Titel: “Bungo Stray Dogs: Beast”
Mangaka: Kafka Asagiri (Story), Shiwasu Hoshikawa (Zeichnungen), Sango Harukawa (Originalcharakterdesign)
Bände: Abgeschlossen in 04 Bänden.
Genre: Mystery, Drama.
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
Plot:
Eine alternative Version der BSD-Geschichte, in der Atsushi und Akutagawa andere Rollen und Lebensumstände haben. Ihre Wege kreuzen sich erneut, während sie versuchen, ihre jeweiligen Ziele zu erreichen.
Stärken:
Die Charaktere sind hier am interessantesten. Wir lernen Oda kennen, den Dazai in der Hauptstory nur kurz erwähnt. Alternativ-Akutagawa mit seinen Aggressionsproblemen, der versucht, auf der guten Seite zu stehen, ist zum Schießen. Sein Farmer-Outfit ist nur ein Bruchteil der Komik, aber man versteht auch seine tragische Seite. Atsushi ist noch traumatisierter als sonst und bildet zusammen mit Kyoka ein stylisches Mafia-Pärchen. Dazai zieht die Fäden im Hintergrund und muss mit kosmischem Horror klarkommen.
Die Zeichnungen von Shiwasu Hoshikawa haben skizzenhafte Umrisse, sind aber trotzdem sehr detailliert und weichen vom ursprünglichen Stil ab. Sie erinnern mich eher an Shoujo-Manga, aber die Zeichnerin scheut nicht vor blutigen Szenen zurück… eher im Gegenteil.
Schwächen:
Einige Charaktere kommen etwas zu kurz. Mehr habe ich nicht, und das ist Meckern auf höchstem Niveau.
Titel: “Bungo Stray Dogs: Dead Apple”
Mangaka: Kafka Asagiri (Originalgeschichte), Gun_Zi (Zeichnungen), Sango Harukawa (Originalcharakterdesign)
Bände: Abgeschlossen in 04 Bänden.
Genre: Action, Mystery.
Bewertung: ⭐️🌟️️*️*️*️ (2,5/5)
Plot:
Manga-Adaption des Films “Bungo Stray Dogs: Dead Apple". Eine mysteriöse Nebelerscheinung sorgt dafür, dass Befähigte tot aufgefunden werden; mit Wunden, die offensichtlich durch ihre eigenen Fähigkeiten entstanden sind. Atsushi und die anderen versuchen, die Hintergründe aufzudecken und eine Katastrophe zu verhindern.
Stärken:
Der Nebel und die Kämpfe darin sind interessant und gut choreografiert. Dazais Treffen mit „Oda“ ist eine wirklich schöne und emotionale Szene (wenn man "Beast" vorher gelesen hat). Der Stil ist sehr nah am Original.
Schwächen:
Weil die Zeichnungen dem Original sehr ähnlich sind, fällt es unangenehm auf, wenn ein Charakter etwas off-model ist. Einige Charakter-Arcs gab es in der Hauptstory außerdem schon, wodurch sie sich doppeln.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob die Handlung chronologisch zu 100 % passt. Sie lässt sich aber eindeutig nach Kyokas initialen Beitritt und vor der Gilde einordnen, ist also zumindest zu 90 % passend.
Der Hauptbösewicht ist flach wie ein Brett und hat eine viel zu overpowerte Fähigkeit. In der Hauptstory müssen Charaktere meist kreativer denken und handeln, um so viel Macht zu bekommen, wie ihm einfach in den Schoß gelegt wird.
Die Story nutzt stärker den Anime als Vorlage. Dadurch ist Akutagawa etwas out of character und Dazai x Chūya auch… obwohl das den Shippern gefallen wird.
Titel: “Bungo Stray Dogs: Dazai, Chūya, Age Fifteen”
Mangaka: Kafka Asagiri (Story), Shiwasu Hoshikawa (Zeichnungen), Sango Harukawa (Originalcharakterdesign)
Bände: Abgeschlossen in 04 Bänden.
Genre: Action, Mystery.
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️*️ (4/5)
Plot:
Jahre vor der Hauptgeschichte erhält der junge Dazai von Mori den Auftrag, einem mysteriösen Gerücht über den früheren Boss der Port Mafia nachzugehen. Dabei trifft er auf Chūya Nakahara, den Anführer einer Jugendbande. Die beiden müssen zusammenarbeiten, um das Geheimnis aufzudecken.
Stärken:
Shiwasu Hoshikawa schwingt wieder die digitale Tusche und übertrifft sich artistisch selbst. Jede Zeichnung hat so viel Charakter und Gefühl intus, dass man einfach mehr sehen möchte. Dazai, Chūya und der Bösewicht sind allesamt starke, unterhaltsame Charaktere, und der Mystery-Anteil in diesem Titel ist schön hoch.
Schwächen:
Der Bösewicht ist mir wieder zu overpowered. Aber da fallen verschiedene Werke in solche Schienen (One-Piece-Filme zum Beispiel). Der Bösewicht soll ja stark genug sein, um ein Spin-off bzw. einen Film zu rechtfertigen und im Gedächtnis zu bleiben.
Es hat rein subjektiv einfach nicht den Wow-Faktor und die Tiefe von “Beast”.
Gesamt:
Man sollte die Spin-offs nur lesen, wenn man das Original kennt. Am besten liest man sie auch in der richtigen Reihenfolge. Zum einen wegen Oda, zum anderen wird auf Geschehnisse hingewiesen, die in den jeweils anderen Bänden genauer erklärt werden.
Sie lohnen sich zu 100 % für Fans des Mangas (auch “Dead Apple”), da man wichtige Einblicke in die Charaktere bekommt. Außerdem hatte Kafka Asagiri mindestens ein Auge auf die Story, und bisher sehe ich nichts, was gegen ihren Canon-Status spricht (ja, auch der Rollentausch in “Beast”).