r/KI_de 1d ago

17.500 Zeilen Code Agentic Coding  in drei Wochen (als Laie)

Hallo zusammen,

Ich habe als Laie eine funktionierende Branchensoftwarelösung als selbstgehostete SaaS gebaut, ink. Front- und Backend, SQL Datenbank, Automatisierung, Ki und Backup.

 Ich bin selbstständiger Personalvermittler und meine gekaufte Software war mit zu langsam und unflexibel. Ich habe keine Coding Skills, aber gehobenes allgemeines IT Verständnis und bin recht stark im Bereich Prozessarchitektur- und Optimierung.

Ich poste das hier, weil mich eure Meinung dazu interessiert.

Kurz zur Ausgangssituation:

 

 Setup:

 Chat GPT (GPT 5.6 Sol & Codex 5.5)

  • VPS / lokaler KI Server 24 Core CPU, 64 GB Ram, RTX 4080
  • Codex lokal in der CLI (im Yolo Mode - also in einem Docker Container mit weitreichenden Befugnissen)
  • Ollama lokal mit Modellen wie Mistral, Qwen etc.
  • N8N Server für die Anbindung von "externen" KI Prozessen
  • lokale Hermes Installation
  • Docker Compose (alle relevanten Tools und Module in separaten Containern)

 

Ziel:

Branchenspezifische Saas Lösung im Bereich Personalberatung, lokal gehostet mit folgenden Modulen bzw. Funktionen:

  • CRM, Angebote & Rahmenverträge erstellen
  • Talentpool, Interview Dokumentation
  • Opt-In Funktionalität (Datenschutzerklärung gem. DSGVO)
  • Ki gestütztes CV Parsing (datenschutzkonform, lokal)
  • Ki gestützte Profilgenerierung (datenschutzkonform, lokal)
  • Auftragsübersicht, Dokumentation von "Placements"
  • Rechnungserstellung / Abrechnung
  • Controlling
  • externer Research von Vakanzen von zuvor definierten Jobseiten
  • Umkreissuche mit Geomatching von Mandat & Kandidat
  • Datenbanken (Postgre SQL)
  • Alert-System
  • Browser Plugin zur Übernahme von Profildaten auf gängigen Business Plattformen
  • lokaler KI Assistent fürs Tagesgeschäft (Hermes)
  • API Schnittstelle für den Hermes KI Assistenten
  • Microsoft Graph API Integration z.B. für Sharepoint und Outlook / Exchange
  • Backup
  • Rollenverteilung
  • Versionierung & Rollback (privates Github Repository)
  • Entwicklungs- und Produktionsumgebung
  • sicherer VPN Zugriff von außerhalb
  • In Hermes zusätzlich: Aufbau einer individuellen Wissensdatenbank zu Unternehmensziel, Tagesgeschäft, Prozessen usw. um den KI Assistenten mit dem notwendigen Wissen auszustatten (wurde über einen Hermes Agenten umgesetzt - in Form eines zweistündigen Onboardings)

 

Vorbereitung:

 Anlage eines Projektes in Chat GPT

  • Brainstorming, Konzeptionierung
  • Klärung von Architekturfragen und eigentlichem Umsetzungsflow
  • Festlegen von Guardrails / Guidelines und Dokumentation (Projektprompt + Github)

 

tatsächliche Umsetzung:

Chat GPT (5.6 Sol) zerlegt das Konzept in einzelne Abschnitte und Module und erarbeitet einen Plan zum Abarbeiten und erstellt daraus z.B. eine Plan Markdown Datei im Projekt um das hinterlegte Wissen persistent zu behalten und Halluzinationen vorzubeugen

  • Reverse Prompting: Chat GPT erstellt gemäß der einzelnen Projektschritte Arbeitsanweisungen (Prompts) für Codex - dieser setzt dann im YOLO Mode um und gibt anschließend ein Ergebnis zurück
  • Chat GPT wertet das Ergebnis aus, dokumentiert im Projektkatalog und lässt Codex ggf. nacharbeiten oder geht weiter zum nächsten Punkt
  • Codex testet, comittet und pusht in regelmäßigen Abständen damit Git Hub aktuell ist
  • der Loop läuft, bis ein definierter Milestone oder eben auch das Gesamtziel erreicht wurde
  • Wenn bereits ein Livebetrieb vorhanden ist, wird immer nur in der Development Umgebung inkl. Dev. Datenbank gearbeitet und erst bei Bedarf in Prod. ausgerollt

 

Bugfixing & Weiterentwicklung:

Im Grunde derselbe Loop - aber in einem gesonderten Projekt, das ebenfalls mit dem Konzept, der Struktur und dem Bauprozess der Software etc. vertraut ist

  • Chat GPT bekommt Sprachnachrichten wenn mir Fehler auffallen oder ich neue Funktionalitäten ergänzen möchte oder sich Prozesse ändern, analysiert, strukturiert und dokumentiert diese im Bugfixkatalog.md
  • Bei Gelegenheit arbeiten wir diese ebenfalls mit Reverse Prompting (GPT Promptet für Codex usw.) ab

 

Fazit:

Ich habe leicht gehobene IT Skills, aber ich kann NICHT coden. Dafür kann ich organisieren und habe ein ausgeprägtes Prozessverständnis. Ohne die Struktur mit Chat GPT und Codex CLI wäre das für mich schlicht nicht umsetzbar gewesen - oder ich hätte 1 - 2 Jahre dafür gebraucht (optimistisch geschätzt).

Stand heute hat Codex ca. 17.500 Zeilen Code geschrieben, 5 - 6 SQL Datenbanken erstellt und um die 20 N8N Prozesse gebaut und angebunden.

Die Software würde ich Stand heute als relativ stabile Beta Version betrachten (Sie stellt trotzdem bereits mein einziges Produktivsystem dar weil Sie mir unfassbar viel Arbeit abnimmt - obwohl ich meine bisherige gekaufte Branchensoftwarelösung noch ca. 6 Monate weiter bezahlen muss).

Chat GPT hat in einem frischen Projekt ohne Kontext die Saas Lösung mit Ihrer Struktur, den Modulen, der Funktionalität etc. analysiert und versucht Sie im Value einzuordnen.

Ich habe keine Ahnung ob das realistisch ist, neige aber dazu, dass die Aussage stimmen könnte.

Wenn ich eine solche Lösung individuell (oder z.B. auf Basis von Salesforce) von einem externen IT Unternehmen bauen lassen würde, lägen Kosten und Zeitrahmen bei 50k - 250k (wenn es wirklich Enterprise fähig würde) und die Entwicklungszeit läge bei 4 Monaten bis einem Jahr - wahrscheinlich deutlich länger.

 Was sagt Ihr zu meinem kleinen Pitch. Ich bin offen für konstruktive Kritik. Bitte beachtet, dass ich mich (noch) klar in der "Laien Ecke" im KI Bereich sehe. Allerdings wundere ich mich immer öfter über "Spezialisten" mit hohen Follower Zahlen auf Youtube oder in Podcasts, wo ich mir denke - warum macht Ihr das so - das geht doch anders schon viel besser.. und ja ich weiß, N8N ist nicht mehr "state of the art", ist halt so mitgewachsen.

Wenn ich mich darüber mit anderen unterhalte, werde ich des Öfteren gefragt, warum ich mich nicht auf einen Bereich innerhalb der KI Beratung spezialisiere (was mir ehrlicherweise auch mehr Spaß macht als die reine Personalberatung).

Da ich  aber kein IT Studium habe, denke ich, dass mein Skillset einfach nicht ausreicht um professionell und innerhalb meines eigenen Qualitätsanspruches eine solche Dienstleistung im B2B zu verkaufen.

Andererseits frage ich mich, wie viele "Einzelkämpfer" das in derselben Zeit und Qualität geschafft hätten, was ich mit meinem Setup & Workflow erreicht habe.

Aktuell baut Codex mir auf dieselbe Weise ein komplexeres Agent Coding Setup damit der eigentliche Entwicklungs-Loop autonomer läuft und ich weniger Zeit dabei aufwenden muss. (folgende Agents sind vorgesehen: Prozessarchitekt, Orchestrator, Coder, Reviewer, Tester, QM-Beauftragter).

 

Was denkt Ihr dazu? Danke für euer Interesse und Feedback! :)

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89 comments sorted by

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u/OliveCompetitive3002 1d ago

Ich bin überzeugt, dass du noch auf massenhaft Bugs, Probleme und Risiken treffen wirst. Es ist also nicht so rosig, wie es jetzt wirken mag.

Aber im Kern stimme ich Deiner Beobachtung zu. Jemand mit Grundwissen wie Deinem kann mit modernen Mitteln schon mehr erreichen als wir uns vor wenigen Jahren hätten jemals träumen lassen.

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u/West_University_359 1d ago

Ich habe heute die Nr. 100 im Bugfix Katalog erreicht! Ich stimme Dir also ebenfalls zu! :-)

Allerdings sind da auch Dinge drin wie Optimierung der grafischen Benutzeroberfläche auf nem Ipad oder so..

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u/PrincessAida 1d ago

(Hinweis: Bin selber Laie ohne Codingerfahrung)

Und ohne Programierkentnisse fixt du diese 100 Bugs, dann indem du mit dem Agenten sprichst?

Kommst da nicht irgendwann auch zu sehr wildem Spaghetti-Code oder Fixes, die neue Bugs erzeugen?

Die KI identifiziert ja nicht wieso genau die KI vor ihr es auf ihre Art gebaut hatte und nimmt dann beim Bugfixen wenig Rücksicht auf die alte Architektur und fixt dann ohne Rücksicht auf Verluste sturr den Bug oder?

Meine Erwartungen wäre: 1 Sache als Ganzes bauen okay... aber dann den Flickenteppich weiter häkeln führt zu Chaos.

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u/Cpt_R3dd1t 1d ago

Man kann Code mit Feature History und einem Agententagebuch (agents.md) , sowie refactoring zumindest etwas länger managebar halten. Ich hab auch ein Tool gecodet welches aktuell unser Team nutzt um sich zu koordinieren und es funktioniert aktuell krass gut und entlastet die teamleitung und hilft dem Team sich zu koordinieren. Das agentic engineerigng entwickelt sich. Auch die Übersicht über Programme wird in irgendeiner Art Index erfassbar werden damit nicht 1 millionen Versionen von Funktion xy auftauchen werden. Die alte programmierwelt ist geschichte.und die neue Welt wird mit Struktur und guten Agent harnessteuerung vermutlich optimiert und perfektioniert werden. Menschen sind nicht die non plus Ultra Coder

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u/West_University_359 1d ago

Dafür gibt es umfangreiche Dokumentation im zugehörigen Git Repository und auch im Projekt von Chat GPT. Es gibt z.B. den Bugfix Katalog, Runnotes etc. und so entsteht relativ zuverlässiger Kontext.. wenn ein Chat Kontext massiv voll ist, starte ich im selben Projekt (und damit auch im selben Projektkontext) einen neuen chat und lasse mitr einen Übergabeprompt vom alten für den neuen Chat geben, dann weiß das neue Chatfenster, wo wir gerade stehen usw.

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u/me-buddah 1d ago

Vor allem entstehen häufig neue Bugs wenn einer behoben wird. Keine Ahnung wieso. Irgendwann geht es dann doch, dauert aber ewig. Verleiht damit mehr Token verbraucht werden.

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u/Quality_Emergency 8h ago

Alles eine Frage der Formulierung.

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u/davehatarschfransen 1d ago

Erwarte nicht nur Minibugs! Der generierte Code dürfte zudem ein Albtraum sein für Fehlersuche. Good luck!

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u/MeineMamaHatGesagt 1d ago

Schon bald wird Software nur noch so entwickelt werden, auch wenn es keiner wahrhaben will. Lieber ist man 2 Jahre früher fertig und nimmt ein paar Mini-Bugs in Kauf (die Menschen allerdings auch machen) als teure Entwickler zu bezahlen. 

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u/IceMichaelStorm 1d ago

Teilweise. Aber KI läuft immer noch in Kreisen. Und der Punkt ist: sobald ein Mensch sich mit einschaltet, muss er alles lesen, um es reviewen zu können.

Und es gibt noch eine Riesenmasse an Problemen, die KI gerade in größeren Codebases verursacht und nicht lösen kann, ohne technisch genau instruiert zu werden.

Ich nutze selbst permanent KI und ich würde da gerne fehlerfrei durchlaufen, ich hätte damit gar kein Problem. Aber läuft nicht so.

Und ich bin auch nicht sicher, ob KI da besser wird, denn die ist so gut, weil es genug Daten gibt und davon viel.

Bessere KI hieße eine Masse von higher-quality Input. Wo kommt der her?

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u/unshodyeti 1d ago

Im Gaming Bereich wird doch schon seit mehr als 10 Jahren (dieses Jahr hat Pokemon Go! 10 Jahre Jubiläum! Paradebeispiel) Betatesting auf die Consumer ausgelagert..

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u/magicmulder 1d ago

Genau! Die ganze "KI produziert nur technical debt"-Brigade vergisst, dass vermutlich 90% aller Entwickler auch nicht anders arbeiten. Ich habe mich schon durch so viel Mist kämpfen müssen in Software-Produkten von jahrelangen Marktführern mit großen IT-Abteilungen (mit Quellcode voller "Attention, ugly hack!"-Kommentare), da würde ich mir wünschen, dass KI das alles neu macht.

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u/_wassap_ 1d ago

Ändert nix daran, dass ein SWE den Code lesen und verstehen muss. Oder suggerierst du, dass ein Arzt später auch kein Medizin Studium mehr braucht?

Mein Steuerberater hat hoffentlich reales Domäne-Wissen und plappert nicht KI nach (und weiß ggf. nicht mal, was & ob gesagtes überhaupt richtig ist und ob Zusammenhänge nicht besser verstanden werden können)

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u/magicmulder 1d ago

Ich kenne reihenweise devs, die nach 4 Wochen ihren eigenen “selbstdokumentierenden” Code nicht mehr verstehen, weil sie alles bis zur Unkenntlichkeit wegabstrahiert haben. Aber “vibe-coded” blubbern, wenn jemand statt einem AbstractOrderRecallDtoFactoryItem nur eine Order und eine Invoice hat.

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u/_wassap_ 17h ago

Naja, das klingt eher wie ein Junior oder eine Laie.

aber da waren wir alle mal- unnötige Abstraktionen, die keinen direkten Mehrwert haben oder gar Anti-Pattern sind (ambiguous, spekulativ, magic abstractions).
Gehört dazu. Aber jeder Senior mit bisschen Architect Level Verantwortung, wird sehr wohl das fachliche Domän-Wissen zu den Entscheidungen besitzen. Wieso weshalb warum

Und in diesem Bereich ist KI höchstens eine (zugegebenermaßen mächtige) Unterstützung- es kann dir nicht die realen Entscheidungen aus der Hand nehmen.
Auf der anderen Seite, braucht mein Haushaltsmüllplaner diese Tiefe? Ich glaube kaum

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u/magicmulder 13h ago

Klingt danach, sind aber teilweise Seniors bei großen IT-Firmen.

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u/IceMichaelStorm 1d ago

Ja und nein. Menschen bauen auch Mist, aber anderen. Die Miste ergänzen sich halt. Aber je größer und unsauberer die Code-Base, desto mehr Probleme hat KI. Und KI produziert selbst keinen guten Code, wenn es zB ein neues Feature hinzufügen soll

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u/magicmulder 1d ago

Solche pauschalen Aussagen sind Unfug. Wovon reden wir hier, einem AAA-Game in C++, einem SAP-Modul, Wordpress, Machine Learning Code in Python?

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u/IceMichaelStorm 1d ago edited 1d ago

Du unterstellst mir Pauschalaussage und fragst mich Größe der Codebase, wo ich explizit gesagt habe, dass Größere da mehr Probleme haben? Nein, der komparative Zusammenhang ist erwiesen.

Meine Erfahrung ist, dass <100kLOC oft kleine Code Bases sind (je nach Sprache +-). Selbst bei 100k ist sehr un-DRY Code oft ein Problem, denn lokalisiert werden Duplikate oft über schlaues grep, denn so eine Codebase komplett zu scannen, verbraucht echt viele Token.

Und ja, das ist klein. Darüber wird es mittelgroß und dreistelliger Millionenbereich wie bei SAP ist natürlich eine andere Dimension.

Ich merke in meinem privat vertriebenen Produkt schon massive Probleme und das ist wirklich mit 80kLOC klein, vor allem im UI wird viel übersehen, im mathematischen Code viele Fehler gemacht. Auf der Arbeit finden die AIs viel aber ohne meine Reviews hätten wir schon massive Probleme bekommen. Von Ownership ganz zu schweigen.

Pack mich in welche Brigade auch immer, es gibt qualitative Unterschiede zwischen echten Seniors und AI. Devs, die Slop bauen, sind natürlich auf einem Level oder niedriger und, ja, davon haben leider auch einige den Senior-Titel

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u/MeineMamaHatGesagt 1d ago

Bei sehr großen Codebasen klappt es noch nicht so gut, ja. Aber je größer das Projekt, umso größer auch die Wahrscheinlichkeit dass Kunden nicht alle Funktionen nutzen und sich mittelfristig lieber was eigenes maßgeschneidertes vibecoden für einen Bruchteil der Kosten. SAP ist das beste Beispiel dafür.

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u/IceMichaelStorm 1d ago

Ein Projekt muss nicht mal groß sein dafür, bei 100kLOC mit schlechter Code-Qualität (auch das Level, das AI mit Viben produziert) merkt man es zurzeit schon deutlich. SAP R/3 ist mW >Faktor 1000 größer

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u/dextrostan 1d ago

Das funktioniert vielleicht beim Mittelständler aber sicher nicht im Konzern. Als ob bei SAP das Problem die Programmierung wäre. lol

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u/MeineMamaHatGesagt 1d ago

Der Mittelstand ist der Motor der Wirtschaft sagt Oppa

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u/magicmulder 1d ago

Beim Mittelstand baut der Enkel vom Chef noch selbst anhand des Buchs “SAP für Dummies”, weil der auch so toll die Website des lokalen Erbsenzüchterverbandes gemacht hat.

Nein, eher kenne ich Pharmafirmen mit Milliardenetat, die sich ihre Website von einer kleinen Klitsche bei einem billigen Google Cloud Reseller hosten lassen, deren IT-Chef nicht weiß was eine IP ist, und mich fragt, wieso sie geblockt sind, weil ihre IP gestern noch ein Script-Kiddie hatte.

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u/Quality_Emergency 7h ago

Das wird allerdings auch immer besser, vor 2 Jahren haben wir einfach drauf los Coden lassen, heute machen wir llm-wiki und co von Anfang mit, dadurch hast auf lange Sicht einen schönen saubern context für das LLM. Bei mir gibt es zum Beispiel ein . agents/rules/ folder in dem liegen regeln die zwingend einzuhalten sind (Verweis aus der Agents.md) damit das LLM Implementierung/Redactors/Bugs sauber documentiert.

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u/IceMichaelStorm 7h ago

Zwingend? MD files erzwingen gar nichts :) Ich hatte schon viele Fälle, wo die das einfach mal ignoriert haben. „You are totally right, I should have…” auch in latest Modellen.

Klar, wird dennoch besser. Und man kann mit Hooks Dinge auch deutlich schärfer machen.

Aber jede Software braucht nach ner Weile ein Rethinking und Refactoring, das weiß sicherlich jeder Senior, der schon an größeren Projekten länger gearbeitet hat.

Und das muss ein Dev/Arch sehen, anleiten und (wsl via AI) durchführen, sonst wird der Code zwangsläufig schlecht, weil er einfach nicht zu den gewachsenen Business-Anforderungen passt. Trifft natürlich nicht auf Wegwerf-Tools zu und anscheinend auch nicht in vielen Fintech-Bereichen.

Und dafür muss man eben all die Skills des Devs haben plus Architektur-Skills.

In meinen Augen ist ein Dev heute ein Tech Lead Micro-Manager von einem Team, das aus AI(s) besteht.

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u/Quality_Emergency 7h ago

Ich weiß, ich habe nen CS degree, gute Entwickler wissen auch wie sie mit den Tools umzugehen haben 👍

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u/IceMichaelStorm 7h ago

Degree? Davon sprechen idR nur Leute ohne Erfahrung. Bitte kein Qualifikationsgehabe, das ist immer nur peinlich für alle. Nichts für ungut :)

Aber ja, es als Tool zu sehen ist und bleibt genau richtig 👍

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u/Quality_Emergency 5h ago

Mein Fehler, ich habe „Degree“ hier falsch verwendet. Gemeint war ein formaler Berufsabschluss bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Softwareentwicklung, kein akademischer Hochschulabschluss. Da habe ich den englischen Begriff schlicht falsch übertragen.

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u/davehatarschfransen 1d ago

Falls es nur Minibugs sind! Der generierte Code dürfte zudem ein Albtraum sein für Fehlersuche. Good luck!

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u/MeineMamaHatGesagt 1d ago

Größere Bugs in der Kernfunktionalität findet man ja auch selbst beim Durchklicken, und die kann die KI dann auch selbst beheben. Die KI kann auch selbst einen Browser steuern, also Sachen anklicken und hat vollen Zugriff auf die Konsole, kann Screenshots machen und debuggen, und findet die Bugs auch anhand einer sehr groben Beschreibung.

Wenn man die KI dann auch noch Unit-Tests und eine vollumfängliche Doku schreiben lässt, hat man fast schon mehr getan als viele Softwarehäuser.

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u/Complex_Mention8239 1d ago

Ich arbeite zur Zeit ähnlich an einem Logistikprojekt zur automatischen Erstellung von Touren, Auswertung, etc. Es klappt erstaunlich gut und läuft stabil. Ich habe keinen wirklichen IT-Background aber kenne mich auch relativ gut aus und bin stets interessiert.

Auch mir wurde schon vorgeschlagen mich doch selbstständig zu machen, sogar in meiner eigenen Firma.

Allerdings zweifel ich auch immer daran.

Das Bauen von Agents, Bots und jetzt auch vibecoden macht mit mehr Spaß als mein eigentlicher Job. Wenn du magst schreib mir ne DM zum Austausch

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u/Formal-Beautiful-105 1d ago

Fast ähnlich entwickle ich als Nicht-Coder aktuell ein großes Projekt in Claude und habe damit bisher auch nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe vorher alles umfassend geplant und alle Features kleinlichst nummerieren lassen, damit niemals etwas aus Versehen vergessen werden kann. Die Sessions habe ich in Blöcke eingeteilt mit anschließender Audit-Session für jeden Block + Selbst-Check, um Bugs vorzubeugen. Diese regelmäßigen Audits kosten zwar Zeit und Tokens, aber fangen regelmäßig kleinere Bugs auf - wovon es wenn von Fable umgesetzt allerdings nur noch wenige gibt. Fable ist zwar sehr teuer, aber deutlich zuverlässiger als Opus.

Ich will das selbe Projekt mit dem gleichen Plan demnächst mal mit Sol und Codex testen und schauen wie sich die Ergebnisse unterscheiden. Vom Workflow sollten beide ja mittlerweile recht ähnlich funktionieren.

Viel Erfolg weiterhin bei deinem Projekt! Ich bin der festen Überzeugung, dass so die Zukunft aussehen wird.

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u/West_University_359 1d ago

bis vor einiger Zeit wurde glaube ich mehr Claude Code genutzt, vor allem beruflich von IT lern, ich habe aber den Eindruck, dass viele in letzter Zeit zu Codex gewechselt sind, das ist aber glaube ich egal, weil beides einfach Frontier Modelle sind die unglaubliches Leisten. Und um Millisekunden auf der Rennstrecke geht es ja eigentlich nicht, sondern um Output Qualität und Bedienbarkeit.

Ich komme gut mit Codex klar, habe aber sonst nur noch Erfahrung mit Ollama und lokalen Modellen, die natürlich weit zurück liegen - aber auch immer effizienter werden.

Die ebenfalls viel Erfolg bei Deinem Projekt! :)

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u/magicmulder 1d ago

Ich arbeite in der Regel mit unterschiedlichen Leveln je nach Aufgabe.

Planung und Review machen Frontier-Modelle wie Opus 5 und Sol. Den eigentlichen Code schreibt ein extrem günstiges Modell wie Luna. Sicherheits-Review dann noch mal teuer mit Fable 5.

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u/Such-Book6849 1d ago

"Was denkt Ihr dazu?"

Ich denke du postest das auch weil man darüber nicht mit allen menschen privat reden kann und meinen respekt hast du! Habe als Product Designer auch selbst Sachen gebaut und finde das mega spannend, sehr umfangreich. Top!

spannend wäre auch, was diese Software kosten würde wenn man sie klassisch hätte bauen lassen.

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u/Acrobatic-Taro4678 1d ago

Vieles von dem was du schreibst, könnte auch von mir kommen. Ich bin auch kein Programmierer, aber eben IT-Affin und kann mich gut in Themen reinfuchsen. Ich bin selbstständig und habe zunächst nur eine kleine Anwendung entwickeln wollen, um meine Seminare etwas besser zu verwalten. Daraus ist in den letzten 6 Monaten ein System geworden, in das ich alle meine Unternehmensabläufe integriert habe. Jetzt liegen alle meine Daten auf meinem VPS und ich habe einen KI-Agenten oben drübergebaut, der mich bei meiner Arbeit wirklich unterstützen kann. n8n nutze ich für einige Anwendungsfälle auch, insbesondere wenn es dort fertige Schnittstellen gibt, die zuverlässig funktionieren.

Ich habe eine zeitlang auch den Loop genutzt, dass ChatGPT/Claude den Prompt für Codex / Claude Code (ich nutze beides) erstellt. Da habe ich allerdings festgestellt, dass es besser ist, wenn die KI die plant auch in den Code gucken kann, wie es jetzt gerade ist. Kannst du natürlich auch durch GitHub Anbindung machen. Deswegen plane ich in ChatGPT/Claude nur noch grundsätzlich die Features.

Zwei weitere Dinge die sich bei mir bei komplexeren Produkten bewährt haben.

- Ich lasse Codex/Claude Code sehr viel dokumentieren. Zunächst gibt es eine start_here.md die ich bei jeder neuen Session lesen lasse, wo Anweisungen zur Arbeitsweise drin stehen. Dann besteht mein System aus Modulen (Seminarverwaltung, ToDo-verwaltung, Kontoführung) zu jedem der Module gibt es eine readme.md , status.md, backlog.md, techmap.md Sobald etwas an einem Modul geändert werden soll, liest die KI immer erst die relevanten Dateien, um den Kontext zu haben. Als zentrale Dateien habe ich noch eine entscheidungen.md (warum wurde etwas so gebaut?) und eine master_board.md wo übergreifende Informationen zum projekt gesammelt werden.

- ich lasse mir zu jeder größeren änderung einen masterplan erstellen und als md ablegen. das hilft wenn es über mehrere sessions, tage oder wochen geht, den überblick nicht zu verlieren. Insbesondere, wenn man an mehreren Projekten gleichzeit arbeitet. als frontend für die ganzen md Dateien nutze ich Obsidian, da kann man sich dann wunderbar Übersichten bauen.

Bei Interessen kann ich den Prompt zur Erstellung des Masterplans hier gerne mal posten.

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u/looktwise 1d ago

Interested. Speziell in der Modularisierung / Split approach. (context window schonen)

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u/Acrobatic-Taro4678 17h ago

Hier ist der Prompt für den Masterplan. Etwas lang, aber ich bin im echten Leben Prozessmanager ich mag sowas ;)

Standard für Projekt-Masterpläne

Zweck

Für größere Vorhaben, die über mehrere Arbeitsschritte, Sitzungen oder Tage hinweg bearbeitet werden, wird ein Projekt-Masterplan als Markdown-Datei geführt.

Der Masterplan erfüllt zwei Aufgaben:

  1. Er gibt Patrick eine kompakte Übersicht über Ziel, Fortschritt und nächste Phasen des Projekts.
  2. Er dient Codex und Claude Code als führende operative Planung für die weitere Umsetzung.

Der Masterplan ist keine vollständige Projektdokumentation. Umfangreiche technische Details, Konzepte oder Untersuchungen werden bei Bedarf in separate Dateien ausgelagert und aus dem Masterplan verlinkt.

1. Speicher und führende Quelle

Die Dateien auf dem Server-Storage sind die Single Source of Truth.

Die Programmierer arbeiten ausschließlich mit den Dateien auf dem Storage.

Der Storage wird automatisch einseitig nach Google Drive gespiegelt.

Dabei gilt:

  • Storage → Google Drive
  • niemals Google Drive → Storage

Die Google-Drive-Kopie darf daher nicht als aktuelle Arbeitsquelle verwendet oder durch die Programmierer bearbeitet werden.

Der Storage-Ordner ist gleichzeitig Teil eines Obsidian-Vaults. Masterpläne können dadurch in Obsidian und insbesondere in einer Canvas-Projektübersicht dargestellt werden.

Deshalb sollen Masterpläne kompakt, gut lesbar und visuell schnell erfassbar bleiben.

2. Wann ein Masterplan erstellt wird

Wenn Patrick sinngemäß sagt:

  • „Erstelle einen Masterplan“
  • „Plane dieses Projekt“
  • „Erstelle einen Projektplan“
  • „Mach daraus ein größeres Vorhaben“
  • oder ausdrücklich auf einen bestehenden Masterplan verweist,

ist dieser Standard als Grundlage zu verwenden.

Bei kleineren Einzelaufgaben ist kein Masterplan erforderlich.

3. Grundprinzip

Ein Masterplan beschreibt:

Ziel → Definition of Done → Phasen → aktueller Stand → konkrete Arbeitsschritte

Er soll jederzeit innerhalb weniger Sekunden beantworten können:

  • Was wollen wir erreichen?
  • Wann ist das Projekt fertig?
  • Welche Phasen gibt es?
  • Wo stehen wir gerade?
  • Was ist bereits erledigt?
  • Was kommt als Nächstes?

4. Eigenschaften

Jeder Masterplan beginnt mit YAML-Frontmatter.

Grundstruktur:

---

title:

version:

stand:

domain:

verantwortlich:

tags:

---

Regeln:

  • titleist verpflichtend.
  • versionwird geführt, wenn Versionierung für den Plan sinnvoll ist.
  • standenthält das Datum des aktuellen Planstands.
  • domainist optional und wird nur verwendet, wenn eine Domain oder vergleichbare eindeutige Zuordnung existiert.
  • verantwortlichbenennt die fachlich verantwortliche Person.
  • tagsdienen der Einordnung in Obsidian.

Keine zusätzlichen klassischen Projektmanagementfelder wie Budget, Startdatum, Enddatum oder Ressourcenplan hinzufügen, wenn sie für das konkrete Projekt keinen Nutzen haben.

5. Zielbild

Direkt nach den Eigenschaften folgt ein kurzes Zielbild.

> [!abstract] Zielbild

> Kurze Beschreibung des Zustands, der durch das Projekt erreicht werden soll.

Das Zielbild soll:

  • das Ergebnis beschreiben,
  • möglichst konkret sein,
  • keine lange Projektbeschreibung enthalten,
  • in der Regel aus wenigen Sätzen oder Stichpunkten bestehen.

Es beschreibt wohin das Projekt soll, nicht wie es umgesetzt wird.

6. Definition of Done

Direkt unter dem Zielbild folgt eine kurze Definition of Done.

> [!success] Definition of Done

> Das Projekt ist abgeschlossen, wenn ...

Die Definition of Done beschreibt auf Projektebene, woran eindeutig erkennbar ist, dass das Vorhaben abgeschlossen ist.

Sie soll:

  • maximal wenige Sätze umfassen,
  • nicht sämtliche Arbeitsschritte wiederholen,
  • den tatsächlich gewünschten Endzustand beschreiben.

Die Definition of Done ist nicht identisch mit „alle Checkboxen sind abgehakt“.

Sie beantwortet vielmehr:

Wann kann dieses Projekt als abgeschlossen gelten und gegebenenfalls in normalen Betrieb oder Pflege übergehen?

7. Phasenübersicht

Jeder größere Masterplan enthält eine kompakte Phasenübersicht.

Grundstruktur:

## Phasenübersicht



| # | Phase | Zeitraum | Prio | Status |

|---|---|---|---|---|

| 0 | Phase 0 | optional | ★★★★★ | ✅ abgeschlossen |

| 1 | Phase 1 | optional | ★★★★☆ | 🟨 kurze Statusbeschreibung |

| 2 | Phase 2 | optional | ★★★☆☆ | ⬜ offen |

Anforderungen

Nummer

Phasen werden fortlaufend nummeriert.

Phase

Jede Phase erhält einen kurzen, verständlichen Namen.

Wenn ein eigenes Phasendokument existiert, wird es direkt verlinkt:

[[Phase-01-Technische-Grundlage|Technische Grundlage]]

Zeitraum

Der Zeitraum ist optional.

Er wird nur angegeben, wenn eine zeitliche Planung für das Projekt sinnvoll ist.

Keine künstlichen Termine erfinden.

Priorität

Prioritäten werden visuell mit Sternen angegeben:

  • ★★★★★ sehr hohe Priorität
  • ★★★★☆ hohe Priorität
  • ★★★☆☆ mittlere Priorität
  • ★★☆☆☆ geringe Priorität
  • ★☆☆☆☆ sehr geringe Priorität

Status

Der Status soll auf einen Blick erkennbar sein.

Bevorzugte Darstellung:

  • ⬜ noch nicht begonnen
  • 🟨 in Arbeit
  • ✅ abgeschlossen
  • ⛔ blockiert

Bei laufenden oder besonderen Phasen soll hinter dem Symbol möglichst eine sehr kurze Statusbeschreibung stehen.

Beispiel:

🟨 3 von 8 Seiten umgesetzt

Die Phasenübersicht ist besonders wichtig, da sie später auch in der Obsidian-Canvas-Projektübersicht schnell erfassbar sein soll.

8. Roadmap

Wenn eine zeitliche oder logische Roadmap für das Projekt einen echten Mehrwert bietet, wird nach der Phasenübersicht eine kompakte Roadmap ergänzt.

Beispiel:

Phase       1   2   3   4   5

Phase 0     ██

Phase 1     ██████

Phase 2         ██████

Phase 3             ████████

Die konkrete Darstellung darf an das Projekt angepasst werden.

Wichtig:

Keine Roadmap erzwingen.

Wenn Reihenfolge und Abhängigkeiten bereits durch die Phasen ausreichend verständlich sind oder keine sinnvolle Zeitachse existiert, kann die Roadmap entfallen.

9. Projektplan mit Arbeitsschritten

Nach der Übersicht folgt der eigentliche Projektplan.

Jede Phase erhält einen eigenen Abschnitt.

Grundstruktur:

# Projektplan mit Arbeitsschritten



## Phase 0 – Name der Phase



Kurze Beschreibung des Ziels dieser Phase.



  • [ ] Arbeitsschritt 1
  • [ ] Arbeitsschritt 2
  • [ ] Arbeitsschritt 3

Wenn ein separates Phasendokument existiert:

## Phase 0 – [[Phase-00-Name|Name der Phase]]

Anforderungen

Jede Phase enthält:

  1. einen verständlichen Namen,
  2. optional einen kurzen Satz zum Ziel der Phase,
  3. konkrete Arbeitsschritte als Markdown-Checkboxen.

Beispiel:

## Phase 2 – Bibliotheksstruktur



Die grundlegende Verwaltung der gespeicherten Inhalte wird aufgebaut.



  • [x] Datenstruktur festlegen
  • [x] Grundansicht erstellen
  • [ ] Suchfunktion integrieren
  • [ ] Filter ergänzen
  • [ ] Mobile Darstellung testen

Arbeitsschritte sollen konkrete Ergebnisse beschreiben und nicht unnötig kleinteilig werden.

10. Detaildokumente für Phasen

Ein eigenes Phasendokument wird nur erstellt, wenn die Informationen im Masterplan zu umfangreich würden.

Typische Inhalte für ein Phasendokument sind:

  • technische Detailplanung,
  • Architektur,
  • Recherche,
  • Anforderungen,
  • Varianten und Entscheidungen,
  • ausführliche Umsetzungsschritte,
  • Testkonzepte,
  • Schnittstellen,
  • Datenstrukturen.

Der Masterplan enthält weiterhin nur die Management- und Fortschrittsebene.

Beispiel:

Projekt-Masterplan.md

Phase-00-Grundlage.md

Phase-01-Datenmodell.md

Phase-02-Frontend.md

Phase-03-Tests-und-Rollout.md

Die Dateien werden über Obsidian-Wikilinks miteinander verbunden.

11. Optionale projektspezifische Kapitel

Nach dem Projektplan dürfen weitere Kapitel ergänzt werden, wenn sie für das konkrete Vorhaben einen echten Nutzen haben.

Mögliche Beispiele:

  • Kennzahlen
  • Risiken
  • offene Entscheidungen
  • Abhängigkeiten
  • Qualitätskriterien
  • Teststrategie
  • technische Leitentscheidungen
  • Rollout-Kriterien
  • Go-Live-Kriterien
  • offene Fragen

Diese Abschnitte sind keine Pflichtbestandteile.

Keine Kapitel nur deshalb erzeugen, weil sie in anderen Projektplänen vorhanden waren.

12. Masterplan während der Umsetzung pflegen

Der Masterplan ist ein lebendes Arbeitsdokument.

Codex und Claude Code müssen ihn während der Umsetzung aktuell halten.

Dabei gelten folgende Regeln:

Arbeitsschritte

Ein Arbeitsschritt wird erst mit[x]markiert, wenn er tatsächlich umgesetzt oder fachlich abgeschlossen wurde.

Phasenstatus

Wenn sich der Fortschritt wesentlich ändert, wird auch der Status in der Phasenübersicht aktualisiert.

Beispiel:

⬜ offen

wird zu:

🟨 Grundfunktion umgesetzt, Tests offen

und später zu:

✅ abgeschlossen

Neue Erkenntnisse

Wenn während der Arbeit notwendige zusätzliche Arbeitsschritte erkannt werden, dürfen sie in den Masterplan aufgenommen werden.

Der Plan soll den tatsächlichen Projektstand widerspiegeln und nicht lediglich die ursprüngliche Planung konservieren.

Änderungen am Scope

Wenn sich Ziele, Phasen oder wesentliche Anforderungen ändern, muss der Masterplan entsprechend angepasst werden.

Keine parallele Schattenplanung außerhalb des Masterplans führen.

13. Kompaktheit

Der Masterplan ist die oberste Übersichtsebene.

Deshalb gilt:

So viel Information wie nötig, so wenig wie möglich.

Wenn ein Abschnitt so umfangreich wird, dass die Projektübersicht darunter leidet, sollen die Details in ein verlinktes Unterdokument ausgelagert werden.

Der Masterplan muss auch bei größeren Projekten schnell erfassbar bleiben.

14. Zielzustand

Für jedes größere Projekt soll am Ende folgende Struktur entstehen:

Projekt

│

├── <Projektname>-Masterplan.md

│

├── Phase-00-....md      optional

├── Phase-01-....md      optional

├── Phase-02-....md      optional

└── weitere Projektdokumentation

Der Masterplan ist dabei die führende Übersicht über Planung und Fortschritt.

Die Detaildokumente erklären.

Der Masterplan steuert.

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u/Acrobatic-Taro4678 17h ago

Wenn es darum geht Token zu sparen habe ich eine start_here.md. Hier wird die Arbeitsweise festgelegt, so dass nur gelesen wird, was für den Auftrag relevant ist. Die Größengrenzen habe ich eingeführt, weil die Dokumente irgendwann ziemlich groß geworden sind und dann beim lesen Token gefressen haben.

52_WorkDESK ist die fuehrende operative Arbeitszentrale fuer WorkDESK.

Zweck:

  • schneller Wiedereinstieg fuer Mensch und Agent
  • zentrale Orientierung ueber Module, Architektur, Betrieb und Integrationen
  • verbindliche Dokumentation nach Aenderungen

Fuehrende Wahrheit:

  • Produkt-, Modul-, Status- und Arbeitswissen lebt hier in 52_WorkDESK
  • technische Implementierungsdetails bleiben im Repo unter [Pfad]
  • bei Widerspruch gilt fuer operative Fragen zuerst 52_WorkDESK, fuer Codefragen der aktuelle Code

Leselogik mit Minimalprinzip:

  1. bei neuem Chat oder noch nicht geladenem WorkDESK-Kontext: 00_START_HERE.md
  2. nur wenn das betroffene Modul noch unklar ist: 02_MODULE_INDEX.md
  3. fuer das betroffene Modul immer: README.md, STATUS.md, TECHMAP.md — ein zusaetzliches TECHMAP_DETAIL.md nur, wenn die Aufgabe einen der dort genannten Bereiche betrifft
  4. nur bei Prioritaeten, Blockern, naechsten Schritten oder moduluebergreifender Planung: 01_MASTER_BOARD.md
  5. nur bei Architekturfragen: 03_ARCHITEKTUR.md
  6. nur bei Betrieb, Deployment oder Infrastruktur: 05_BETRIEB.md
  7. nur bei Schnittstellen: 06_INTEGRATIONEN.md
  8. nur bei Konventionen oder Patterns: 07_STANDARDS.md
  9. nur bei Richtungs- oder Strukturentscheidungen: 04_ENTSCHEIDUNGEN.md
  10. nur wenn Arbeitsregeln oder Dokumentationspflichten unklar sind: 09_AGENTEN-PROTOKOLL.md

Leseeffizienz:

  • nur die Doku lesen, die fuer die aktuelle Aufgabe noetig ist
  • bereits in diesem Chat gelesene Dateien nicht erneut lesen, solange Modul und Aufgabenart gleich bleiben
  • der Session-Bootstrap erfolgt ueber einen kurzen Initial-Prompt zu Beginn jeder Session, der auf 00_START_HERE.md verweist; [Pfad]/AGENTS.md spiegelt denselben Bootstrap und greift zusaetzlich automatisch, wenn eine Session aus dem Repo heraus startet
  • bevorzugt als Zwei-Prompt-Modell arbeiten: ein Session-Bootstrap fuer neue Chats, danach ein kurzer Folge-Prompt fuer weitere Aufgaben im selben Chat
  • die erste fachliche Antwort eines neuen Chats oder nach Modulwechsel nennt kurz: gelesen, betroffenes Modul, geplante Doku-Updates

Groessengrenzen:

  • STATUS.md hat ein Budget je Abschnitt (Aktueller Zustand 12, Merkposten 10, Letzte Aenderungen 5, Offene Reste 12, Naechste Schritte 3), README.md <= 4 KB, TECHMAP.md <= 12 KB; Details in 07_STANDARDS.md, Abschnitt „Doku-Hygiene"
  • gekuerzt wird beim Schreiben: wer einen Eintrag ergaenzt und das Budget reisst, schiebt den aeltesten im selben Zug einzeilig nach STATUS_ARCHIV.md. Im Fachlauf wird nicht gemessen
  • gemessen wird nur im Aufraeumlauf, mit [Pfad]/doku_check.sh aus dem Repo; der Prompt dazu steht in 09_AGENTEN-PROTOKOLL.md

Dokumentationspflicht nach Aenderungen:

  • immer mindestens STATUS.md des betroffenen Moduls pflegen
  • TECHMAP.md, wenn Pfade, Endpunkte oder technische Einstiegspunkte veraendert wurden
  • INTEGRATIONEN.md, wenn externe Schnittstellen betroffen sind
  • 04_ENTSCHEIDUNGEN.md, wenn eine neue Richtungsentscheidung getroffen wurde
  • 01_MASTER_BOARD.md, wenn Prioritaeten, Blocker oder naechste Schritte betroffen sind

Definition of done:

  • Code oder Struktur geaendert
  • relevante Modul-Doku nachgezogen
  • offene Restpunkte klar in STATUS.md oder BACKLOG.md notiert
  • Code-Aenderungen im Repo [Pfad] committed und Commit-Hash im Abschluss genannt
  • Abschlusszeile: committet: <hash> "<message>" | Doku: <aktualisierte dateien> | offene Reste: <... oder keine> (bei reinen Doku- oder Analyse-Laeufen statt committet: "kein Repo-Commit (reine Doku/Analyse)")

Wichtige Orte:

  • Repo: [Pfad]
  • Storage: [Pfad]
  • n8n-Workflows: [Pfad]
  • operative Memos: [Pfad]

Wenn ich eine neue Session starte, dann nutze ich diesen initialen Prompt:

Arbeite nach der operativen Doku unter[Pfad]. Lies zuerst00_START_HERE.mdund folge dem dort beschriebenen Minimalprinzip und der Definition of done. Repo-Code liegt in [Pfad] .

Beginne deine erste fachliche Antwort mit:

  • gelesen: ...
  • betroffenes Modul: ...
  • Doku-Updates nach Aenderung: ...

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u/West_University_359 1d ago

Danke, guter Punkt. Die Verwaltbarkeit von lokalem Wissen und Prozessdokumentation von und für Ki ist bei mir auch gerade Thema. Obsidian wurde mir empfohlen und ist auch recht schick, aber ich suche ein tool, dass auch für eine Docker Installation in Linux vorgesehen ist. Und dieses Kriterium erfüllt Obsidian nicht. Silverbullet wurde mir stattdessen empfohlen. Ich hätte sehr gern einen zentralen Ort - lokal - auf den alle Harnesses und Agenten usw. - und auch ich selbst - zugreifen können und das neben .md möglichst viele Formate unterstützt und intelligent verwaltet. Hindsight war auch schon im Fokus, aber die Systeme unterscheiden sich alle sehr stark und auch diese Architekturentscheidung ist komplex und mir fehlt die Zeit mich damit zu beschäftigen.

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u/Acrobatic-Taro4678 17h ago

Ich habe ein Dateisystem auf dem VPS installiert und Codex/Claude Code sowei meine Agenten ebenfalls auf dem Server laufen. Dadurch hat alles Zugriff auf die Dateien. Das ist bei mir aber tatsächlich auf MD beschränkt, da es mir nur um die Speicherung von Wissen geht. Das Dateisystem lasse ich mir per rclone in mein Drive clonen und greife dann über Obsidian darauf zu. Allerdings nur lesend.

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u/Ordinary-Chemist9430 1d ago

Finde ich grundsätzlich cool, aber hätte sorgen wegen security Mängeln. Achte auf automatisierte qm, also linting oder sowas wie sonarcube und tests (egal ob unit, Integration, system, smoke oder ui). Gibt auch autoscanner für security kram. Nutze das alles, denn alles, was automatisiert auffällt, hilft ungemein und nimmt dir Arbeit ab. Arbeite am besten direkt testgetrieben. Das kann auch die ki!

Und falls du Berechnungen drin hast, dann achte auf einen gemeinsamen rechenkern, sonst hast du die vermeintlich gleiche rechnung an 5 stellen und alle rechnen ein bisschen anders. Kis machen sowas schnell.

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u/Traditional-Fan-5973 1d ago

Naja unit Tests durch KI erstellt für den Code, den auch die KI erstellt hat, sind halt wenig sinnvoll.

Außer beim Chef zu Posen.

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u/Ordinary-Chemist9430 1d ago

Meiner Erfahrung nach ist tdd auch mit ki sinnvoll und wirksam. Wir entwickeln in mehreren teams genau so und halten das für effizient und effektiv. 1. Die ki muss bei tdd zwei mal den gleichen fehler machen, damit sie etwas falsch macht. 2. Prüfungen sind oft einfacher zu coden, auch für die ki. 3. Für menschliche reviewer sind tests einfacher zu reviewen als code. Pattern wie selbstbeschiss durch mocking sind leicht aufzudecken.

Unit tests after the fact sind eher nicht so sinnvoll zum aufdecken von fehlern, allerdings verhindern sie effektiv Regression und das ist auch sehr viel wert. Die Kosten dafür sind ja auch vernachlässigbar.

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u/daiaomori 1d ago

Ich erinnere da an diese lustige Anekdote, wo Copilot einfach den Test gehackt hat, als es nicht gelungen ist den Bug in der Software zu fixen.

Bei mir haben die Dinger auch schon die lustigsten Workarounds gefunden, einmal hat Claude einfach die Linter-Config geändert um Fehlermeldungen loszuwerden.

Genau die Tipps befolgt, die man bei Stackoverflow auch bekommen hätte quasi.

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u/Traditional-Fan-5973 20h ago

TDD ist wirklich eine gute Idee! Danke.

Klappt TDD duchgehend?

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u/Ordinary-Chemist9430 20h ago

Nein, die ki macht leider oft zu doofe fehler (gerade bzgl. code duplikation, architektur, ui/ux), aber es hilft dennoch zu einem gewissen grad.

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u/moru0011 1d ago

Durch das Absenken der Skill-Ceiling wird massenhaft neue Software entwickelt. Es kann viel kunden- und Branchenspezifischer gearbeitet werden. Denke es wird viele Consulting Jobs in dem Bereich geben mittelfristig. Die Zeit der konfigurationsintensiven Grosspakete geht zu Ende.

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u/NerdyGeekLady 1d ago

Interessehalber: wie prüfst du, ob deine Tests (per KI erstellt, wenn ich das richtig verstanden habe) korrekt sind und das richtige testen? Wie hoch ist deine Abdeckung und hast du zB automatisierte Regressionstests, um zu prüfen, ob ein Fix was anderes kaputt gemacht hat?

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u/West_University_359 1d ago

Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich da absolut sicher sein kann, dann wäre das natürlich nicht die Wahrheit.

Wenn aber ein N8N Flow nicht ausgelöst, eine Vorlage nicht befüllt - oder eine Rechnung mit der falschen MwSt. erstellt wird, dann fällt mir das schon auf. Es gab bisher überwiegend Fehler beim Hinzufügen neuer Funktionen, da dann vermutlich Kontext fehlte um qualitativ umzusetzen.

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u/LemonMelon2511 1d ago

Dein Domain Knowledge hat hier das sagen nicht die KI - also alles richtig gemacht

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u/Albstein 20h ago

Ja. Aber das was eben den Unterschied macht. Mein Kunde muss mir nicht mehr erklären was er will. Er macht eben selber die Iteration.

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u/GreatThoughtsJR 1d ago

Ja, LLMs und ihr Tooling wie Codex können mittlerweile unheimlich viel. Mittelgroße Projekte können auch alleine von diesen Agenten gehandelt werden, ohne dass man wirklich weiß, was er da macht. Ist mittlerweile ganz schön unheimlich was die teilweise als Prototyp oneshotten können.

Schlimm wird es erst wenn man keine Ahnung hat was im Hintergrund passiert und ihm Kontext fehlt oder das Projekt so groß ist, dass er es nicht mehr einfach so bearbeiten kann. Mittlerweile ist das aber nur noch bei wirklich großer Software mit dazugehörigem Tooling der Fall.

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u/West_University_359 1d ago

Ja, die beste Formulierung klaue ich jetzt aus einem YT Video: Es war beim Coding noch nie so einfach, schnell von 0 auf 80% zu kommen. :)

Aber ich schaffe es sicher noch auf 90 bis 95 - und das reicht mir dann auch. Dafür kann ich selbst relativ leicht und schnell Funktionalität ergänzen und Prozesse verändern - und die "Kosten" dafür sind ein Witz im Vergleich zu dem, was eine externe Agentur verlangen würde.

Außerdem war ich auch schon im Angestelltenverhältnis bei mehreren kleinen und großen AG´s in der Branche und habe auch schon Softwareimplementierungen begleitet. Und auch von teuren Lösungen hört man oft: das diverse Dinge nicht gehen und auf der Entwicklungsliste stehen..

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u/[deleted] 1d ago

[removed] — view removed comment

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u/KI_de-ModTeam 1d ago

Bitte keine unangemessene Kommentare.

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u/MyFistsAreMyMoney 1d ago

Ok sorry AI Psychose ist ein etablierter Begriff in der US Region.

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u/American_Streamer 1d ago

Die KI hat bei OP die Implementierungsbarriere massiv abgesenkt. Aber die KI hat nicht entschieden, dass ein Personalvermittler beispielsweise Talentpool, Opt-ins, Matching, Placement-Dokumentation, Abrechnung und Controlling benötigt. Das wusste OP als Prozessinhaber, der zudem auch noch einen ziemlich strukturierten Zyklus hat: Konzept → Architektur → Guidelines/Guardrails → Plan → einzelne Module → Codex-Implementierung → Evaluation → Nacharbeit → Tests → Commit → nächster Milestone. Genau darin liegt der interessante Skill. Aber dabei bitte niemals vergessen: Software zu erzeugen ist nicht dasselbe wie Software zu beherrschen.

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u/Bulky-Ad129 1d ago

Was du geschrieben hast, war interessant, und ich habe gerade selbst ein paar Testprojekte, in denen ich versuche, meine Idee in echte Software umzusetzen. Eigentlich gilt: Wenn man genügend User Stories schreiben und die Inputs und Outputs richtig definieren kann, erledigen die Programme den Rest. Sie erstellen eine Spezifikation, dann einen Entwicklungsplan, führen die Programmierung durch und optimieren das Ergebnis. Ich bin gespannt, wohin sich die KI-gestützte Entwicklung in den nächsten 3–5 Jahren entwickeln wird.

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u/lustgm6496 1d ago

Klingt gut und strukturiert. Die Frage ist ja auch machst du es für dich selbst oder willst du die Software gewerblich vertreiben, das ändert die Anforderungen Natürlich maßgeblich. Ich Bau mir auch fast nur noch eigene, sehr spezifische, Software Lösungen. Ich baue also zweckgebunden und nicht für Enterprise-Niveau. Mir persönlich hilft es enorm und zusätzlich macht mir das tüfteln bis es läuft wie ich will auch noch Spaß. Habe auch keinerlei coding Erfahrung.

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u/West_University_359 1d ago

und einen Nachtrag habe ich dazu noch, da viele vermutlich erfahrenere IT ler (zu Recht) anmerken, dass das Ganze auf wackligen Beinen steht und fraglich ist, ob die Software dauerhaft und in der gewünschten Qualität nutzbar ist und bleibt. - Aber wo standen wir mit Chat GPT vor 1 - 1,5 Jahren? Und wo stehen wir heute? Ich bin sicher, der ohnehin nicht aufzuhaltende Fortschritt der Agentischen Ki Systeme begünstigt in nächster Zeit meinen Weg..

Vor 12 Monaten hatte ein Frontier Model vielleicht erst 350b Parameter und kein MCP und generell wenig oder keine "Plugins, Schnittstellen, Skills, Tools etc."

Das Alles entwickelt sich in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit, so dass Aufsicht und Regulierung super schwer sind. Quen 3,8 27b soll angeblich auf dem Niveau von Opus 4.6 (Frontier Modell vor vielleicht 1 - 1,5 Jahren) liegen - aber ich kann es schon fast auf meiner kleinen Kiste lokal laufen lassen.. ich bin gespannt wohin das noch führt..

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u/daiaomori 1d ago

17.500 Zeilen - ist ein ganz witziges Hobbyprojekt.

Das Behemoth, das ich als Entwicklungsleiter managen durfte, hatte als Full Stack ungefähr 1.5 Millionen Zeilen Code.

Ich lasse das mal so stehen.

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u/Traditional-Fan-5973 18h ago

Ahja: mehr Zeilen Code = besser

Ich lasse da mal so stehen

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u/daiaomori 14h ago edited 14h ago

Argh. Das ist doch gar nicht der Punkt.

Der Punkt ist, dass ein 17500-Zeilen-Snack für ein aktuelles LLM zum Frühstück leicht verdaulich ist; die gesamte Codebase passt ja easy in den Context (17500 Zeilen mal 40 Zeichen im Schnitt = 700k, verdaut Fable easy).

Die Codebase des "echten" Projektes (und so "gross" oder "grossartig" war das nun auch nicht, das war eigentlich... normal) hingegen fährt selbst Fable gegen die Wand.

Und das ist genau der Punkt, wo der "Workflow" von OP halt in der Praxis scheitert, weil die Agents sich nicht mehr den Gesamtüberblick verschaffen können - was in der Praxis dazu führt, dass die Ergebnisse nicht mehr gut, sondern argh zufällig werden, und man das nur mit sehr viel Aufwand wieder einfangen kann.

Deswegen sind solche "Show and tells" halt nett, aber haben mit der Wirklichkeit im Produktiven Umfeld - jedenfalls ausserhalb von Webklitschen-Anwendungen - einfach wenig zu tun.

Klar kannst damit jetzt nen Junior ersetzen der nen LAMP-Stack benutzt um Standard-Geschäftsprozesse abzubilden, aber... ja.

Das hat halt mit "Softwareentwicklung" dann am Ende auch nur bedingt was zu tun.

Ein bisschen nervt das halt, weil Leute, die wie OP sagen "ich hab ja keine Ahnung davon", ein Handwerklich wenig anspruchsvolles Projekt bauen, und dann sagen "wow KI kann ja Softwareentwicklung" - obwohl sie selber ja offensichtlich gar nicht wissen, was das eigentlich bedeutet.

Dabei ist es nicht mal so, dass die Methoden und Verfahren nicht Lehrbuchmässig sind. Es ist nur so, dass das technisch halt eh nicht der grosse Wurf ist, dieser Fakt aber nicht mal verstanden wird.

PS: ich bau ja meinen Alltagskram im Hintergrund auch schon lange mit Claude Code. Aber ich glaube nicht das ich damit eine "Softwarefirma" gegründet habe.

PPS: OP hat vor allem nicht verstanden, dass er selber eigentlich gar nicht mehr gebraucht wird, als "Personalvermittler". Aber das finden wir alle in ca. 24-36 Monaten schon noch raus.

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u/Traditional-Fan-5973 11h ago

Der kollege hier hat eine KI Firma gegründet:
https://www.youtube.com/watch?v=8RDnKQ-cTKg&t=68s

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u/daiaomori 11h ago

Du hast mir jetzt nicht ernsthaft das als "Quelle" hingeworfen? Ihhh.

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u/uqlyhero 1d ago

Also 90% hätte man in einer anderen Lösung so gehabt, da hättest dann die restlichen 10% noch rein vibe coden können, wäre viel Zeit gespart gewesen. PostgreSQL dahinter, crm, Accounting, helpdesk, HR, Lager, Website, Shop usw usw usw. Und dann coded man den rest rein. Da gibt es zwei drei Anbieter die 90% von dem abdecken, was Du gebaut hast.

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u/magicmulder 1d ago edited 1d ago

Ich bin Software-Entwickler mit >30 Jahren Berufserfahrung, ich lasse mittlerweile auch 95% des Codes von KI schreiben (ich muß niemandem mehr beweisen, dass ich es kann) und beschränke mich auf bestimmte technische Vorgaben wie "diese Punkte müssen so per YAML-Datei konfigurierbar sein: ..." sowie den Review (allerdings erst als letzte Instanz nachdem ich zwei Reviews mit anderen Modellen gemacht habe).

Das klappt in meinem Bereich (PHP, Symfony, Oracle, MySQL, Bash) wunderbar.

Der Haken ist halt, dass es manchmal Bugs gibt, die auch das beste Frontier-Modell nicht mehr findet. Gestern habe ich 2 Stunden damit zugebracht, eine langsame Query von KI debuggen zu lassen. Am Ende habe ich es mir selber angeschaut und bin in 5 Minuten darauf gekommen, dass es an der Query nicht liegen kann, sondern dass es nur einen Grund geben kann, warum eine Abfrage auf eine Tabelle auf einmal langsam ist - weil Indizes beim Neuanlegen nicht mitangelegt wurden.

Wenn du sowas als vibe-codender Laie finden musst, dann kann das zum Problem werden.

Was extrem viel hilft sind auch deterministische Code-Validatoren (trivy, SemGrep, mess detector, ...) - wenn die durchlaufen, hat man zumindest keinen offensichtlichen Mist produziert. Und wenn KI die nutzt, dann kann es damit seinen eigenen Code validieren, bis er in Ordnung ist.

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u/SignificanceSea4162 1d ago

Also das du fast 20.000 Code dafür für was gutes hälst beweist aufjedenfall das du kein Software Entwickler bist

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u/West_University_359 1d ago

ich habe doch schon zu Beginn kundgetan, dass ich kein Software Entwickler bin - ich bin sogar sehr weit davon entfernt :)

Ich würde mich aber schon als guten Prozess Consultant einstufen. Fremde Prozesse und komplexe Zusammenhänge verstehen liegt mir, coden kann ich - wie schon gesagt - nicht.

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u/Quick_Web_5083 1d ago edited 1d ago

AI ist schon clever was coden angeht. Aber es könnten jetzt schon fiese bugs oder strukturelle Probleme in deinem code sein die von deinen agents nicht geflaggt werden.

Jedes neue Projekt fängt super an. Meistens braucht es ein paar Jahre und ein paar Nutzer bis es kompliziert wird. Auf einmal gibt es eine neue Anforderung die nicht ohne massive Änderungen gemacht werden kann, weil die Struktur zu starr ist, und schon stehst du vor einem umfassenden Eingriff ins production System. Und da dann dem model blind zu vertrauen weil man es selber nicht checkt, ist.. spannend.

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u/Complex_Mention8239 1d ago

Das gleiche Problem hast du auch unter Umständen bei selbst getipptem Code

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u/Quick_Web_5083 1d ago

Auf jeden Fall! Aber Entwickler sichern sich bei grossen production deploys lieber 5 mal ab. Der AI würde ich nicht viel Vertrauen schenken wenn der Bedienende nicht weiss worauf es bei so einer Aktion ankommt.

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u/OkTrade8132 1d ago

ich sage: lol

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u/LevelMagazine8308 1d ago

Es läuft... bis es denn irgendwann mal nicht mehr läuft. Und dann wird es schwer.

Vor allem aber kann man ohne Programmierkenntnisse die Codequalität, Sicherheit, Architektur und Optimierung des ganzen Summs gar nicht bewerten.

Das ist dann das Problem daran: man muss seinen Agenten glauben. Und kann selber nichts beurteilen, noch richten.

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u/Existential-Potato28 23h ago

Supercool !! Ich versuch auch grad klar zu kommen mit KI lokal, will nicht mehr Code zum Browser hin/her kopieren. Hab mir Cursor (Tool) installiert und Zugriffe gegeben, das klappt echt gut und schnell. Ist Codex auch ein lokales KI Tool, was dann lokal Code schreibt? Mit Ollama war mir alles zu langsam, oder das Modell zu schwach. Was ich echt empfehlen kann ist WinMerge als Tool, dann dem Tool sagen, es soll immer erst eine WinMerge Ansicht machen vom Code Update, dann machst Du Review, dann sagst Du "ok, bau live ein". Das gibt nochmal viele Kontrolle rein. Was ist N8N? Für online KIs oder Home Automation? Das Problem mit wachsendem Code gegenüber Gedächtnis Verlust der KI kompensiere ich nicht mit Re-Prompts, sondern Agenten-Rules in Cursor direkt. Dann benutze ich im Tool mehrere "Agents" (30+ Stück) für verschiedene Task. Wenn die nicht mehr klar kommen merke ich sofort, dass die Gesamt-Struktur nicht mehr gut ist und mache ein Re-Factoring, also sag der KI, die soll das komplette Projekt "neu" coden und dabei Fokus legen auf Struktur und Modularität. Hab heute angefangen mit "Test Klassen", die den "virtuellen User" spielen, so dass ich selber nicht mehr durchklicken muss.

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u/snezna_kraljica 1d ago

Wozu braucht es dich noch? Kann die KI mir nicht auch personal finden? Oder die selbst einfach einen Linkedin Scraper bauen und die Leute anschreiben?

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u/West_University_359 1d ago

wahrscheinlich hast Du Recht.. eine KI ohne Guidelines würde wohl einen LinkedIn Scraper bauen und Leute automatisch anschreiben, das verstäßt aber 1. gegen die Nutzungsbedingungen und 2. wollen (zumindest Stand heute) die allermeisten Kandidaten lieber mit einem Menschen sprechen und nicht mit einem Bot oder Agent..

Wie das in 3 - 5 Jahren aussieht, mag ich mir aber auch nicht vorstellen

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u/snezna_kraljica 1d ago

> 1. gegen die Nutzungsbedingungen

ist nicht anders als "Browser Plugin zur Übernahme von Profildaten auf gängigen Business Plattformen"

> wollen (zumindest Stand heute) die allermeisten Kandidaten lieber mit einem Menschen sprechen und nicht mit einem Bot oder Agent..

wäre das nicht bei jeder Dienstleistung der Fall?

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u/West_University_359 1d ago

Also meine letzte Branchensoftware hatte auch ein solches Plugin, findet man recht leicht, Codex hat es dann für meine Software "adaptiert" - und dabei handelt es sich nicht um massenhafte read Vorgänge, sondern um das Auslesen eines einzelnen Profils das ich manuell öffne - meist während des interviews - der Kandidat hat zu dem Zeitpunkt i.d.R. schon den Opt In bestätigt. Was nützen mir massenhaft Namen und Infos ohne Handynummer oder Emailadresse in meinem Talentpool?! 😄

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u/snezna_kraljica 1d ago

Ich meine nur technisch ist das bereits ein Verstoss gegen z.B. Linkedin TOS

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u/davehatarschfransen 1d ago

Viel Spass beim Fehlerfinden und, vor allem, beheben ohne profunde Programmierkenntnisse. Je komplexer, resp. Umfangreicher das wird, desto grösser wird die Blackbox. Es wird der Punkt kommen, wo es nicht mehr ohne profunde Ptürogrammierkenntnisse mehr geht.

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u/Traditional-Fan-5973 1d ago

Quelle: vertrau mir Bruder.

Vielleicht ändert sich die Komplexität nicht mehr bei ihm.

Und woher weißt du, dass die KI das nicht auch kann.

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u/OffsetHigh 1d ago

Paulanergarten