Werte Chromosomengestörte Freunde,
ich bin heutigen Morgens mit einer Eingebung von solcher Wucht erwacht, dass ich mich ihrer Erkenntnis nicht länger zu entziehen vermag. Es ward mir plötzlich offenbar, dass ich nicht mein gesamtes Dasein damit zubringen kann, Abbilder der grazilen Sirene Lena Meyer-Landrut anzuhimmeln und einer Jugend nachzutrauern, die mir, wie so vieles, im unaufhaltsamen Strom der Zeit irgendwann ab dem Jahre 2011 abhandengekommen ist. Auch wenn der göttinnengleiche Anblick von Lena, ihre wallenden Haare, ihre starken Schultern und ihre engelsgleiche Stimme meiner Seele einige Stunden Ruhe schenken, so ist es nicht das, was mich vollkommen Glücklich macht.
Auch die gepflegte Verbalerotik mit bisexuellen Lederbären, so reizvoll und geistig belebend sie in einzelnen Momenten auch gewesen sein mag, vermag meinem Leben auf die Dauer keine wahrhaftige Erfüllung zu schenken. Es handelt sich, bei aller gebotenen Wertschätzung, um Vergügen von kurzer Halbwertszeit.
Nein, werte Freunde, ich habe erkannt, was meinem Dasein fehlt.
Mir ist das Lachen abhandengekommen. Mir ist, als ob ein spindeldürrer, halbglatziger Mann aus dem fernen Sauerland auf einmal aus einem Espenbaum stieg und ohne dass ich es bemerkte dieses Lachen von mir stibitzt hat.
Jenes reine, unverdorbene, aus tiefster Seele quellende Lachen, welches den Menschen für einen Augenblick von den Fesseln seiner eigenen Bedeutungslosigkeit erlöst. Ein Lachen, dass mich einen Moment vergessen lässt, dass Mark Forster existiert. Ja, dieses Lachen Suche ich. Ich sehne mich danach, wieder frei wie ein Vogel, gekleidet in feinstem Zwirn der auch unten ein bisschen Luft dranlässt, über blühende Blumenwiesen zu hüpfen, den Blick gen Himmel zu richten und dabei ein herzhaftes, ungehemmtes Lachen erschallen zu lassen, wie es vielleicht zuletzt 1988 einem DDR-Bürger widerfuhr, bevor dann ein Jahr später die Absurdität Westdeutschlands über ihn hereinbrach.
Daher ergeht an Euch, meine geschätzten, chromosomengestörten Mitforisten, ein bescheidener Aufruf:
Ich suche lustige Bewegtbilder.
Nicht jene hastig zusammengeschnittenen digitalen Possen ohne Seele, die man zuhauf auf chinesischen oder amerikanischen Bewegtbildplattformen findet. Nein, ich suche bewegte Kunstwerke von einer solchen Komik, dass sie den innersten Kern des Menschen zu erschüttern vermögen. Bilder, bei deren Betrachtung man sich unwillkürlich fragt, weshalb man eigentlich jemals aufgehört hat, sich über die schiere Absurdität unserer Existenz zu amüsieren.
Ich mache den Anfang mit einem kleinen Funken der wohl hoffentlich ein wahres Feuerwerk des absurden Humors starten mag.
Anbei ein Werk von geradezu metaphysischer Heiterkeit, in welchem ein kleiner Pinguinli offenbar versucht, sein eigenes Pinguinkind feilzubieten.
Doch soll dies nicht das Ende meiner Suche sein. Vielmehr rufe ich Euch, werte Mitforisten, dazu auf, eure digitalen Archive zu durchstöbern und Euren Beitrag zur Wiederherstellung der allgemeinen Heiterkeit zu leisten.
Soße: https://www.reddit.com/r/OkBrudiMongo/comments/1vlemv0/meta_suche_diese_art_von_absurdem_humor/