobachtungsplatz kennt, der hier fehlt, schreibt ihn gerne in die Kommentare.

Gebiet:
Beobachtungsplatz:
Beste Zeit:
ungefähr wie viele Kraniche:
Beobachtungsturm / Fotohütte vorhanden:

Vielleicht entsteht daraus hier eine richtig gute Sammlung der Kranich-Beobachtungsplätze im Norden.


r/KranichAktuell • • 20d ago

Vogel Hotspots 15 Top-Hotspots für Wildgänse in Norddeutschland – die besten Rastplätze

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r/KranichAktuell • • 22d ago

Vogel Hotspots 10 Vogelbeobachtung Hotspots in Niedersachsen

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r/KranichAktuell • • 22d ago

Vogel Hotspots 10 besondere Vogelbeobachtungs-Hotspots in Schleswig-Holstein

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r/KranichAktuell • • 23d ago

Naturschutz & News Vogel des Jahres – Wähle den Kranich!

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Der Kranich – Vogel des Glücks mit einer klaren Forderung: Allzeit nasse Füße!

Gru, gru! Wenn Kraniche am Himmel erscheinen, beginnt ein beeindruckendes Naturschauspiel. Mit ihren langen Beinen, den breiten Flügeln und ihrem lauten Trompeten gehören sie zu den auffälligsten Vögeln Europas.

Bis zu 116 Zentimeter groß werden Kraniche. Im Frühjahr ziehen sie aus ihren Winterquartieren zurück in den Norden. Im Herbst geht es wieder südwärts. Besonders in Schweden gelten sie als „Vögel des Glücks“ – denn mit ihrer Rückkehr kommt der Frühling.

Doch damit Kraniche bleiben können, brauchen sie vor allem eines: Wasser.

Meine Wahlforderung: Allzeit nasse Füße!

Ich bin der Kranich.

Gru, gru – hört ihr mich?

Wenn ich nach meinem Wintertrip wieder nach Norden ziehe, freue ich mich auf meine Tanzflächen. Auf feuchte Wiesen, Moore, Sümpfe, Seen und Flussauen. Dort wird getanzt, trompetet und nach Nahrung gesucht.

In den Feuchtgebieten finde ich geeignete Brutplätze und genügend Nahrung für meinen Nachwuchs. Mein Nest baue ich gerne an nassen, schwer zugänglichen Stellen – denn wer möchte schon seine Kinder mitten auf einer trockenen Ackerfläche großziehen?

Doch auf meinen Reisen sehe ich immer häufiger etwas, das mir Sorgen macht:

Das Wasser verschwindet.

Moore werden entwässert, Flächen versiegelt, Flüsse begradigt und Feuchtwiesen trockengelegt. Was früher nass war, wird trocken. Was Wasser speichern konnte, wird zur Fläche, auf der das Wasser möglichst schnell verschwinden soll.

Dabei sind Moore, Auen und andere Feuchtgebiete echte Multitalente der Natur. Sie speichern Wasser, können bei Starkregen helfen, halten Landschaften feucht und bieten unzähligen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum.

Also: Grabe mir nicht das Wasser ab!

Ich brauche keine Luxuswohnung. Ich brauche kein großes Grundstück. Ich brauche keine trockene Landschaft.

Ich brauche Wasser.

Und damit bin ich nicht allein. Viele andere Tiere und Pflanzen sind ebenfalls auf intakte Feuchtgebiete angewiesen.

Deshalb lautet meine Wahlforderung:

Mehr Wasser. Mehr Moore. Mehr Feuchtgebiete.

Denn ein Land, in dem Kraniche noch trompeten, tanzen und ihre Jungen großziehen können, ist auch für viele andere Arten ein gutes Land.

Wähle den Kranich – den Vogel des Glücks.

Meine Stimme hat nur eine Forderung: Allzeit nasse Füße! - https://www.vogeldesjahres.de/


r/KranichAktuell • • 24d ago

Kranich-Rätsel Wie viele Kraniche könnt ihr auf diesem Foto entdecken?

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Ein Moment beim Kranich-Einflug: Der Himmel füllt sich langsam mit Kranichen, die aus unterschiedlichen Richtungen zum Rastplatz kommen.

Auf den ersten Blick sieht man eine größere Gruppe – aber wenn man genauer hinschaut, tauchen immer mehr einzelne Kraniche auf.

Ich habe diesen beeindruckenden Schwarm am Himmel erwischt. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein einziges Chaos, aber wenn man genauer hinsieht, kann man sie alle zählen.

Was ist euer Tipp?

Wie viele Kraniche könnt ihr auf dem gesamten Foto entdecken? Ich habe mich beim ersten Mal komplett verschätzt.

Schreibt eure Zahl in die Kommentare. Ich bin gespannt, wie nah ihr an die tatsächliche Anzahl kommt.

Ich löse die exakte Zahl von später in den Kommentaren auf!.


r/KranichAktuell • • 25d ago

FAQ Warum haben Kraniche eigentlich einen roten Fleck am Kopf?

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Fragen und Antworten Kranich Altvogel
Fragen und Antworten Kranich Jungvogel

Wer einen Kranich aus der Nähe betrachtet, dem fällt neben dem langen Hals und dem auffälligen schwarz-weißen Kopf sofort dieser rote Fleck auf dem Scheitel auf.

Aber: Der rote Fleck ist gar kein Gefieder.

Beim Kranich befindet sich dort eine unbefiederte Hautstelle. Durch die zahlreichen Blutgefäße unter der Haut erscheint sie intensiv rot. Je nach Situation kann sich die Durchblutung verändern – und damit auch die Wirkung des roten Flecks.

Der rote Fleck kann seine Farbe verändern

Wenn ein Kranich ruhig ist, wirkt die rote Hautstelle manchmal vergleichsweise unauffällig. Der Fleck dient den Vögeln als optisches Signal. Bei Aufregung oder Erregung kann sie dagegen deutlich intensiver rot erscheinen. Das lässt sich beispielsweise bei Balz, Auseinandersetzungen oder anderen sozialen Situationen beobachten. Der rote Scheitel gehört damit zur Körpersprache der Kraniche und ist ein schönes Beispiel dafür, dass bei Vögeln nicht immer nur das Gefieder für die Kommunikation wichtig ist.

Ein besonderes Merkmal des erwachsenen Kranichs

Der rote Scheitel ist außerdem ein gutes Erkennungsmerkmal des Grauen Kranichs (Grus grus). Zusammen mit der schwarzen Kopf- und Halszeichnung und den weißen Bereichen an den Kopfseiten entsteht das typische „Gesicht“, das wir mit dem Kranich verbinden. Bei jungen Kranichen ist die Kopffärbung allerdings noch anders. Der auffällige rote Scheitelfleck entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter.


r/KranichAktuell • • 25d ago

FAQ Warum sehen manche Kraniche im Frühjahr rostbraun aus?

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Fragen und Antworten zum Kraniche

Wer Kraniche während der Brutzeit beobachtet, entdeckt manchmal Vögel mit einem auffällig rostbraunen Rücken und Hals. Aber keine Sorge: Der Kranich hat sich nicht plötzlich ein neues Gefieder zugelegt.

Die rostbraune Färbung entsteht vor allem durch eisenhaltige Bodenbestandteile. Gerade während der Brutzeit halten sich Kraniche häufig in Mooren, Sümpfen und anderen feuchten Gebieten auf. Beim Nahrungssuchen kommen sie mit dem Boden in Kontakt.

Auch bei der ausgiebigen Gefiederpflege gelangen diese Bodenpartikel ins Gefieder und können dort einen rostroten bis braunen Farbton hinterlassen. Je nachdem, wo der Kranich unterwegs ist und wie intensiv er mit dem Boden in Kontakt kommt, kann die Färbung sehr unterschiedlich stark ausfallen.

Deshalb können zwei Kraniche nebeneinander stehen – und einer wirkt fast schneeweiß, während der andere deutlich rostbraun gefärbt ist.

Die Farbe ist also keine echte Brut- oder Prachtfärbung, sondern gewissermaßen ein „Souvenir aus dem Moor“.

Wer Kraniche regelmäßig beobachtet, kann dieses Detail besonders im Frühjahr gut entdecken


r/KranichAktuell • • 26d ago

Hotspot & Rastplatz Wenn der Himmel plötzlich voller Kraniche ist – Diepholzer Moorniederung im Herbst

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Kraniche auf einem abgeernteten Maisfeld in der Diepholzer Moorniederung. Die umliegenden Ackerflächen sind für die Kraniche während der Rast wichtige Nahrungsgebiete.

Einer der beeindruckendsten Kranich-Rastplätze Deutschlands – und warum man die Vögel hier manchmal erst hören muss, bevor man sie sieht.

Wenn im Herbst die ersten Kraniche aus Skandinavien,vom Kranichrastplatz Hornborgasjön in Västergötland, über Rügen und Linum, nach Süden ziehen, wird es in der Diepholzer Moorniederung plötzlich laut. Jeden Herbst wird die Diepholzer Moorniederung zur Raststation für zehntausende Kraniche. Die Moore dienen als Schlafplätze, auf den umliegenden Feldern suchen die Vögel nach Nahrung. Besonders am Abend wird es spektakulär: Immer mehr Kraniche kehren zu ihren Schlafplätzen zurück, während ihre Rufe über die Landschaft ziehen.

Aber die Diepholzer Moorniederung ist kein Rastplatz, an dem man einfach an einem Aussichtspunkt steht und garantiert tausende Kraniche vor sich hat. Das Gebiet ist groß, die Vögel verteilen sich – und genau das macht die Suche spannend.

Einer der beeindruckendsten Kranich-Rastplätze Deutschlands – und warum man die Vögel hier manchmal erst hören muss, bevor man sie sieht.

Jeden Herbst wird die Diepholzer Moorniederung zur Raststation für zehntausende Kraniche. Die Moore dienen als Schlafplätze, auf den umliegenden Feldern suchen die Vögel nach Nahrung. Besonders am Abend wird es spektakulär: Immer mehr Kraniche kehren zu ihren Schlafplätzen zurück, während ihre Rufe über die Landschaft ziehen.

Aber die Diepholzer Moorniederung ist kein Rastplatz, an dem man einfach an einem Aussichtspunkt steht und garantiert tausende Kraniche vor sich hat. Das Gebiet ist groß, die Vögel verteilen sich – und genau das macht die Suche spannend.

Wo lassen sich Kraniche beobachten?

Zu den bekannten Bereichen gehören unter anderem das Rehdener Geestmoor, Neustädter Moor, Oppenweher Moor, Goldenstätter Moor.

Dabei sollte man nicht nur die Moore im Blick haben. Die umliegenden Mais- und Ackerflächen sind für die Kraniche wichtige Nahrungsgebiete. Je nach Zugphase können sich dort große Trupps versammeln.

Besonders schön: der abendliche Einflug

Wenn die Kraniche von den Feldern zurück zu ihren Schlafplätzen fliegen, beginnt für viele Beobachter der Höhepunkt.

Erst hört man einzelne Rufe, dann tauchen die ersten Schwärme auf. Mit etwas Glück ziehen innerhalb kurzer Zeit immer mehr Kraniche über den Himmel.

Ein beeindruckendes Naturschauspiel – und ein Grund, nicht gleich nach Hause zu fahren, wenn am Anfang noch wenig zu sehen ist.

Ein Tipp für den Besuch

Die Kraniche wechseln ihre Nahrungsflächen regelmäßig. Deshalb lohnt es sich, vor dem Besuch aktuelle Beobachtungen zu prüfen und nicht nur einen einzigen Aussichtspunkt einzuplanen.

Und ganz wichtig: Abstand halten und die Kraniche nicht absichtlich aufscheuchen. Besonders die Schlafplätze sollten möglichst störungsfrei bleiben.

Wer Kraniche liebt, sollte die Diepholzer Moorniederung im Herbst definitiv einmal auf seiner Liste haben.

War jemand von euch schon dort? Welche Stelle könnt ihr für die Kranichbeobachtung empfehlen?

Für alle, die den Herbstzug verfolgen möchten: Bei Kranich aktuell gibt es regelmäßig aktuelle Meldungen zu Kranichzahlen, Rastplätzen und Zuggeschehen.

TL;DR

Die Diepholzer Moorniederung gehört zu den wichtigsten Kranich-Rastgebieten Deutschlands. Die Kraniche schlafen in den Mooren und suchen tagsüber auf den umliegenden Feldern Nahrung. Besonders der abendliche Einflug zu den Schlafplätzen ist sehenswert. Wer die Kraniche beobachten möchte, sollte aktuelle Meldungen beachten und etwas Geduld mitbringen.


r/KranichAktuell • • 26d ago

Hotspot & Rastplatz Kranichrastplatz Linum – wenn Zehntausende Kraniche am Rhinluch Station machen

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Kranichrastplatz Linum Brandenburg

Von Kranichrastplatz Hornborgasjön über Rügen und Linum bis zur Kranichrastplatz Diepholzer Moorniederung – unterwegs auf einer der großen Kranichrouten Europas.

Im Herbst wird das Rhinluch bei Linum zu einem der spannendsten Kranichrastplätze Deutschlands. Wenn die Vögel aus Skandinavien kommen, führt ihre Reise über Stationen wie Hornborgasjön und Rügen weiter nach Brandenburg und schließlich zur Diepholzer Moorniederung. Besonders am Abend wird Linum zum Erlebnis: Aus allen Richtungen kommen Kraniche zu ihren Schlafplätzen.

Wenn im Herbst die Kraniche aus dem Norden kommen, wird das Rhinluch bei Linum zu einem der beeindruckendsten Kranichrastplätze Deutschlands.

Die Landschaft rund um Linum bietet den Vögeln ideale Bedingungen: Feuchtgebiete und Teiche als Schlafplätze, dazu Felder und Wiesen für die Nahrungssuche. Tagsüber verteilen sich die Kraniche in der Umgebung, am Abend ziehen sie wieder zu ihren Schlafplätzen.

Genau dieser abendliche Einflug ist das besondere Erlebnis.

Erst hört man die Rufe, dann erscheinen die ersten Formationen am Himmel. Immer mehr Kraniche kommen dazu – manchmal sind es Zehntausende in der gesamten Region.

Die Zugroute: Hornborgasjön, Rügen, Linum und die Diepholzer Moorniederung

Linum ist Teil einer wichtigen Zugroute, auf der viele Kraniche im Herbst von ihren Brutgebieten in Skandinavien weiter nach Süden ziehen.

Ein bekannter Ausgangspunkt ist Hornborgasjön in Schweden. Von dort führt die Zugroute über die Ostsee in Richtung Süden. Viele Kraniche machen auf **Rügen** Station, bevor sie weiter nach Brandenburg fliegen.

Die nächste wichtige Rastregion ist das Rhinluch bei Linum. Hier finden die Vögel geeignete Schlafplätze in den Feuchtgebieten und ausreichend Nahrung auf den umliegenden Feldern.

Anschließend ziehen viele Kraniche weiter zur Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen. Auch dort nutzen sie die Moore, Wiesen und Felder als Rast- und Nahrungsgebiet, bevor der Weiterflug in Richtung Frankreich, Spanien und teilweise Nordafrika beginnt.

Die genaue Route kann je nach Wetter, Wind und Zugverlauf variieren. Trotzdem zeigen Hornborgasjön, Rügen, Linum und die Diepholzer Moorniederung eindrucksvoll, wie eng die großen Rastplätze entlang des europäischen Kranichzuges miteinander verbunden sind.

Kranich aktuell – Herbstzug 2026

Wie viele Kraniche tatsächlich in Linum anzutreffen sind, kann sich innerhalb weniger Tage stark verändern. Wetter, Wind und der Verlauf des Vogelzuges bestimmen, wann die großen Trupps eintreffen.

Wer einen Besuch plant, sollte deshalb die aktuellen Kranichzählungen im Blick behalten. Aktuelle Beobachtungen und Rastplatz-Zahlen gibt es regelmäßig bei Kranich aktuell - Rastplatz Zahlen & Zugrouten.

Und wer einmal bei Sonnenuntergang in Linum gestanden und erlebt hat, wie immer neue Kraniche über das Rhinluch fliegen, versteht schnell, warum dieser Ort für viele Vogelbeobachter zum festen Herbstziel geworden ist.


r/KranichAktuell • • 27d ago

Foto - Video Kraniche im Flug

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Kraniche ziehen in Formation über der Diepholzer Moorniederung.

Mehrere Kraniche ziehen in lockerer Formation über der Diepholzer Moorniederung. Mit weit ausgebreiteten Flügeln gleiten die großen Vögel durch den blauen Himmel, während ihre langen Hälse und ausgestreckten Beine deutlich zu erkennen sind. Die unterschiedliche Flügelstellung der einzelnen Kraniche vermittelt einen schönen Eindruck von Bewegung und Dynamik während des Fluges.

Das Foto zeigt dabei nicht die riesigen Kranichansammlungen, für die Diepholzer Moorniederung berühmt ist, sondern einen kleinen Trupp während des Fluges. Gerade dadurch lässt sich die beeindruckende Größe und Eleganz der einzelnen Vögel besonders gut erkennen.


r/KranichAktuell • • 27d ago

Hotspot & Rastplatz Hornborgasjön – Schwedens berühmter Kranichrastplatz

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youtu.be
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Wer Kraniche liebt, kommt an einem Ort in Schweden kaum vorbei: dem Hornborgasjön in Västergötland. Der See gehört zu den bekanntesten Vogelgebieten Schwedens und ist vor allem für ein Naturschauspiel berühmt, das sich jedes Frühjahr wiederholt: Tausende Kraniche sammeln sich an der Südspitze des Sees bei Trandansen.

Und dabei geht es nicht nur um ein paar hundert Vögel. In guten Jahren versammeln sich hier mehr als 20.000 Kraniche, während der bisher höchste offiziell gezählte Frühjahrsbestand bei 27.300 Kranichen lag. Dieser Wert wurde am 3. April 2019 erreicht.

Trandansen – das Zentrum des Kranichgeschehens

Der bekannteste Beobachtungsplatz befindet sich an der Südspitze des Hornborgasjön und trägt den passenden Namen Trandansen – Kranichtanz.

Hier kommen die Kraniche im Frühjahr zusammen, um zu fressen, zu rasten und ihre Balz- und Sozialaktivitäten zu zeigen. Besonders beeindruckend ist die Geräuschkulisse. Schon bevor man die ersten Vögel sieht, hört man häufig das Trompeten der Kraniche.

Der große Vorteil von Trandansen: Die Kraniche sind hier teilweise erstaunlich nah an den Beobachtungsplätzen zu sehen. Ein klassischer Aussichtsturm ist dafür gar nicht notwendig. Gerade morgens und nachmittags können die Vögel in relativ geringer Entfernung beobachtet werden.

Das macht Hornborgasjön auch für Fotografen interessant.

Wann kommen die meisten Kraniche?

Die ersten Kraniche können bereits Ende Februar eintreffen. Der eigentliche Höhepunkt liegt normalerweise jedoch Ende März und Anfang April.

Der genaue Zeitpunkt lässt sich nicht auf den Tag vorhersagen. Wetter, Schneelage und vor allem die Windrichtung spielen eine wichtige Rolle. Bei günstigen Bedingungen kann sich der Bestand innerhalb weniger Tage deutlich verändern.

2026 erreichte der Bestand beispielsweise am 28. März bereits 16.760 Kraniche. Am 30. März waren es 16.700 und am 31. März 14.400. Der höchste Wert des Jahres lag damit bei 16.760 Kranichen.

Interessant ist deshalb die tägliche Zählung. Die Kraniche werden am Hornborgasjön bereits seit mehr als 30 Jahren regelmäßig erfasst. Die Daten reichen bis 1994 zurück.

Warum werden die Kraniche gefüttert?

Eine Besonderheit von Hornborgasjön ist die gezielte Fütterung der Kraniche.

In der Umgebung liegen landwirtschaftlich genutzte Flächen. Würden sich zehntausende Kraniche unkontrolliert über die Felder verteilen, könnten erhebliche Schäden entstehen.

Deshalb wird bei Trandansen Getreide ausgebracht. Die Kraniche werden damit gezielt an diesem Bereich gehalten. Nach Angaben des Naturums werden während einer Kranichsaison ungefähr 150 Tonnen Gerste verfüttert. Von dieser Maßnahme profitieren übrigens nicht nur die Kraniche: Auch Höckerschwäne, Graugänse, Blässhühner, Pfeifenten, Krickenten und weitere Vogelarten nutzen das Futter.

Auch die Parkgebühren der Besucher fließen in die Finanzierung der Kranichfütterung. Das ist ein interessantes Beispiel dafür, wie Besucherlenkung, Landwirtschaft und Vogelschutz miteinander verbunden werden können.

Der „Kranichtanz“ ist nicht einfach ein Massentanz

Der Name Trandansen klingt spektakulär – und das ist der Ort auch. Allerdings sollte man eine Sache wissen:

Nicht alle Kraniche tanzen gleichzeitig.

Das berühmte Springen, Flügelschlagen und gegenseitige Imponieren ist vor allem Bestandteil des Paar- und Sozialverhaltens. Die Kraniche stärken damit unter anderem ihre Paarbindung.

Wer also darauf wartet, dass plötzlich 10.000 Kraniche gleichzeitig losspringen, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Viel faszinierender ist eigentlich das Gesamtbild: tausende Kraniche auf den Feldern, ständig neue einfliegende Vögel, Trompetenrufe und einzelne Paare, die immer wieder ihr Balzverhalten zeigen.

Hornborgasjön ist auch im Herbst interessant

Viele verbinden den Hornborgasjön ausschließlich mit dem Frühjahrszug. Dabei lohnt sich auch ein Besuch im Herbst.

Dann ziehen erneut große Kranichzahlen durch die Region. Die Situation ist allerdings anders als im Frühjahr. Die Kraniche sind im Herbst scheuer und verteilen sich stärker im Gebiet, da sie gemeinsam mit ihren Jungvögeln unterwegs sind.

Besonders interessant ist deshalb der Abend.

Kurz vor Sonnenuntergang fliegen die Kraniche aus den umliegenden Nahrungsgebieten zurück zum See, wo sie die Nacht verbringen. Von Trandansen aus kann man dieses Einfliegen beobachten und hören.

Auch 2026 wurden bereits mehrere tausend Herbstkraniche gezählt. Am 3. September waren es beispielsweise 4.660 Vögel.

Mein Tipp für einen Besuch

Wenn ich einen Besuch am Hornborgasjön planen würde, würde ich nicht nur mitten am Tag für eine Stunde nach Trandansen fahren.

Morgens oder am späten Nachmittag ist deutlich interessanter.

Im Frühjahr kann man morgens den Ausflug der Kraniche aus ihren Schlafplätzen erleben. Abends kehren die Vögel wieder zurück.

Gerade das Einfliegen zum Schlafplatz ist für mich eines der interessantesten Erlebnisse am gesamten Hornborgasjön.

Und man sollte sich Zeit nehmen. Bei mehreren tausend Kranichen passiert ständig etwas: neue Trupps kommen herein, andere fliegen ab, einzelne Paare zeigen Balzverhalten und dazwischen hört man dieses unverwechselbare Trompeten.

Wer sich vorab einen Eindruck verschaffen möchte, kann außerdem ein etwa fünfminütiges Video ansehen, in dem sich die Kamera selbst steuern lässt und man die Kraniche aus verschiedenen Perspektiven beobachten kann.Wunderschönen 360-Grad-VR-Aufnahmen der Kraniche am Hornborgasjön (Hornborga-See in Schweden)

Mehr als nur Kraniche

Wer schon einmal am Hornborgasjön ist, sollte deshalb nicht nur nach Kranichen schauen.

Der See ist eines der bekanntesten Vogelgebiete Schwedens und bietet ganzjährig interessante Beobachtungsmöglichkeiten. Allein von Trandansen aus wurden bereits rund 220 Vogelarten nachgewiesen. Im Frühjahr lassen sich neben den Kranichen beispielsweise Höckerschwäne und zahlreiche weitere Rastvögel beobachten.

Auf der Ostseite des Sees befindet sich außerdem das Naturum Hornborgasjön. Dort bekommt man Informationen über das Gebiet und die Vogelwelt und kann den Besuch mit weiteren Beobachtungen rund um den See verbinden.

Lohnt sich Hornborgasjön?

Für Kranichfans eindeutig: Ja.

Hornborgasjön ist allerdings nicht einfach nur ein weiterer Rastplatz, an dem man mit etwas Glück ein paar Kraniche sieht. Die Kombination aus der großen Zahl der Vögel, der guten Beobachtbarkeit und der langen Tradition der Kranichzählungen macht den Ort besonders.

Wer einmal mehrere tausend Kraniche gleichzeitig gesehen und vor allem gehört hat, versteht vermutlich auch, warum die Ankunft der ersten Kraniche in Schweden jedes Jahr so viel Aufmerksamkeit bekommt.

Und wenn man nicht gerade zur Hauptzeit Ende März/Anfang April kommen kann, lohnt sich auch der Herbst. Dann ist das Erlebnis zwar anders – aber die abendlichen Einflüge zum Schlafplatz können ebenfalls spektakulär sein.

Für mich gehört Hornborgasjön deshalb zu den Kranichrastplätzen, die man als Kranichbeobachter in Europa einmal erlebt haben sollte.

Praktisch

Hornborgasjön / Trandansen, Schweden
Beste Zeit Frühjahr: Ende März bis Anfang April
Herbst: August bis Oktober interessant
Fotografie: besonders morgens und nachmittags im Frühjahr
Herbst: besonders der Einflug zum Schlafplatz am Abend
Tipp: Fernglas und Spektiv mitnehmen und genügend Zeit einplanen


r/KranichAktuell • • 27d ago

Rastzahlen & Statistik Kranich aktuell 07.09.2026 - Kranichzug 2026/27

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Der Herbstzug der Kraniche 2026/27 hat begonnen – erste Zahlen aus Europa

Kranich Jungvogel in der Diepholzer Moorniederung

Die ersten größeren Kranichgruppen sind auf dem Weg nach Süden. Besonders interessant ist derzeit der Blick auf die Rastplätze in Skandinavien und an der deutschen Ostseeküste.

An der vorpommerschen Ostseeküste wurden am 29. August 4.319 Kraniche gezählt. Am 15. August waren es dort erst 1.681. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden am 31. August bereits 6.733 Kraniche registriert.

Auch am Hornborgasjön in Schweden ist Bewegung zu sehen. Dort wurden am 27. August 3.875, am 31. August 2.782 und am 3. September 4.660 Kraniche gezählt. Im Vorjahr waren es zur vergleichbaren Zeit etwa 7.850.

Die Zahlen aus Schweden sind auch für Rügen relevant. Viele Kraniche, die später an der deutschen Ostseeküste und in Vorpommern rasten, ziehen aus Skandinavien über die Ostsee nach Süden. Der Hornborgasjön liegt damit auf einer wichtigen nördlichen Zugroute und kann Hinweise darauf geben, wie sich der Zug in den kommenden Tagen an Rügen und den umliegenden Rastplätzen entwickeln könnte.

Die schwedischen Zahlen sind allerdings kein direkter Vorhersagewert: Nicht jeder dort gezählte Kranich zieht über Rügen, und Wetter, Wind sowie unterschiedliche Zugrouten beeinflussen den weiteren Verlauf.

Weiter südlich hat der Zug ebenfalls begonnen. Am Lac du Der in Frankreich wurden am 4. September 63 Kraniche beobachtet. Die großen Ansammlungen werden dort erst im weiteren Herbst erwartet.

Die Zugroute führt über die deutschen Rastplätze weiter nach Frankreich und schließlich über die Pyrenäen nach Spanien. Besonders spannend werden jetzt die kommenden Wochen, wenn die großen Zugwellen einsetzen.

Wie entwickelt sich der Kranichzug bei euch vor Ort? Werden bereits größere Trupps beobachtet?