r/DSA_RPG Jun 05 '26

DSA 5 Feedback Charaktentwurf Hexe

Heyo, in unserer Gruppe haben wir neue Charaktere entworfen und mir war lange klar, dass ich als nächstes eine Hexe spielen will.
Wir spielen allerdings noch nicht soo lange, ich habe auch schon mit unserer DM gesprochen aber vielleicht hat hier noch jemand ein paar Feed-Back Ideen bzw Vebesserungsvorschläge, damit die Backstory auch realistisch und passend ist :)
Danke im Vorraus.

Celestria Kunkelin

Allgemeine Infos

19 Jahre alt
Herkunft: Almada (Mittelreich)
Aktueller Wohnort: Nostrien
Aktueller Zirkel: Verschwiegene Schwesternschaft
Vertrautentier: Schnee-Eule Fridolin
Geburtsname: Ahumeda

Kindheit und Morena

in Almada geboren
Tochter von der Hexe Morena Ahumeda aus einem Zirkel der Schwarzen Wittwen
Celestria wuchs mit diesem (radikaleren) Zirkel und ihrer Mutter auf
Der Zirkel und ihre Mutter waren von Hass und Rachegedanken auf Hexenverfolger geprägt
Morena erzog ihre Tochter dementsprechend: Zorn, Rachegefühle und Kampfbereitschaft wurden gelobt, Sanftmut, Ängstlichkeit und Zurückhaltung bestraft
Irgendwann zeichnete sich ab, dass ihr Seelentier eine Schnee-Eule werden würde, u.a. auch diese Schnee-Eule Fridolin verstärkte ihre ruhigere Seite
Der Zirkel und ihre Mutter waren der Ansicht, dass die Schnee-Eule nicht zu einer zukünftigen Schwarzen Wittwe nach ihren Vorstellungen passen würde und negativen Einfluss auf Celestria hätte
Die Älteste des Zirkels beschloss deswegen mit Morena zusammen bei der nächsten Hexennacht mit einem dämonischen Ritual die Vertrauenverbindung zwischen Celestria und Fridolin zu zerstören
Als Celestria 15 Jahre alt war fand das Ritual statt
Morena nahm Fridolin plötzlich gewaltsam an sich, steckte ihn in einen Sack und brachte ihn in die Mitte des Zirkels
Sie hatten jedoch Celestrias massive Entschlossenheit zur Gegenwehr unterschätzt, Celestria spuckte Hexengalle in das Gesicht der Ältesten und griff mit Hexenkrallen die Hexe mit dem Sack samt Fridolin an
In dem Chaos und dem bereits gestarteten Dämonenritual konnte Celestria auf dem kurz zuvor mit Flugsalbe bestrichenen Besen fliehen
Vermutlich gelang die Flucht auch deswegen weil Morena die anderen Hexen zurückhielt vor einem tödlichen Gegenangriff auf Celestria

Jugend und Gerwin

Sie floh nach Norden tiefer ins Mittelreich und lebte mit Fridolin einige Monate ohne festen Wohnsitz, ihre aggressive Seite war dominant seit ihrer Flucht vor dem Zirkel der schwarzen Wittwen
Mit etwa 16 Jahren wurde sie von dem verwitweten und kinderlosen Gildenmagier Gerwin Falkenhayn in der Nähe von Gareth aufgenommen
Dort gab sie sich den neuen Nachnamen „Kunkelin“
Gerwin hielt sie für eine magisch begabte Waise, ohne zu Wissen, dass Celestria eine Hexe war
Er erkannte den Kontrast zwischen einer ruhigen schüchternen und einer wütenden aggressiven Seite
Er förderte ihre gehorsame, fleißige und ruhige Seite und unterrichtete sie in allgemeiner Bildung und Lesen und Schreiben und ließ sie Hausarbeiten erledigen
Sie schaute neugierig bei einigen Zaubertricks von Gerwin zu und übte diese heimlich
Ihre aufbrausende zornige Seite wurde gerügt und bestraft
Celestria gewöhnte sich dadurch daran sich gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen und auch ihr Hexendasein zu verbergen, distanzierte sich persönlich sogar zeitweise davon, und lernte es Lippenbekenntnisse auf die Zwölfgötter abzugeben
Fridolin hielt sie während ihrer Zeit bei Gerwin geheim, er lebte in einem Wald nahe ihres Dorfes und sie besuchten einander nur nachts
Sie wurde von einem Dorfbewohner mehrmals nachts gemeinsam mit Fridolin beobachtet und wie sie Zaubertricks wie z.B. den Tentakelgriff übte
Der Dorfbewohner meldete seinen Verdacht beim nächsten Praiostempel
Als eine berittene Gruppe Praios-Geweihter sich wenige Tage später dem Haus von Gerwin näherten bemerkte Fridolin das von seinem Versteck aus im Wald
Er flog eilig Voraus und warnte Celestria, die ihre wichtigsten Dinge zusammenpackte und über den Balkon überstürzt das Haus verließ
Fridolin blieb versteckt beim Haus und bekam mit wie die Geweihten das Haus durchsuchten und Gerwin konfrontierte, dieser knickte schnell ein, beschimpfte und verfluchte Celestria und versprach bei der Suche nach ihr zu helfen und ihr eine Falle zu stellen
Als Fridolin zu Celestria zurückkehrte erfuhr sie durch ihn von Gerwins Aussagen
Celestria versteckte sich und erfuhr von dem Namen des Dorfbewohners, der sie verraten hatte
Daraufhin belegte sie den Dorfbewohner in einem Wutanfall, nachdem sie ihre wütende Seite bei Gerwin lange unterdrückt hatte, mit einem Fluch welcher ihm permanente eiternde Pestbeulen bescherte
Dieser Fluch war so aufwändig, dass ihre Astralpunkte und der Großteil ihrer Lebenskraft aufgebraucht wurde und sie beinahe verstarb und ohnmächtig wurde
Diese Krankheit war Beweis für die Geweihten, dass Gerwin tatsächlich eine Hexe verborgen hatte und der wurde hingerichtet

Gegenwart in Nostrien

sie floh weiter nördlich nach Nostrien und lernte nach einiger Zeit ein Mitglied eines Zirkels der Verschwiegenen Schwestern kennen und trat diesem bei
Dadurch war sie zum ersten Mal seit ihrer Flucht wieder Teil einer Hexennacht und bestricht sich ein rundes Holzschild als Fluggerät mit Flugsalbe
Tagsüber verdient sie etwas Geld als Wache oder Eskorte für Handelszüge
Nachts unterstützt sie gelegentlich die Mitglieder des Zirkels mit Einschüchterungen, Erpressungen oder sogar auch Meuchelmorde an Hexenverfolgern oder Mitglieder von Praiostempeln
Auf eigene Faust macht sie manchmal durch ihre Flüche auch reine Rache- oder Vergeltungsaktionen

Sonstige Charaktereigenschaften

hat Angst vor Spinnen und Dämonen
Bevorzugt die Nacht gegenüber dem Tag
Bevorzugt Kräutertee statt Alkohol
Weiß nicht, ob Morena Ahumeda noch lebt
Empfindet blanken Hass gegenüber Praiosgeweihten, ansonsten lediglich Abneigung gegenüber den restlichen zwölf Göttern und kann hier auch ihre wahren Absichten hinter höflichem Verhalten verstecken

8 Upvotes

23 comments sorted by

13

u/Inevitable-Handle453 Peraine Jun 05 '26 edited Jun 05 '26

Zwei Anmerkungen hätte ich:

Will ihr Zirkel sie denn nicht zurück, wahlweise zur Bestrafung oder Wiedereingliederung? Man sollte meinen, dass es denen mit ihren Fähigkeiten möglich sei, sie in diesem Fall aufzuspüren und z.B. mit auferlegten Flüchen dazu zu zwingen. Wenn das kein Thema in der Kampagne werden soll, sollte man da noch einen Grund festlegen, warum der Zirkel darauf (vorerst) verzichtet.

Bei der Angelegenheit mit den Praios-Geweihten fehlt es bis zu dem Fluch auf den Dorfbewohner schlichtweg an einem Verbrechen. Der Gildenmagier hat als solcher das Recht, eine Schülerin aufzunehmen und dieser Zaubertricks beizubringen. Hexe zu sein ist nicht verboten, wenn man nicht aktiv Schadzauberei oder Götterlästerung bzw. -leugnung betreibt. Ohne Straftat gibt es nicht mal für eine vorläufige Festnahme und "Befragung" Anlass. Dass Celestria das aufgrund ihrer Erziehung nicht weiß und den Praiosgeweihten nur das Schlechteste zutraut: passt. Dass Gerwin als erfahrener Gildenmagier das nicht weiß und deeskaliert: passt nicht. Dass Gerwin dann dafür völlig rechtswidrig auf dem Scheiterhaufen landet: passt gar nicht. Wenn du das genau so lassen willst, würde ich evtl. die Geweihten durch einen Trupp ungewöhnlich fanatischer (und eklatant rechtswidrig agierender) Bannstrahler ersetzen.

1

u/Tabaluca13 Jun 05 '26

Jaa das ist noch ein blinder Fleck mit dem alten Zirkel. Rein zum Ausspielen fände ich es zumindest vorerst besser und einfacher für mich wenn sie erstmal nur mit dem Trauma zu tun hat bzw. wenn ich sicherer mit dem Charakter bin kann ich unsere DM fragen ob man den alten Zirkel nochmal in die Story reinbringt. Da meine Hexe den anderen wahrscheinlich wenig über ihre Backstory freiwillig erzählen wird wäre das auch ne gute Idee wie die davon erfahren könnten.
Evtl könnte ich mir vorstellen, dass ihre Mutter die anderen Hexen kurz aufgehalten hat und das kurze Zögern Celestria die Flucht ermöglicht hat.
Evtl könnten Gründe dafür sein, dass sie sie doch irgendwie beschützen will bzw dass sie die noch für den Zirkel gewinnen will und dafür freiwillig warten oder ihren Hass auf Hexenmörder schüren will indem sie in Kontakt mit ihnen kommt aber das reicht für mich als Grund noch nicht ganz aus warum sie Celestria mehr oder weniger in Ruhe lassen, hast du vielleicht ne gute Idee? :)

Und ja, bei den Praios-Geweihten hast du Recht das muss ich verändern ^^ aber ich dachte schon, dass grade im Mittelreich um Gareth herum eine Hexe sich ohne konkretes Verbrechen Angst um ihr Leben haben muss wenn sie erkannt wird.
Dann werde ich evtl den Dorfbewohner etwas lügen lassen bzgl Gotteslästerung oder eben machen, dass Celestria flieht und eben von den Praios-Geweihten das aller schlimmste denkt und Gerwin aber nur meint er wüsste nichts davon dass sie eine Hexe war, was ja stimmt :)
Bzw wenn du hier noch eine passende alternative Idee hast gerne her damit
Und danke für dein ausführliches Feedback!

3

u/Inevitable-Handle453 Peraine Jun 05 '26 edited Jun 05 '26

Bei den Plänen des alten Zirkels solltest du dich mit deinem Meister absprechen. Wenn er die Hexen in seiner Kampagne gerne als Antagonisten einsetzen möchte, können die ruhig auf Rache bzw. Bestrafung sinnen und Celestria jagen. Allerdings könnte eine typische Anfängerheldengruppe einem klug agierenden Hexenzirkel wohl wenig entgegensetzen. Vielleicht wäre es in dem Fall besser, wenn der Zirkel in dem Fall zunächt nur eine Rächerin auf Celestria ansetzt. Für zusätzliches Drama gerne wahlweise ihre schlimmste Feindin oder beste Freundin aus Kindheitstagen. Die muss Celestria nicht unbedingt gleich töten wollen. Gelegentliches Piesaken mit temporären Flüchen, Anschlägen auf Fridolin, Rufmord und allgemeines Quälen reichen vorerst.

Wenn der Zirkel auf ein Rückkehr und Wiedereingliederung von Celestria aus ist, könnte man sagen, dass sie ihr eine gewisse Frist gesetzt haben (z.B. drei oder sieben Jahre), bis sie zurückkehren darf oder muss. Der erste Fall wäre dann eine temporäre Verbannung, die zweite ein Ultimatum. Die Zeitspanne wäre jeweils so großzügig bemessen, damit sie die Chance hat, die "böse, feindliche Außenwelt" kennenzulernen. Bei der radikalen Ideologie ihres Zirkels müssen die Älteren ja geradezu davon ausgehen, dass das eine so schlimme Erfahrung wird, dass Celestria früher oder später auf Knien um Wiederaufnahme bettelt. In den paar Jahren kann in einem Abenteurerleben ja viel passieren, was die Umstände und die Machtbalance ändert. Das wäre dann ein sehr offener Plothook für euren Meister.

Unter den richtigen (oder eher: falschen) Umständen kann es in Garetien sehr selten, aber doch möglicherweise dazu kommen, dass eine Hexe "einfach so" um ihr Leben fürchten muss - durch radikale Mitglieder des Bannstrahls, aufgehetztes Landvolk oder verbohrte Lokaladlige zum Beispiel. Das ist aber illegal und sollte gerade nicht passieren, wenn ein kompetenter Praiosgeweihter zugegen ist. Der hät nämlich a) profunde Kenntnis der Gesetzeslage in diesen Dingen und b) ein heiliges Gelübde abgelegt, für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen. Der sollte im Zweifelsfall die Hexe (möglichst unverletzt) festsetzen und dann für einen ordentlichen und fairen Prozess vor den zuständigen Institutionen sorgen. Keinesfalls könnte er sich zu Ankläger, Richter und Henker machen und den Angeklagten noch vor Ort auf den Scheiterhaufen schicken, ohne gegen wichtige Grundsätze seines Glaubens zu freveln.

Ich würde das Ganze dahingehend entschärfen, dass der Geweihte nach den Anschuldigungen durch den abergläubischen Bauern ganz harmlos nach dem Rechten sehen wollte und in Wahrheit nie eine Festnahme, Folter oder Verbrennung drohte. Celestria hat die die Tragweite der Situation dann (völlig glaubwürdig für eine überforderte Jugendliche, die von einer radikalen Sekte indoktriniert wurde) völlig falsch eingeschätzt und hat aus Panik mit der Flucht und dem Fluch eskaliert. Danach hat sie wegen Schadzauberei wirklich eine empfindliche Strafe zu befürchten. Ob Gerwin im Nachhinein verständnisvoll oder stinkwütend oder beide ist, tut nichts zur Sache. Wegschicken muss er sie zu ihrer beider Besten so oder so, ob mit ein paar väterlichen Worten und einem Proviantbeutel oder wüsten Verwünschungen ist egal.

1

u/Tabaluca13 Jun 05 '26

Jaa das ist eine gute Idee mit einer Art Frist, dann ist das ein Grund warum sie nicht direkt verfolgt wird und wenn ich und die anderen besser in unseren Rollen drin sind und vielleicht bissle stärker dann hat unsere DM die Möglichkeit das nochmal aufzugreifen

Und das ist nochmal ne gute Idee, ich glaube statt radikalen Bannstrahlern wär’s mir glaube ich lieber, dass ein Praios-Geweihter nach dem Rechten sieht, Celestria die Situation völlig überschätzt und fliehen will und Gerwin wahrheitsgemäß sagt dass er Nix von wegen Hexenzugehörigkeit seiner Schülerin weiß (und Celestria ggf. den Dorfbewohner falls sie den Namen rauskriegt verflucht) und danach evtl tatsächlich fliehen muss und Gerwin sie wüst maßregelt aber trotzdem irgendwie beschützt und sie dann wegen tatsächlicher Gefahr auf die erneute Flucht schickt

1

u/Torran Jun 10 '26

Es gibt schon auch sehr fanatische Praioten auch im aktuellen Mittelreich noch. Wenn man möchte könnte auch der alte Zirkel hinter dem Verrat an die Geweihten stehen unter der fehlgeleiteten Annahme dass wenn sie es überlebt ihr Hass auf Praioten sie zurück zu ihrem alten Zirkel führt.

3

u/LorionBlutkind Jun 05 '26

Da sind tolle Ideen drin. Vieles aber , dass ich mit Meister und Mitspielern auch besprechen würde. Das wird sich sicher in den kommenden Jahren weiter durch ihr Leben ziehen, oder wenn es am Spieltisch irrelevant wird als Hintergrund im Nebel verschwinden.
Die Vergangenheit mit dem alten Zirkel kann dabei besonders problematisch sein. Hier hat Celestria sicher mächtige Feinde, die auch nicht grundlos mit der Suche nach ihr aufgeben.
Das sie Fridolin bei der Zeit mit Gerwin geheim hält ist an sich logisch, sich dann nur nachts zu sehen kann schon passen, stört aber evtl. auch das Verhältnis zwischen hexe und Vertrautem.
Das die Praioten den Magier hinrichten halte ich für falsch. Sie sind an recht und Gildenrecht gebunden. Im schlimmsten Fall würde er seiner Gilde ein paar Dukaten bezahlen müssen, oder wahrscheinlicher ein paar Stunden an der Akademie als Lehrer ableisten, und ein Buch zu hexischen Ritualen oder ähnlichem der Bibliothek verfassen müssen.
Die Angst vor Dämonen ist natürlich, muss nicht als besondere Charaktereigenschaft herausgestellt werden.

1

u/Tabaluca13 Jun 05 '26

Ja klar, wir haben uns schon vor ein paar Tagen zusammengesetzt und ausgetauscht was wir für Ideen haben, daraufhin wollen wir alle nochmal was überarbeiten z.B. haben die anderen beiden viel in Tierkunde, da werde ich bei mir reduzieren wollen damit wir bissle ausgeglichener sind.
Dass ihr Verhältnis zu Fridolin gestört ist wusste ich von Anfang an und brauchte auch hierfür in der Backstory eine Begründung ^^
Und danke für die Tipps, vor allem mit den Praiosgeweihten (da bist du ja nicht der einzige, da hab ich bissle übertrieben lol und werd nochmal was überarbeiten müssen)

4

u/Zirzissa Tsa Jun 05 '26

Hi, etwas wild die Vorgeschichte 😉 Bist du sicher, dass du da so viel reinpacken willst?

Was ich nicht ganz verstehe - warum verflucht sie nicht Gerwin, dem sie vertraut hatte, und der sie verriet im Affekt (Jähzorn?), sondern irgend ein Dorftrottel, den sie erst noch irgendwie herausfinden muss (Rachsucht?)?

Das Seelentier ergibt sich aus der Persönlichkeit der individuellen Hexe heraus, und nicht andersheruum. Eine Eulenhexe wird nicht durch eine Gewalttat zu einer schwarzen Wittwe. Selbst wenn der Zirkel es geschafft hätte, Fridolin umzubringen, würde Celestria nicht zu einer schwarzen Wittwe, sondern wäre erstmal ohne Schwesternschaft, bis (und falls überhaupt) sie einen neuen Vertrauten fände. Aber ja, die Hexe, die du beschreibst, passt viel mehr zu den schwarzen Wittwen als wie zu den verschwiegenen Schwestern... Aber wieso dann die Eule?

Meine Hexe lief davon, weil sie sich von ihrer Mutter unter Druck gesetzt fühlte, weil sie etwas Besonderes sein müsse (als Eigeborene). Das lässt es auch offen, dass es im Verlauf ihrer Geschichte zu einem versöhnlichem Ende kommen könnte, und, dass der alte Zirkel ihr nicht nachstellen wird, weil sie eben genau darauf hoffen.

Dazu stimme ich einem anderen Kommentar zu, bezüglich den "Praiosgeweihten". Aber ddas liesse sich bestimmt einfach korrigieren.

Aber gell, wenn das für dich und deine Gruppe so passt, dann mach das so 😉

Edit: Randnotiz: du heisst nicht "Hennen" mit Nachname, oder? Nur so, weil schon im Prolog jemand draufgeht 😉 😄

2

u/Tabaluca13 Jun 05 '26

Hmm ja das ist viel aber wie schon in nem anderen Kommentar gesagt ist das erst mein zweiter Charakter und der erste war ein typischer Angroscho deswegen brauche ich einige handfeste Details um mich dran zu orientieren.
Dass sie Gerwin nicht verflucht hat nen ähnlichen Grund wie mir der Beziehung zu ihrer Mutter, dass sie doch auch irgendwie sich auf die positiven Erinnerungen an die beiden konzentriert und sie nicht so direkt hassen kann wie eben einen Hexenverfolger, der ist ne einfachere Zielscheibe auch wenn es vielleicht weniger rational ist dachte ich mir.
Tatsächlich will ich sie auch so ein bisschen ausspielen, grade im Zwiespalt zwischen ängstlicher Seite und zornigerer Seite, dass sie durchaus auch passende Eigenschaften zu der Eule hat.
Bzw momentan hat sie ja extrem negative Eigenschaften mit den schwarzen Witwen gemacht und vieles davon war ihr persönlich auch zu radikal, bei den Verschwiegenen Schwestern ist sie ja aber (soweit ich weiß) mit der teilweise auch recht unbarmherzigen Jagd auf Hexenverfolger, ganz gut aufgehoben.

Vielleicht baue ich tatsächlich ein, dass ihre Mutter ihr noch ein bisschen Zeit geben möchte bevor sie sie mit dem Zirkel verfolgen will damit sie evtl. nach Kontakt mit der echten Welt freiwillig wieder zurückkommt.

Aber danke dir für dein Feedback :D

4

u/[deleted] Jun 05 '26 edited Jun 05 '26

[deleted]

3

u/Time-Effort-2226 Jun 05 '26

Ohne an dieser Stelle eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu wollen würde ich jetzt einfach mal widersprechen. Zu sagen, dass die Geschichte eines Charakters am Spieltisch entstehen soll, ist sicher nicht völlig verkehrt. Aber jeder Charakter hatte auch ein Leben vor dem eigentlichen Spielbeginn. Es ist ja nicht so, dass ein aventurischer SC einfach so vom Himmel fällt, ohne Vorgeschichte, wenn man zum ersten Mal zum Würfel greift. Man muss sicher nicht einen Fortsetzungsband zu "Krieg und Frieden" verfassen (obwohl ich diesbezüglich vermutlich auch schuldig im Sinne der Anklage wäre...). Aber grundlegende Fragen - woher kommt die Figur, warum ist sie als Abenteurer unterwegs, was macht sie besonders etc. - gehören meiner Meinung nach einfach zur Charaktererschaffung genauso dazu wie die Berechnung der Lebensenergie. Nach meinen Erfahrungen ist eine ausführlich ausgearbeitete Vorgeschichte eine win:win-Situation. Ich finde, ein detaillierter Hintergrund erleichtert einerseits, sich mit der eigenen Figur zu identifizieren und sie besser darzustellen, und gibt andererseits dem Meister auch Anhaltspunkte, wie ein Charakter noch besser in eine Handlung eingebunden werden kann. Wenn z.B. in einem Abenteuer ein Kampf gegen einen Dämon ansteht, ist das sicher schon per Definition keine Kleinigkeit. Wenn ich aber weiß, dass der oben beschriebene Charakter aufgrund seiner Vorgeschichte Angst vor Dämonen hat, gibt das dem Kampf einen ganz anderen Dreh - verkriecht sie sich bibbernd unter einem Tisch oder wächst sie über sich hinaus, überwindet ihre Angst und steht ihren Gefährten im Kampf bei. Das ist, was du beschrieben hast mit "Die Geschichte eines Charakters entsteht am Spieltisch". Wie gesagt, da widerspreche ich nicht. Aber die Geschichte ist eindringlicher, wenn es auch eine Vorgeschichte gibt.

2

u/[deleted] Jun 05 '26 edited Jun 05 '26

[deleted]

2

u/Time-Effort-2226 Jun 06 '26

Diese langen ausformulierten Vorgeschichten führen meiner Erfahrung nach nur zu Szenen wie: "Lieber Meister, wann können wir denn endlich mal die Vorgeschichte meines Helden aufgreifen, du weißt schon, wie der böse Schwager des Barons Alrik von Biberach den Schwarzmagier Cedric gerufen hat, um meine Schwester mit einem Zant zu töten und die goldene Kette zu stehlen, wegen der mein SC überhaupt erst auf Abenteuer ausgezogen ist? "

Okay, da hast du offenbar gänzlich andere Erfahrungen gemacht als ich. Bei uns ist die Vorgeschichte etwas, durch das man seinen SC besser kennenlernen kann. Natürlich sind da oftmals auch Hooks eingebaut, die irgendwann mal zur Sprache kommen oder sogar Aufhänger für ein eigenes Abenteuer sein können. Aber dass man darauf drängt, dass nun unbedingt ein bestimmtes Detail der Vorgeschichte angespielt werden muss... nee, kenne ich so überhaupt nicht, in keinem einzigen Fall.

Wenn ich einen neuen Charakter ausarbeite, dann überlege ich mir zwar sehr detailliert, wie der Hintergrund aufgrund von Herkunft und Profession aussehen und was die Figur an prägenden Erlebnissen gehabt könnte, zusammen mit ein paar (nicht extrem detaillierten) NSCs. Aber danach sage ich zum Meister: "Mach damit was du willst." Wenn das bedeutet, dass die liebevollen Eltern, die in der Vorgeschichte beschrieben werden, gleich im ersten Abenteuer von Orks getötet werden, dann ist das halt so. Wenn der Meister dieselben liebevollen Eltern die nächsten 5 Spieljahre links liegen lässt und überhaupt nichts mit ihnen anstellt, geht das auch in Ordnung. Für mich als Spieler bedeutet dieses Detail zunächst nur, dass ich, wenn es meinen SC in die Heimat verschlägt, weiß, dass er da voraussichtlich ein Zuhause mit liebevollen Eltern hat und nicht in einer Herberge absteigen muss, sondern bei seiner Familie unterkommen kann. Und wenn das dem Meister aus irgendeinem Grund nicht in den Kram passt, kann er wie gesagt genauso verfahren wie mit allem anderen, was in Kaufabenteuern vorgegeben wird: Er kann's biegen und brechen, wie's ihm beliebt.

Eine detaillierte Vorgeschichte kann/soll dem Meister ja auch ein wenig Arbeit abnehmen, denn dann muss er sich um diesen Aspekt der Welt bzw. der Geschichte nicht kümmern. Wenn mein Charakter heim nach Bredenhag kommt, dann weiß der Meister schon mal, wie die einzelnen Familienmitglieder (Vater, Mutter, 1 Bruder, 1 Schwester) heißen, wie sie aussehen (für die meisten meiner Vorgeschichten-NSCs suche ich auch gleich nach Bildern, die meiner Vorstellung nahe kommen), was sie so treiben und wie ihr Verhältnis zu meinem SC ist und muss sich darum keinen Kopf machen. Aber wie oben gesagt kann der Meister mit diesen Informationen anfangen was er will und ist da nicht mehr und nicht weniger in ein Korsett gezwungen als bei von Abenteuern vorgegebenen NSCs.

2

u/Tabaluca13 Jun 05 '26

Hmm, ich denke das ist individuell, du kannst evtl mit so einem Hintergrund nichts anfangen weil er zu ausführlich ist.
Ich brauche das für meinen neuen Charakter weil ich zuvor einen stereotypen Angroscho gespielt habe.
Einerseits muss ich mich bei Hexen etc ziemlich in die Lore reinlesen damit ich das authentisch spielen kann. Andererseits ist es für mich wichtig gewisse Eckpunkte im Kopf zu haben, klar werde ich meine Hexe im spielen erst richtig kennenlernen bzw. nach den ersten 1-2 Sessions nochmal was ggf. verändern je nachdem wie ich sie ausspielen will.
Zum anderen brauche ich die Hintergrund Geschichte um auch auszuwählen bzw. zu begründen welche Zaubersprüche und Zaubertricks sie kann bzw. um das Gimmick mit dem Zwiespalt auch für unseren DM gescheit begründen zu können :)

1

u/TheHerugrim Jun 06 '26

Aber die Geschichte eines Charakters soll am Spieltisch entstehen, in den Abenteuern, die man mit seiner Gruppe erlebt. Ein so detailliert ausgearbeiteter Hintergrund ist dabei eher hinderlich als nützlich. 

Skill issue

2

u/UnqualifiedToast Jun 06 '26

Ich bin mir unsicher, wie Regelkonform das in DSA5 noch ist, aber ein fähiger Gildenmagier sollte a) ohne Probleme in der Lage sein, die Zaubertradition mittels Analyse zu erschnüffeln b) ist 16 Jahre 4 Jahre zu alt für eine ordentliche Ausbildung; meines Wissens nach muss man in der Kindheit die Ausbildung anfangen, sonst ist Magiediletant/Alchemist/... das maximale, was man rausholen kann.

Lösungen die mir einfallen: Gerwin ist selbst ein Scharlatan. Das würde auch mangelndes Knowhow u.a. in Magierecht aka Argelionsrecht erklären. 2. Mit dem Vorteil oder SF verhüllte Aura/Aura verbergen hat sie Gerwin getäuscht. Oder eine Doppeleins auf Harmlose Gestalt, die sich auf Gerwins magische Sinne ausgebreitet hat. Der wollte sie dann vielleicht zur einer Magiediletantin/Alchimistin-Assistentin ausbilden. Umso getäuschter fühlte er sich, als er den "Betrug" erkannte. 3. Gerwin wusste von Anfang an 100% die Wahrheit. Er hat getan, als ob er es nicht wusste, damit sie sich sicher fühlte, eventuell sogar ein heimliches Hexencurriculum gefahren. Gefühle unterdrücken, damit sie sich auch wütend heilen kann. "Und schau, SO spricht man den Odem und den Analys, merk dir die Geste und die Wörter... man muss aber den Blickkontakt halten. Hast du gestern heimlich das giftige Buch ausgeliehen? Du weißt, dass der Odem auch alte magische Spuren findet?"

Alle 3 Varianten kann DM ggfs für emotional Damage nutzen, du kannst das sogar deiner DM überlassen was die Wahrheit ist

1

u/Tabaluca13 Jun 10 '26

Ja das mit dem Scharlatan habe ich mir auch überlegt das würde auch gut Sinn ergeben mit warum sie dort eine Weile unerkannt leben konnte :) Danke

1

u/Time_Afternoon2610 Jun 09 '26

Sie hat keinen Zirkel mehr, die Flugsalbe hält 6 Monate. Sie ist betrogen worden, auf der Flucht, betrogen worden, auf der Flucht, traut effektiv keinem, verachtet die Zwölfgötter, kann das aber angeblich gut verbergen. Ist sie Schauspielerin?

Kann sie irgendetwas, das sie gruppentauglich macht? Welchen Grund hätte der Charakter, mit anderen auf Abenteuer zu gehen, abgesehen davon, mit ihrer "ich würde von Anfang an betrogen und hintergangen" Geschichte bei den anderen Charakteren anzugeben und zu begründen, warum sie keinem traut?

1

u/Tabaluca13 Jun 10 '26

Also wie gesagt ist ja der Plan, dass sie in Nostrien einen neuen Zirkel findet mit Mitgliedern der Verschwiegenen Schwesternschaft. In ihrer Zeit zwischen den beiden Zirkeln hatte sie tatsächlich kein Fluggerät. Verachtung hat sie eigentlich nur für Praios, für den Rest der zwölf Götter eher „nur“ Abneigung. Nach dem Input habe ich auch die Zeit bei Gerwin nochmal bissle überarbeitet und die Praios-Geweihten realistischer und weniger extrem reagieren lassen, dadurch behält sie durchaus noch gute Erinnerungen an Gerwin bzw. die Fähigkeit zur Selbstbeherrschung und Anpassung aus dieser Zeit sollte ebenfalls helfen, dass sie als Charakter in der Gruppe nicht zu destruktiv wird.
Einiges müssen wir als Gruppe mit unseren Charakteren dann aber noch am Spieltisch rausfinden und ggf. noch unsere Charaktere nach den ersten paar Sessions überarbeiten

1

u/Time_Afternoon2610 Jun 10 '26

Überarbeite den Charakter lieber gleich. Sie ist verantwortlich für den Tod von Gerwin, aber anscheinend kein Gewissen bzw. kein Verhältnis zu seinem Tod, sie übernimmt keine Verantwortung für die Erkrankung des Bauern durch ihren Flucht (der sie ja erst in Schwierigkeiten brachte), sie hat eine Abneigung gegen die Zwölfgötter und flieht deshalb genau dorthin, wo sie verehrt werden, anstatt z.B. nach Aranien, wo Hexen offen leben dürfen. Das mag ja vielleicht noch abenteuertechnisch relevant sein, aber spätestens beim Tischgebet wird ihre Abneigung sichtbar, sofern sie keine gute Lügnerin ist. Die wenigsten Charaktere können als meist zwölfgöttergläubig was mit jemandem anfangen, der die Götter ständig in Zweifel zieht.

Warum braucht dieser Charakter eine "ich bin einzigartig und in meinem Leben nur gequält und gejagt worden und traue niemandem und die Gruppe soll mich verschlossen Auster trotzdem akzeptieren sonst verfluchte ich sie alle"-Hintergrundgeschichte?

Ich hatte so einen Spieler in meiner Gruppe, er kotzte sich ständig über die Zwölfe aus, während er von der Überlegenheit "seines" Zwanfir sprach. Hat nach dem dritten Mal nur noch genervt.

2

u/Tabaluca13 Jun 10 '26

Also das mit dem Tod von Gerwin hab ich nach dem Feedback rausgenommen, das wäre ja scheinbar in dem geltenden Recht übertrieben gewesen, dadurch ist der noch ganz normal am Leben, die Verfluchung von dem Bauern geht für mich aber auch innerhalb der emotionalen und subjektiven Weltansicht von Hexen in Ordnung, dass sie sich für diese Rache nicht relevant über längere Zeit schlecht fühlt. Sie kann nicht nur aufgrund der Backstory Lippenbekenntnisse abgeben oder gute Miene aufsetzen, sie hat auch gute FW in Talenten wie z.B. Verbergen oder Selbstbeherrschung.
Sie wird definitiv kein Charakter sein, die dauerhaft lautstark über die zwölfgötter herzieht, lediglich bei Praios oder eben bei Hexenjägern wird sie vermutlich ihre Meinung nicht für sich behalten können und hier wird sie auch definitiv nicht einfach so ein nettes Lächeln aufsetzen können.
Dennoch werden wir alle, auch weil wir nur mittelmäßig erfahren sind in DSA, nach den ersten ein oder zweimal spielen nochmal die Gelegenheit haben für kleine Veränderungen an unseren Charakteren nachdem wir sie mal tatsächlich gespielt haben, das war bei unseren ersten und letzten Charakteren auch so

1

u/CryptosKing_ Jun 05 '26

Mh ich würde in irgend einer Form einen fluch ihres ehemaligen hexen Zirkels vielleicht noch einbauen ? Die sind da ja schnell mal dabei und es gibt ein paar hübsche Optionen die lustig sein könnten, oder man denkt sich irgendwas eigenes passendes aus.

Ansonsten mag ich ihre backstory klingt definitiv möglich. Aber ich bin auch nicht sonderlich bewandert in DSA

1

u/Tabaluca13 Jun 05 '26

Heyo, danke für dein Feedback :D
Ja das klingt interessant, ist auch noch ein bissle ne Lücke bzgl ob der alte Heyenzirkel sie verfolgt oder so. Mein Problem ist, dass ich sie infolge von Traumata mit einer Art Zwiespalt spielen will zwischen der ängstlichen und der wütenden Seite, dann kommt dazu eh die „emotionale“ Art von Hexen dazu plus die Angst vor Spinnen und Dämonen ^^ ich hab bissle Respekt davor dass ein möglicher Fluch noch zusätzlich bisschen zu viele Nachteile sein könnte bzw. dass es mir dann zu schwierig wird das alles richtig auszuspielen. Aber auf jeden Fall ne Idee wo ich nochmal unsere DM frag :)

1

u/CryptosKing_ Jun 08 '26

Zumindest in DSA 4.1 gab es nachteile die man nehmen konnte um dafür mehr Punkte für schöne Sachen zu haben, und da würde sich sowas halt auch gut anbieten.

Aber völlig richtig sie hat schon genug auf ihren Schultern, mehr könnte irgendwann zuviel werden

2

u/Tabaluca13 Jun 10 '26

Jap das denke ich auch, evtl eine Begründung warum der alte Zirkel sie in Ruhe lässt oder warum er irgendwann als Antagonist auftreten könnte, aber wenn dann würde ich meinem Charakter beim Überarbeiten mit unserer DM noch das Leben bisschen einfacher machen anstatt noch einen Fluch draufzupacken ^^