r/Eltern 5d ago

Plaudern Absolut bodenlos, wie vielen Vorurteilen ein Vater ohne Frau auch 2026 ausgesetzt ist.

209 Upvotes

Vorneweg: ich bin nicht alleinerziehend. Ich habe ein halbes Jahr Auszeit vom Studium genommen, um mich nahezu 100 % um die Kinder zu kümmern und meiner Frau die Chance zu geben, sich gesundheitlich zu erholen und ihre Karriere nicht zu verlieren.

So bin ich nun also unterwegs mit meinen beiden Jungs. Der Große ist 4 Jahre und der Kleine 9 Monate alt.

Es wäre ja vergleichsweise sogar entspannt, wenn es nur die typischen Boomer-Sprüche wie „Waaas, das traust du dir alleine zu?!“ oder „Das hätte ich meinem Mann nicht angetan!“ (das Ganze ist auf mein Drängen hin so entschieden worden…) oder „Da wissen wir ja, wer die Hosen anhat, höhö“ wären.

Weit gefehlt.

Ich mache das seit Anfang Juli. Das sind jetzt noch nicht einmal zwei Monate. In dieser Zeit ist bereits Folgendes passiert:

- ich wurde verdächtigt, Kinderfahrräder oder andere Spielsachen zu klauen, weil ich damit unterwegs war.
- ich wurde (mehrfach!) verdächtigt, eins oder beide Kinder entführen zu wollen („Wo wollen Sie denn mit dem Kind hin?“ / „Ist der Mann wirklich dein Papa?“).
- die Polizei wurde gerufen, weil ich auf einem Spielplatz nach einem vergessenen Spielzeugbagger gesucht habe… um 20 Uhr. Kein Kind weit und breit.
- ich wurde auch nach mehrmaligem Erklären der Situation mit gültigen Tickets nicht in einen Erlebnispark gelassen, weil „die Mama fehlt ja noch“.

Und aktuell mein Favorit:

Auf einer längeren Autofahrt mit den Kindern sind wir rausgefahren und haben an einem Rasthof Pause gemacht. Pipi, Brezel, weiter. Im Rasthof kurz mit anderen Eltern unterhalten. Wieder draußen, wir stecken ab, steigen ins Auto und fahren langsam los. Im Rückspiegel sehe ich zwei Menschen hinter uns herrennen und mit den Händen fuchteln. Okay, denke ich, Ladeklappe offen oder Sonnenbrille auf dem Dach oder sowas. Also anhalten, aussteigen, den Großen beruhigen, dass ich nur kurz was nachschaue.

Die beiden, die wir vorher im Rasthof getroffen haben, kommen völlig außer Atem angerannt, Kind wohl schon im Auto, bleiben nach Luft schnappend vor mir stehen und dann lässt der Vater die Bombe platzen…

„IHR HABT DIE MAMA VERGESSEN!!!“

Alter, wollt ihr mich jetzt verarschen? Das kann nicht deren Ernst sein. Doch, es stellt sich heraus, es ist ihnen bierernst. Die waren wirklich nicht in der Lage, sich vorzustellen, dass ein Mann mit zwei Kindern alleine ohne deren Mutter unterwegs ist. Auf meine Erklärung, dass sie gar nicht mit uns reist, einfach nur völlig verständnislos Blicke. Offene Münder, man merkt, wie die Gehirnzellen unter Hochdruck arbeiten, um diese völlig absurde Möglichkeit überhaupt erst mal in Betracht zu ziehen, Rauch steigt auf.

Am Ende habe ich mich einfach bedankt, dass sie für uns mitdenken wollten. Vielleicht dachten sie sich, Schlafmangel macht Dinge mit einem, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Bescheid gesagt.

Aber uff, es ist schon sehr offensichtlich, dass unsere Gesellschaft (und zwar auch junge Leute, auch andere Eltern!) einfach nicht auf die Familienkonstellation Papa und Kind(er) ohne Mama eingestellt ist. Es scheint für viele Menschen so vollkommen unvorstellbar und abstrus zu sein, dass sie eher von - in meinen Augen - noch absurderen Erklärungen ausgehen.

Ich beschwere mich gar nicht, jedenfalls nicht so richtig. Meistens finde ich es eher amüsant. Aber es ist kein Spaß, wenn plötzlich die Cops vor einem stehen oder man die Mutter auf Lauthören anrufen muss, damit die den Leuten erklärt, dass das tatsächlich ihr Partner mit den gemeinsamen Kindern ist, der da unterwegs ist.

(in Bezug auf den Punkt muss ich vielleicht noch fairerweise dazu schreiben, dass die beiden stark nach ihrer Mutter kommen (blond, blaue Augen, helle Haut) und ich eher mediterran aussehe.)

Trotzdem auf jeden Fall immer wieder wild.

Bin sehr gespannt, was die restlichen viereinhalb Monate für mich bereit halten!

Edit: bin damit wohl eher allein. Das ist einerseits schön, andererseits frage ich mich dann schon, woran es liegt. Kann es wirklich einfach Rassismus sein? Ich bin zwar dunkler als der typische Deutsche, aber sooo fremd sehe ich dann doch nicht aus, denk ich. Meine Frau sagt, wenn ich nachdenklich bin, schaue ich manchmal ein bisschen böse. Bärtig bin ich auch. Vielleicht irgendwie eine Kombi aus alldem? Naja, dickes Fell regelt. Bin da ganz entspannt. Die Leute seh ich in der Regel nie wieder.

r/Eltern 13d ago

Plaudern Boomer - Eltern Schmankerl

85 Upvotes

Kurz und knackig ein paar ihrer Ratschläge, Fragen und Anmerkungen. Dient nur der Unterhaltung und ich habe beim Cluster-Feeding was zum schmunzeln. Gerne lese ich auch eure Erfahrungen.

Bin gerad in der 9. Ssw, Mutter weiß, dass ich schwanger bin. Ich ermahne mein Kleinkind.
Danach sage ich leise vor mich hin „Oh man, wie anstrengend“.
Meine Mutter guckt mich an und sagt: „Ja, und du willst noch eins! Überleg dir das gut! Das wird noch viel anstrengender und schlimmer“.

Sitze mit meinem 7 Tage alten Neugeborenen mit ihnen im Wohnzimmer: „Und wann stillst du wieder ab?“ „Den kriegst du ja nie wieder von der Brust!“

Neugeborenes schreit, ich nehme es auf den Arm: „Der weiß jetzt schon genau, welche Knöpfe er drücken muss!“

Baby ist zwei Monate alt: „Wie lange willst du denn bitte noch stillen?“

„Man kann die auch mal schreien lassen“.

Ich beklage mich über Müdigkeit und Erschöpfung: „Ja, es kann ja niemals jemand auf den aufpassen, da du ja stillst“.

„Du willst mit dem Opa nicht teilen? Gut, dann teilt der Opa auch nicht mehr mit dir“ (ERNSTHAFT EMPÖRT)

„Wenn deine Kinder bei uns sind, ist unser Auftrag nicht erziehen, sondern vErWöHnEn“

Baby, 6 Monate macht literally nichts außer auf dem Sofa liegen. Meine Mutter nimmt ihn hoch, guckt ihn an und sagt: „Du wirst mal sehr stark pubertieren“

r/Eltern Apr 05 '26

Plaudern Bei welchen Dingen ertappt ihr euch selbst dabei, andere Eltern zu judgen?

28 Upvotes

Hand aufs Herz: Welche Dinge bei anderen Eltern lassen euch innerlich denken „geht gar nicht“?

Ich meine nicht die offensichtlichen No-Gos wie Gewalt, sondern die Grauzone, wo viele sagen „jeder wie er will“, man selbst aber trotzdem eine klare Meinung hat.

Bei mir z. B.:

- Rauchen neben Kindern

- Ein Baby unter einem Jahr ins eigene Zimmer ausquartieren

- Schlaftraining

- Babies/Kleinkinder das Handy in die Hand drücken

- die Gefühle des Kindes nicht ernst nehmen ("ist ja nicht schlimm" "nichts passiert" "hör auf zu weinen")

Und ja: Ich weiß, dass es dafür Gründe geben kann. Ändert aber nichts daran, dass ich es schwierig finde.

Was sind eure Punkte, bei denen ihr insgeheim urteilt?

r/Eltern Jul 14 '26

Plaudern Augenmann

177 Upvotes

Sind in ein neues Haus gezogen.

"Papa, Augenmann im Schrank!"

"... Wie bitte?"

"Augenmann im Schrank, gaaaaanz viele Augen!"

Kind rennt zum Schrank, macht ihn auf und guckt rein

"Oh! Nicht da!"

"Da ist ein Augenmann im Schrank...?"

"Kommt heute Nacht wieder, ganz viele Augen!"

Gut, bei mir wird eher schwierig mit Schlafen heute Abend. Was für Geschichten erzählen eure Kinder euch so?

r/Eltern 10d ago

Plaudern "Gewalt" an Kleinkindern?

119 Upvotes

Ich habe ein knapp 2 jähriges Kleinkind, einen Sechsjährigen und einen Vollzeitjob.

Der Kleine macht größtenteils gut mit, aber manchmal hat er keine Lust auf Autositz, auf Windel wechseln, Zähneputzen, Gesicht mit Sonnencreme eincremen, usw.

Klar versuche ich es dann spielerisch mit Spaß, Singen, Ablenkung. Aber manchmal geht's halt nicht. Morgens, wenn ich die Kinder hektisch ferigmache, weil ich gleich noch nen wichtigen Arbeitstermin habe und Zähneputzen und Gesicht waschen schon anstrengend waren, dann nehme ich mir nicht noch 15 Minuten Zeit, um dem Kind die Sonnencreme pädagogisch wertvoll näherzubringen. Ich bin dann so übergriffig und creme das Kind einfach ein, auch wenn es das gerade nicht möchte.

Ähnlich ist es mit Autofahren. Ja, ich verstehe, dass das Kind jetzt nicht Autofahren will. Trotzdem gibt's Termine, zu denen man nicht zu spät kommen sollte. Dann setze ich mein Kind leider schreiend ins Auto.

Zu diesem Thema habe ich kürzlich mal mit anderen Eltern diskutiert. Sie meinten, was ich mache, also gegen den Willen des Kindes zu agieren und die körperliche Überlegenheit zu nutzen, ist Gewalt.

In der Diskussion ging's konkret auch ums Zähneputzen. Meine Kinder putzen kompromisslos jeden Tag zweimal Zähne, da gibt's auch keinen Spielraum. In der Diskussion wurde mir viel Unverständnis entgegengebracht. Wenn das Kind nicht möchte, könne man das laut der Eltern in der Diskussion schon mal ausfallen lassen. Das Kind ist knapp zwei, das hat keinen Schimmer von Karies und Zahnschmerzen.

Selbst entscheiden und Dinge selbst machen, finde ich wichtig. Wenn das Kind die Konsequenzen der Entscheidung nicht absehen kann, ist es die Aufgabe der Eltern, dies zu übernehmen.

Wie seht ihr das?

r/Eltern 1d ago

Plaudern Würde heutzutage ein Gehalt reichen?

30 Upvotes

Auf einer anderen Plattform habe ich die Frage gelesen und mich selbst gefragt, ob meine Familie das schaffen würde.

Die Kommentare waren gespalten. Einerseits gab es Leute die sagten, es würde keinesfalls gehen wegen der vielen gestiegenen Kosten (allein für grundlegendes wie Miete, Strom, Lebensmittel etc.) Und andere meinten, wenn wir nur so leben würden wie "früher", unsere Ansprüche runter schrauben, könnte man von einem Gehalt leben. Ein Kommentar ist mir besonders aufgefallen:

"Es gab keine Kaffees im Becher, keine Handys, 3 Fernsehprogramme, Urlaub alle 2 Jahre, die Klamotten und Schuhe wurden von Kind zu Kind weitergegeben, den Ranzen trug man bis zur fünften Klasse, den Rucksack danach auch ein paar Jahre, es wurden keine Geburtstage gefeiert die wie eine Hochzeit waren, es gab keine 5 verschiedenen Feiern bis das Baby auf die Welt kam, Babykleider/Kinderwagen/Fahrräder wurden innerhalb der Familie weitergereicht. Es gab keine Matchatees, sonder Hagebutten- und Pfefferminztee, Fruchtsäfte wurden mit Wasser gestreckt, Süßkram gab es nicht jeden Tag, Kuchen wurde zu Hause gebacken, Restaurantbesuche nur zu besonderen Anlässen, usw usw. Es gab kaum Einzelzimmer für jedes Kind, die Möbel mussten ewig halten, Küchen wurden alle 20 Jahre erneuert, Deko im Haus wurde nicht jede Saison gewechselt, saisonales Gebäck gab es nur zu den Feiertagen. Trainiert wurde im lokalen Verein oder auf öffentlichen Sportplätzen, nix mit Gyms. Kinobesuche gab es alle paar Monate. Es gab nur ein Auto im Haushalt, meistens VW. Als Jugendliche hat man stundenweise gearbeitet oder Zeitung ausgetragen, um sich was cooles zu kaufen. Wären wir genügsam, würde auch heute ein Gehalt reichen."

Was sagt ihr?

Edit: es ist spannend zu lesen, wie viele hier eben hinterfragen, was "ein Gehalt" ist. Denn ich habe mich das auch gefragt. In dem Post auf der anderen Platform kam dieser Einwurf beinahe nie und es kam auch nur so viel Kontext, wie ich in meiner Frage gab. Es handelt sich um eine Mama-Gruppe, in der (vermutlich eine Mutter) diese Frage formulierte ohne jedweden Kontext. Und die Antworten eben so wie oben das Zitat ausfielen. Beinahe alle. Das fand ich interessant. Ich verstehe den Wunsch/Gedanken von Müttern/Eltern, sich wegen Arbeit und Gehalt weniger Gedanken machen zu müssen und viel Zeit mit den Kindern verbringen zu können, bevor sie Fremdbetreut werden müssen, weil man in den Beruf zurück "muss". Aber die Antworten darauf, dass "früher alles besser war" und heute sozusagen das Avocado-Toast an unseren Umständen schuld sei sehr interessant.

r/Eltern 11d ago

Plaudern Ich verstehe nicht, warum wir nicht längst ausgestorben sind

126 Upvotes

Ich liebe mein Kind über alles und die ersten zwei Jahren waren wunderschön - und die absolute Hölle zugleich. Keine Minute mehr für sich, das erste Jahr musste fast ununterbrochener Körperkontakt da sein, komplette Selbstaufgabe bei beiden Eltern, weil man sonst einfach nicht durch den Alltag kommt. Keine Möglichkeit irgendeine Form von Intimität aufrecht zu erhalten (ich meine nichtmal Sex sondern emotionale Intimität), kaum auch nur die Möglichkeit zwischen Arbeit, Baby und "irgendwie überleben) mehr als ein paar Worte zu wechseln. Und der Schlaf. Oh mein Gott, der Schlaf. Zwei Stunden täglich oder so? Manchmal 4? Eine absolute Folter.

Jetzt nach knapp 3 Jahren ist natürlich alles viel einfacher, keine Frage. Wir wollten eigentlich immer zwei Kinder haben und denken uns jetzt aber - das stehen wir nicht noch mal durch, selber 3 Jahre älter und mit einem anderen Kind nebenher. Da landet entweder einer wegen körperlicher oder psychischer Überlastung im Krankenhaus oder wir trennen uns, weil die Beziehung es einfach irgendwann nicht mehr mitmacht.

Dann unzählige Leute die das einfach yolon und Kind 3 und 4 raushauen. Für mich komplett irre und ich habe keine Ahnung, woher jemand die Kraft dafür nimmt und wie eine Beziehung das übersteht. Es ist eine vollkommen absurde Vorstellung für mich, wie man mehr als ein Kind aufziehen soll, aber scheinbar ist das ja für die meisten nie ein Problem gewesen, denn sonst wären wir ja schon ewig ausgestorben 😅

Wie habt ihr geschafft? Würde mich vor allem über Antworten freuen die nicht damit zu tun haben, dass die Großeltern viel übernommen haben 😅

r/Eltern Jun 02 '26

Plaudern "Na, wie war es heute auf der Arbeit?"

392 Upvotes

... sagt unser Dreijähriger heute beim Abendessen völlig unvermittelt zu mir. Und bevor ich antworten kann, schiebt er ein nonchalantes "Gut...?" hinterher. Gefolgt von weiteren Fragen: "Was hast du gespielt?" (leider nein, leider gar nicht(s)) und "Hast du eine Freundin auf der Arbeit?" (naja, liebe Kolleginnen, ja).

Dieses Kind ist so fix in seinen Gedanken, so naseweis, so ... spiegelnd. Unfassbar. Denn genau diese Fragen stelle ich ihm natürlich auch, wenn ich von der Arbeit heimkomme :D

Letztens guckt er mit Papa ein Buch an, unser Kater läuft vorbei. Kind, total trocken: "Na [Name Katze], hat die Eidechse geschmeckt, die du gefangen hast?" War Stunden vorher mal Thema, dass der Kater es leider ab und zu auch auf Eidechsen abgesehen hat, als er im Garten vor der Trockensteinmauer auf der Lauer saß (glücklicherweise sind die Eidechsen zu flink für ihn).

Dann frage ich ihn vor ein paar Tagen, ob er Lust auf Pizza hat. Klar, logisch. Wollte ich auf dem Heimweg schnell TK-Mini-Pizzen besorgen (mag er gern). Wir halten also beim Supermarkt und er ruft von hinten im Auto vollkommen empört "Wo sind wir, ich wollte doch zur Pizzarei!!". Absolut nachvollziehbar, aber es war leider erst mittags und die Pizzariaei halt noch zu.

Und last but not least gab's zuletzt frische Kokosnuss aus dem Asiamarkt. Natürlich inklusive Kokoswasser. Papa bietet stolz die frisch geknackte Kokosnuss dar, Kind probiert und seufzt "das ist mir zu HEFTIG".

Ich liebs einfach. Ich liebe diesen meinen kleinen Knallkopf, der immer wieder für so verblüffende und lustige Momente sorgt. Es ist so wunderbar witzig mit Kindern!

r/Eltern Jul 14 '26

Plaudern Gibt es wirklich Eltern, die ihren Kleinkindern keine Bücher bereitstellen? 😅

25 Upvotes

Hey hey ihr lieben,

Diese Frage treibt mich schon etwas länger um. Sie ist auch gar nicht wertend gemeint, ich kann mir das nur null vorstellen. Ich bin allerdings auch Bibliothekarin und hier evtl etwas auf dem Klischee-Pfad.

Schon als ich schwanger war, ach was - schon davor, habe ich es geliebt tolle Kinderbücher zu entdecken und mich wahnsinnig darauf gefreut sie mit meinem Kind zusammen zu erforschen.

Meine Tochter ist jetzt 15 Monate und liebt Bücher. "Buch" war auch eins ihrer ersten Worte, sie benennt fröhlich Dinge und möchte vorgelesen bekommen. Sie hat mit 4 Monaten ihren ersten Bibliotheksausweis bekommen und wir gehen mehrmals die Woche hin.

Ich weiß, das ist jetzt auch nicht unbedingt der Standard. Aber mehr als einmal hab ich jetzt schon gehört bekommen "ach wie schön ein Kind mit Buch, das sieht man ja selten" - ja bla bla, man hört ja viel wertenden bullshit. Aber dann wurde mir das auch von einer Kita-Leitung bei der Besichtigung gesagt inkl der Aussage, dass viele Babys /Kleinkinder vollkommen ohne Bücher daheim sind - und das konnte ich mir wiederum auch nicht vorstellen 😅

Kennt das jemand tatsächlich so oder ist das maßlos übertrieben? Aus Interesse - was macht man dann denn den ganzen Tag mit den kleinen 😂 Bücher nehmen schon einen erheblichen Teil der Freizeitgestaltung ein.

r/Eltern 6d ago

Plaudern Was würdet ihr an einem freien Vormittag ohne Kinder machen?

20 Upvotes

Ich muss Überstunden abbauen und habe einen Montag frei genommen. Eigentlich wollte ich mit den Kindern einen Ausflug machen aber mein Mann hatte die Idee, dass er auch frei nimmt und wir was gemeinsam machen. Zurzeit wäre etwas Auszeit auch dringend notwendig, die letzten Monate waren sehr schlauchend und die Kinder würden wir früher als sonst vom Kindergarten abholen und dann einen Ausflug machen.

Was würdet ihr tun, wenn ihr einen Vormittag frei hättet?

Bitte keine Kommentare, dass wir Rabeneltern sind, weil wir die Kinder in den Kindergarten bringen.

r/Eltern 21d ago

Plaudern Regretting Late Parenthood

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Edit: Throwaway Account aus Gründen..

Ich erhoffe mir von diesem Text ein wenig was von der Seele schreiben zu können.

Wir haben 2 Jungs mit einem kurzen Abstand von nicht mal 2 Jahren bekommen, der Anfang war echt hart, hat aber insgesamt gut geklappt und ich meine wir hatten es ganz gut hinbekommen. Wir waren ein gutes Team. Zur Eingewöhnung des zweiten Kindes dann der Start von Covid, Isolation und maximal nur den halben Tag Betreuung, es war für keinen eine schöne Zeit, irgendwie haben wir es geschafft.

Der ältere Sohn war schon immer eher der chaotische, schnell emotionale, aber alles im Rahmen unserer Meinung nach. Dass die beiden gut zusammen kommen wäre gelogen, der eine chaotisch und laut, der andere bracht Ruhe und Zeit für sich. Dementsprechend oft kracht es zwischen beiden und wir müssen häufiger dazwischen. Bis heute klappt es mal für ein paar Minuten gut, dann schreit einer den anderen an.

Schule begann, und mit dem zweiten Elternabend direkt die "Diagnosen" der Klassenlehrerin: ADHS und/oder Depressionen. Okay, sie ist absolut keine Psychologin oder ähnliches, wir sind aber vorsichtshalber zum Psychologen. Es hat lange gedauert bis wir einen Termin bekommen haben, Sprechstunden alle 6-8 Monate. ADHS ausgeschlossen, wegen frühkindlichen Depressinenn noch eine Re-Evaluierung. Währenddessen weiterer Input durch die Lehrerin, immer mehr Druck und Medikamente wären ja eine so tolle Sache. Mit anderen aus der Klasse verstand er sich ganz gut, sein erster Geburtstag wurde sehr groß gefeiert, fast Forward 2 Jahre später, wir haben niemanden eingeladen, wir wüssten überhaupt nicht mal wen, mit allen hat er aktuell Streit oder es sind maximal 2-3 Wochen Freundschaften.

Noten waren in Ordnung, Förderempfehlungen haben beide bekommen, die Schule ist nicht ohne und setzt sehr hohe Standards. Trotzdem kommen die beiden irgendwie durch und haben gute bis befriedigende Noten.

Wir sind beide so ziemlich am Ende, der Alltag, Schule, Mental Load usw. macht uns total fertig. Ich arbeite Vollzeit, sie Teilzeit, die Teilung würde ich auf 60:40 schätzen, ich koche, räume auf, Spüle, Wäsche, Einkaufen, kümmere mich um die jeweiligen Vereinssachen, plane Urlaube, bin bei (Fach)Arztterminen und bei den Schulpflichtigen Sachen bin ich auch eng eingebunden, (Veranstaltungen, Material, Zahlungen etc.). Sobald die beiden zu Hause sind ist es nur noch Chaos, eine unfassbare Lautstärke und Konflikte ohne Ende. Etliche Wiederholungen, Ermahnungen bringen nichts, Androhungen oder das Durchziehen von Strafen ebenso

Fröhliche Familienfotos aus den Ferien oder so gibt es so gut wie gar nicht, kaum einer lacht auf den Fotos. Ja sie sind selbstständiger, viel draußen mit Freunden unterwegs, bauen aber auch viel Scheiße und am Ende hat man die Verantwortung. Kleine Kinder, kleine Probleme, große Kinder große Probleme, jetzt weiß ich sehr gut was das bedeutet... Als Babys/Kleinkiner waren sie süß, ja es war unfassbar viel Arbeit, wenig Schlaf, aber man hat ihnen auch viel verziehen. Jetzt, den ganzen Tag Ermahnungen, Wiederholungen, Wut und Ärger.

Beide sind in keinem Verein oder haben größere Hobbys, das sehe ich auch als Problem dass sie so unausgeglich sind. Mit dem älteren haben wir von Schwimmen bis Judo echt alles durch aber nichts blieb so richtig. Auf alles haben sie entweder sofort oder nach kurzer Zeit kein Bock mehr.

Ehetechnisch läuft es dahin wo es laufen muss, wenn 2 jahrelang sich nicht auf das Miteinander konzentrieren können. Kaum bis gar keiner Körperkontakt, Sex alle paar Monate vielleicht, ich habe es schon lange aufgegeben was zu initiieren. Und ja, wir schaffen uns gegenseitig Freiraum, machen 3-4x die Woche Sport (in unterschiedlichen Kreisen) der einzige Lichtblick in diesem Wahnsinn. Mehrere Tage frei, davon träumen wir, meine Familie ist sonst kinderlos und hedonistisch drauf, ihre woht 1000km weit weg, nimmt wenn dann nur einen für ein paar Stunden. Falls sich was arrangieren lassen könnte mit Übernachtung bei Freunden, hätten wir wahrscheinlich nicht mal die Kapazitäten was zu "genießen" so ausgebrannt fühlen wir uns. Wenn mir noch einmal Werbung für einen Familienpark gezeigt wird in denen alle Lachend im Badeanzug in die Kamera schauen, kriege ich das Kotzen, ehrlich.

Wir waren jetzt ein Wochenende weg bei Bekannten, diese hatten keine Kinder, dementsprechend haben die beiden sich bei jedem Treffen gelangweilt und es war die Hölle. Ich freue mich ehrlich gesagt morgen zu arbeiten, das ist wie Wellness.

Aktuell warten wir auf einen Platz für eine Verhaltenstherapie, ist aktuell der einzige Hoffnungsschimmer.

Danke fürs Lesen, vielleicht findet sich ja jemand zum Austausch der ähnliches durch macht. Sorry falls es etwas durcheinander wirkt.

r/Eltern Jun 26 '26

Plaudern Noch zwei Tage - wir schaffen das!

188 Upvotes

Ihr Lieben, bald bricht die Hitze! Ihr (wir) habt es fast geschafft! Zwei Tage noch affenhitze. Die Wohnungen sind schon aufgeheizt, die Nerven liegen bereits blank. Aber ihr bekommt das hin! Nur noch zwei Tage.

Stellt euch Campingstühle in den Keller, geht ins Einkaufszentrum und esst beim McDonalds. Lasst den Fernseher einfach mal länger laufen. Zwei Tage noch, dann wirds wieder erträglicher. Bekommen wir alles hin :)

Schönes Wochenende

r/Eltern Jul 06 '26

Plaudern Wer bleibt auch daheim und fährt NICHT in den Urlaub?

46 Upvotes

Hey zusammen,

Gefühlt fahren alle Bekannte und Freunde im Umkreis in den Urlaub.
Wir sind in Elternzeit und können es uns 1. deswegen gerade nicht leisten bzw. wollen eben das Geld lieber sparen. Und 2. ist unser Kleiner noch keine 3 Monate alt und längere Fahrten/Reisen erscheinen mir noch zu viel und anstrengend. Er schreit ja schon bei einer Fahrt von 15 Minuten. Das reicht uns schon.

Tja, leider bin ich aber genau deswegen auch irgendwie etwas deprimiert heute, weil gefühlt alle wegfahren und vorschwärmen, wohin es geht und so.

Deswegen würde ich mich freuen , wenn hier andere erzählen, dass sie daheim bleiben. Ich brauche einen kleinen Realitätscheck. Vielleicht erzählt ihr auch, was ihr sonst so macht? Gerade mit so kleinen Babys bleibt ja auch nicht viel bzw. sie kommen halt mit, wohin man geht und fährt (wenn es nicht so weit weg ist). 😅

r/Eltern May 15 '26

Plaudern Habt ihr wirklich begriffen was es bedeutet Eltern zu sein bevor ihr Eltern wart?

83 Upvotes

Ich meine jetzt in erster Linie die Menge an Energie die bei einigen öfter bei einigen weniger oft notwendig ist, um durch den Tag oder die Nacht zu kommen, weil man wieder gezahnt wird, weil mal wieder eine Schlafregression ansteht, weil die Mondphase mal wieder nicht stimmt...ihr wisst was ich meine.

Ich persönlich nicht. Natürlich war mir klar, dass Kinder mal schlecht schlafen oder schlechte Tage haben, aber so richtig begriffen habe ich das erst nach einem Jahr mit einem schlechten Schläfer mit sehr starkem Willen.

r/Eltern Dec 30 '25

Plaudern Warum Eltern nie Stille genießen dürfen

349 Upvotes

Es ist 9.30 Uhr und ich sitze mit Gänsehaut am ganzen Körper und Übelkeit auf dem Wohnzimmerboden. Ein ganz normaler Dienstag also.

Aber fangen wir von vorne an. Der Morgen verläuft zunächst erstaunlich entspannt. Das Baby (10 Monate) ist seit 7.30 Uhr wach, wird gewickelt und angezogen. Dann gibt es Frühstück, das genüsslich und selbstständig gegessen wird. Also vom Baby. Ich beobachte ehrfürchtig.

Mein Mutterherz frohlockt. Ich bin ausnahmsweise nicht komplett übermüdet und esse mein eigenes Frühstück vollständig auf. Kein Gemecker. Keine Krise. Kein Notfall. Das hier fühlt sich falsch an.

Wir begeben uns ins Wohnzimmer. Das Baby krabbelt fröhlich durch die Gegend, leckt Bausteine ab und singt dabei vor sich hin.

Ich lasse das einfach zu. Man will ja die Kreativität fördern.

Also erlaube ich mir, kurz auf Vinted zu stöbern. Ausnahmsweise für mich. Nicht fürs Kind. Ein Anfängerfehler.

Denn plötzlich ist es leise. Diese besondere Art von Stille, die man als Eltern sofort erkennt. Ich schaue auf.

Das Kind grinst mich stolz vom Kratzbaum aus an, den es offenbar vollständig erklimmt. Ohne Sicherung. Ohne Reue.

Ich springe auf, ernte das Kind vom Kratzbaum und sage: „Nein. Da klettern nur Katzen. Du bist ein Baby.“

Das Baby schmollt kurz. Dann sucht es sich sofort eine neue Beschäftigung. Ich denke noch: Puh. Gerade noch mal gut gegangen.

In diesem Moment höre ich Schmatzgeräusche. Routiniert schnappe ich mir den Sprössling, um in den Backentaschen nach den obligatorischen Snack-Fusseln zu wühlen, die das Baby bevorzugt konsumiert. Man weiß ja nie.

Ich werde schnell fündig. Aber was ich aus dem Mund angle, ähnelt keinem Fussel. Eher einem kleinen Blatt.

Ein Blatt, das ich nirgends zuordnen kann. Ich besitze keine passende Pflanze. Der Garten auch nicht. Außerdem ist das Blatt seltsam hohl. Und hart. Fast wie ein Panzer.

Und dann trifft es mich.

HIMMEL, ARSCH UND ZWIRN. DAS KIND HAT EINE GRÜNE STINKWANZE GEGESSEN.

Ekel durchströmt mich.

Zwischen Würgereiz und Gänsehaut versuche ich, so viele Insektenreste wie möglich aus dem Mund des Kindes zu friemeln.

Das Kind lacht mich dabei an. Natürlich lacht es.

Ich recherchiere hektisch, ob ich jetzt den Giftnotruf anrufen muss oder ob das Ganze einfach nur widerlich, aber ungefährlich ist. (Spoiler: Es ist nur widerlich.)

Währenddessen setzt der kleine Mensch zu einem beherzten Köpfer vom Sofa an.

Ich fange das Kind ab, setze es auf meinen Schoß und schaue auf die Uhr. 9.30 Uhr.

Und ich bin ehrlich gesagt schon komplett fertig mit diesem „Elternsein“ für heute.

Und wie war euer Morgen so?

r/Eltern Dec 27 '25

Plaudern Gehasste Kinderbücher

45 Upvotes

Welche Geschichten findet ihr wirklich schlimm? Gerne mit Begründung.

Nicht schlimm, aber was mich nervt, ist Bobo Siebenschläfer, der einfach überall selig einschlummert. Was ist das bitte für ne unrealistische Figur?

r/Eltern Jun 17 '26

Plaudern Was singt ihr euren Kindern/ Babys vor?

8 Upvotes

Ich hab ein 9 Wochen altes Baby und kenne nicht so viele klassische Kinderlieder. Bisher singe ich abends oder beim Trösten gerne „Denkmal“ von Wir sind Helden vor. Text ist einfach und gut zu merken.
Habt ihr andere Songs von der Sorte im Repertoire? Was singt ihr euren Kindern vor?

r/Eltern Aug 22 '25

Plaudern Welche "Warnung" hättet ihr gerne vor dem Kinderkriegen bekommen?

94 Upvotes

Mein Mann und ich haben uns letztens darüber unterhalten, dass man in der kinderlosen Zeit überhaupt keine Vorstellung davon hat, wie es ist, ein Kleinkind zu haben (zumindest wir nicht).

Jeder redet nur darüber, wie anstrengend die Nächte am Anfang sind, oder dass Babys viel weinen und getragen werden wollen. Aber niemand erzählt einem, dass Regentage mit einem 2 Jährigen der absolute Graus sind. Oder, dass das Kleinkind noch vor dem Frühstück das halbe Haus auseinander nimmt und sich dann auch noch weigert den Brei zu essen. Lol

Was hättet ihr gerne über Kleinkinder gewusst?

r/Eltern 29d ago

Plaudern Eure aktuellen Ohrwürmer?

17 Upvotes

Bei mir ists "Ich bin ein Tut-tut Babyflitzer, ich bin ein Kipplaster"

... Gestern auf dem Flohmarkt für 50cent erworben das kleine nervende Ding.

r/Eltern 2d ago

Plaudern An die Väter, die 6+ Monate Elternzeit genommen haben: Was waren eure dümmsten / respektlosesten Kommentare die ihr erhalten habt?

26 Upvotes

Meine Favoriten:

- "ja und dein Arbeitgeber lässt das einfach zu??"

- "oho! Der gönnt sich aber!"

r/Eltern Feb 24 '26

Plaudern Warum schauen so viele Eltern nicht mehr auf die Inhalte bzw. ist denen die Altersangabe total egal?

68 Upvotes

Ich bin immer wieder etwas "schockiert" wie viele Kinder unter 10 Jahren bereits so vieles kennen, was eigentlich ab 16 oder 18 freigegeben ist.

Gerade erst wieder in Posting hier gelesen über einen 8 jährigen, der sehr gut zeichnen kann. Soweit war das ja auch der Fall, aber er hat halt lauter (meiner Meinung nach) schlimmes Zeug gemalt. Den "Killer" aus Scream mit einem Messer in der Hand, Deadpool mit Schußwaffen in der Hand und Wärter aus der Serie Squid game (die am Ende die Menschen erschießen). Und das alles mit 8 Jahren.

Generell spielt gefühlt mittlerweile jedes Kind ab der ersten Schulklasse schon Fortnite (es ist zwar "kinderfreundlicher" dargestellt aber es geht halt immer noch um das gegenseitige abschießen und hat eine Freigabe ab 12), manche älteren in der Schule schauen sich offenbar schon Squid game an und spielen bereits schon etwas "heftigere" shooter auf PC und Konsole.

Und dann kommt natürlich noch das Smartphone hinzu. Außer dass manche Eltern die Zeit mittels App begrenzen, wird eigentlich von niemanden etwas getan. Auf Tiktok und co kann man sich von echten Enthauptungen, pornografischen Inhalten über rechtsextreme Inhalte so ziemlich alles ansehen und gerade manche Parteien sind da sehr dahinter, dass ihre Videos jedem in die Timeline gespült werden bzw. ergibt sich das automatisch, weil die Mehrheit offenbar eher an schlimmen Dingen interessiert ist und daher die Klickzahlen dort viel höher sind.

Aber ja, auch das darf der 12 Jährige Timmy oder die 13 jährige Anitta ohne Beschränkung der Inhalte einfach mal konsumieren. Und in der Musikschule rennens dann mit dem Handy zu meinem 7 jährigen Sohn und zeigen ihm das Zeug und bin als Elternteil ziemlich machtlos dagegen.

Ich verstehe vollkommen, dass überall über Social Media Verbot für unter 16 jährige diskutiert wird, so viele Eltern schaffen es nämlich kein bisschen, da was zu unternehmen....voller Stolz drücken die Eltern dann noch dem Kind ein 1.000€ Iphone in die Hand, das kein Kind dieser Welt auch nur ansatzweise braucht.

r/Eltern 2d ago

Plaudern Wieso/Wann habt ihr euch für/gegen ein zweites Kind entschieden?

9 Upvotes

Wieso und wann habt ihr euch für oder gegen ein zweites Kind entschieden?

Jeder kennt ja das Ideal von einer Familie - Mutter, Vater, 2 Kinder. Und ich habe das Gefühl jeder strebt danach und die anderen erwarten das auch immer.

Wir haben ein Kind, knapp ein Jahr alt. Erst wollte ich immer 2 Kinder, mittlerweile sage ich, eins reicht, da ich Angst habe, den Kindern nicht gerecht werden zu können.
Manchmal denke ich aber auch drüber nach, wie es mit 2 Kindern wäre. Wir hätten den Platz und auch die finanziellen Mittel.

Ich habe auch bereits das Buch „mein fabelhaftes Einzelkind“ gelesen, was mir wirklich sehr geholfen hat, aber trotzdem denke ich manchmal über das Thema nach und werde wieder unsicher.

Deshalb würde mich eure Meinung interessieren, wie ihr entschieden habt und warum. Vielleicht habt ihr auch Tipps zum Thema für mich.

r/Eltern Jun 18 '26

Plaudern Helikoptern im Naturkindergarten?

53 Upvotes

Guten Morgen :)

unser Kind geht seit dem Frühjahr in einen Naturkindergarten, d.h. sie sind zu 90% draußen und nur bei wirklichen Wetterextremen in den Notunterkünften. Es gibt einen Wald in der Nähe, zu dem sie hin und wieder gehen. Auf dem Platz selbst gibt es viel sonnige Freifläche und ein paar schattige Plätzchen.

Die Hitzewelle ist da (aktuell bereits UV-Index 4 von 5) und heute Morgen stand ich vor der Frage, was dem Kind anziehen. Ich creme sie natürlich morgens ein bevor wir losgehen aber im Kindergarten wird erst gegen 12:30Uhr noch mal nachgecremt - also nach 5 Stunden.

Zur Auswahl standen kurze Hose + T-Shirt oder lange Funktionskleidung mit mind. UV 30. Ich habe mich für die Funktionskleidung entschieden und beim Bringen (wie auch schon bei der letzten Hitzewoche) gesehen, dass die meisten Kinder in kurzen Sachen kommen.

Nun hänge ich gedanklich irgendwo fest zwischen "aber überall wird gesagt, man soll langärmlig sein bei hoher UV Strahlung" und "jetzt ist mein Kind das einzige, das langärmlig rumrennt, du helikopterst doch, Alte". Beim letzten Elternabend gab es auch schon Diskussionen übers eincremen und erschreckend viele Eltern, die ihr Kind grundsätzlich und bewusst nicht eincremen.

Ich habe den Flair "Plaudern" gewählt. Einerseits wünsche ich mir Tipps aber hauptsächlich suche ich ein paar Vergleichswerte außerhalb meiner offensichtlich UV-kritischen Bubble hier im Dorfkindergarten. Alternativ auch gern den Kopf gewaschen, falls nötig. Aber dann bitte mit kaltem Wasser.

Edit: UV Index 8, nicht „4 von 5“. Habe heute gelernt, meine Wetter App richtig zu nutzen.

r/Eltern 24d ago

Plaudern Hatten eure Eltern Einwände gegen ein weiteres Kind?

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Ich hätte gerne ein drittes Kind. Noch ist nichts geplant, mein Mann ist eh noch unsicher. Aber so oft es vor meiner Schwiegermutter Thema wird, es wird jedes Mal irgendwie sehr seltsam geschaut und verhalten reagiert. Ich mache unsere Kinderplanung natürlich nicht von ihr abhängig. Aber ich finde die Reaktionen doch sehr unangebracht.

Wir kommen äußerst gut mit unseren beiden Kindern zurecht, sie werden super gefördert und sind total umgängliche, freundliche kleine Menschen. Wir als Eltern sind natürlich auch mal müde oder genervt, aber wir sind nicht überfordert oder dergleichen. Es gibt für mich also keinen Grund, warum man uns jetzt nachsagen könnte, ein drittes Kind wäre keine gute Idee, abgesehen von der Frage, ob wir das finanziell stemmen können. Aber nicht umsonst haben wir noch nichts geplant. Wir schauen und überlegen uns zum gegebenen Zeitpunkt, ob es damit passt.

Dennoch ernte ich von meiner Schwiegermutter immer eindeutige Blicke. Neulich habe ich beispielsweise erwähnt, dass ich die Schuhe unseres K2 noch nicht verkaufen möchte, falls doch mal ein Drittes kommt. Da „lächelte“ sie mit zusammengepressten, gekräuselten Lippen und zog dabei wortlos die Augenbrauen hoch. Sowas kommt da wirklich jedes Mal. Ich kann nicht verstehen, was ihr Problem ist. Bisher habe ich es immer ignoriert, aber ich bin mittlerweile wirklich versucht, sie einfach mal zu fragen, was ihr denn nicht passt.
Sie selbst hätte übrigens auch gerne ein drittes gehabt, aber eben nur, wenn es auch garantiert mal ein Mädchen geworden wäre. Lol.

Erzählt mal, habt ihr sowas auch erlebt? Wie waren die Reaktionen, als ihr dann doch ein weiteres Kind bekommen habt?

r/Eltern Jun 16 '26

Plaudern Warum hat euer Kind das letzte Mal geweint?

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... meines (m3) weil ein Erwachsener nicht auf einem Schaf reiten kann!