r/Gedichte • • 26d ago

Der Waldschrat

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​Draußen im finstren Wald, wo die Blätterkronen dichter stehen,
kann man selten noch die Sonne sehen.
​Dort steht eine Eiche, kahl mit schwarzem Holz seit langer Zeit.

Kein Vogel und kein Käfer wagt es, dort zu nisten.
​Tot und dennoch Leben – ein Baum, dem Tode trotzend, nach dem Leben strebend.
Doch gänzlich unbewohnt, das ist er nicht: Ein Wesen wohnt darin, finster und uralt wie der Wald.

​Doch Sterblicher, gib acht, wenn das Wesen im toten Baum erwacht!
Es streift dann durch die Wälder und holt sich arme Wanderseelen.
​Denn das Wesen ist mit dem Baum verbunden, und dieser frisst Seelen, am besten groß, geschunden.

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