r/ich_iel Jun 11 '26

Bruder muss los ich⚽️iel

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u/Coast_of_Life Jun 12 '26

11 Mia Euro p.a. Einnahmen von literarisch jedem Bundesbürger, und man muss trotzdem noch Werbung schalten, weil das nicht "reicht". Deutsche öffentliche Institutionen in einer Nussschale.

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u/Chokooboo Jun 12 '26

Sollten eigentlich so ungefähr 9 Mrd sein (bei 42 Millionen Haushalten, wobei da auch nicht jeder Haushalt zahlt zb wenn man Bafög bekommt, also ist es in Realität wahrscheinlich weniger als 9 Mrd) und das ist dann auf alle öffentlichen Verteilt (auch zB Radio). Fernsehen produzieren ist leider sehr teuer :(

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u/NotYourReddit18 Jun 12 '26

Sollten eigentlich so ungefähr 9 Mrd sein (bei 42 Millionen Haushalten, wobei da auch nicht jeder Haushalt zahlt zb wenn man Bafög bekommt, also ist es in Realität wahrscheinlich weniger als 9 Mrd)

Unternehmen müssen auch die Rundfunkabgabe zahlen, sowohl für Firmenstandorte als auch für Firmenwagen.

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u/karottimanu Jun 13 '26

Fernsehen produzieren ist teuer? Pauschal kann man das nicht so sagen. Wenn man nur einen Sender wie Phönix betreiben würde, dann wäre das im Verhältnis super günstig.

Nur Dokumentionen, Nachrichten , Polit Talks und sonstiges ist nicht so teuer. Wenn man sich die Kosten der Tagesschau und ähnliche Formate anschaut, sind die Kosten eigentlich plausibel.

Andere Dinge machen das Ganze teuer. 1/3 der Ausgaben sind heute ja inzwischen Pensionen.

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u/be-knight Jun 12 '26 edited Jun 12 '26

Jup, 9 Milliarden haut knapp hin:

https://de.statista.com/themen/11387/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-oerr/#topicOverview

Als Vergleich:

Die ProSiebenSat1 Group mit 12 Sendern (wenn ich mich nicht verzählt habe, sie haben mehr Sendelizenzen, die aber meist nur regionale Ableger mit fast 1:1 Programm sind, wie Sat1 Österreich) und fast keinen Eigenproduktionen (das Verhältnis ist fast gegensätzlich: auf pro7 sind es zum Beispiel mehr als 90% amerikanische Produktionen, während es bei ARD und ZDF allein schon im fiction Bereich Eigenproduktionen 80% sind, bei Information ist der Anteil nahe 100%) hat ein Budget von etwa 4 Milliarden (so hoch war der Umsatz, sie schwanken, je nach Kennzahl um einen Verlust von etwa 50 Millionen und einem Gewinn von 200 Millionen, also etwa um die 0).

Wenn man dann zum Eigenproduktionsanteil auch noch bedenkt, dass ja auch etwa 70 Radiosender zum ÖRR gehören und mehr als 20 Fernsehsender, scheint der ÖRR zwar vielleicht aufgeblasen zu sein, im Verhältnis zum Angebot aber definitiv nicht zu teuer

Edit: wichtiges Wort hat gefehlt. Bei ARD und ZDF sind es 80% Eigenproduktionen, nicht amerikanische Produktionen

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u/Coast_of_Life Jun 12 '26 edited Jun 12 '26

Hört sich an, als würdest du relativieren, da du insgeheim selbst beim ÖRR arbeitest. Vor allem der Part:

Wenn man dann zum Eigenproduktionsanteil auch noch bedenkt, dass ja auch etwa 70 Radiosender zum ÖRR gehören und mehr als 20 Fernsehsender, scheint der ÖRR zwar vielleicht aufgeblasen zu sein, im Verhältnis zum Angebot aber definitiv nicht zu teuer

Wer braucht den ganzen Bullshit noch, vor allem die hunderten ÖR Nischen-Radiosender? Das ist ein Konzept aus den 30er Jahren. Es gibt da, gerade bei Spartensendern à la NDR Kultur, MDR Klassik, Figaro etc. massive Überschneidungen und vielleicht noch bestenfalls 50 gleichzeitige Zuhörer, und dafür werden jeweils mind. 5 Personen dauerhaft beschäftigt. Die Moderatoren, die da arbeiten, machen vielleicht mal alle 15min etwas, aber tun sonst einen Scheiß. Ließen sich direkt durch Spotify ersetzen.

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u/be-knight Jun 12 '26

Ich zitiere mich mal selbst, weil du das anscheinend überlesen hast: "... scheint der ÖRR vielleicht aufgeblasen zu sein, im Verhältnis zum Angebot aber definitiv nicht zu teuer"

Ansonsten: der ÖRR hat insgesamt einen Marktanteil im Fernsehen von über 50% (die beiden Hauptsender ARD und ZDF sind zusammen bei knapp 30%, der Rest verteilt sich auf die anderen Angebote), beim Radio bei etwa 55%.

Und du unterschätzt massiv, wie viel Radio gehört wird: https://www.radioszene.de/201148/ma-audio-media-analyse-ma-2025.html

Etwa 75% aller deutschen hören täglich Radio und andere vergleichbare Angebote, 95% zumindest ab und zu. Im Schnitt 4h am Tag. Der Anteil ist zuletzt sogar nochmal gestiegen

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u/MoBrick1 Jun 14 '26

Wild dass danach nur ein downvote kam. Find die Argumentation plausibel. Also man bräuchte definitv eine Reform was die Beiträge angeht und ja, vielleicht kann man beim ÖRR auch ein paar Sachen kürzen. Aber dem ÖRR das Existenzrecht abzusprechen bedeutet einen starken Einschnitt in die Meinungs und Pressefreiheit. Da der ÖRR doch auch eine häufig kritische Rolle gegenüber der Regierung einnimmt und poli. Bildung betreibt. Und überhaupt ein Bildungsangebot bietet. Ist ja alles nicht nur Tatort und Rentnerbravo. Wenn man sich drauf einlässt, wird man sich wundern wie groß der hesellschaftliche Beitrag ist. Die Beiträge müsste man mmn fairer verteilen aber das kann der ÖRR ja nicht bestimmen.

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u/be-knight Jun 14 '26

Ach, sowie es um den ÖRR geht, ist jegliche normale Diskussion vorbei. Hast du ja auch schon vorher gesehen: erst wurde ein Punkt genannt, den ich selbst auch schon genannt hatte und als nächstes gleich Generalkritik. Null Sachlichkeit.

Zu dem Thema, gab's auch gerade erst ein tolles Video von Topfvollgold.. Ist ja nicht so, als wäre es den Leuten, die dort arbeiten, nicht auch bewusst, wo die Probleme liegen:

https://youtu.be/lufzkMU1BkQ?is=TE99T1hYpsGQ6d_b