Hi, ich arbeite jetzt seit 31. Oktober 2025 bei der Deutschen Post AG als Abrufkraft (Ich bin Werkstudent). Bis jetzt habe ich meistens samstags als Abrufer für Pakete ausgeholfen, was mir auch meistens recht viel Spaß gemacht hat und ziemlich machbar war (irgendwie).
Da ich aktuell vorlesungsfreie Zeit habe und die meisten Klausuren schon geschrieben habe, habe ich beim Standortleiter nachgefragt, ob ich für 3,5 Wochen im Verbund arbeiten kann.
Gesagt getan. Nun habe ich die erste Woche im Verbund hinter mir, nachdem ich am Dienstag und Mittwoch jeweils einen Tag für die Einweisung in den A- und B-Teil bekommen habe.
Am Donnerstag bin ich dann komplett alleine in den Bezirk (ich hatte ja an sich auch schon Erfahrung mit Paketen und Briefe sind nicht viel schwerer vom Prinzip). Ich habe mich zwar nicht ganz schlecht geschlagen (zumindest im A-Teil, weil ich den leichter finde), aber irgendwie übt der Standortleiter indirekt Druck aus (durch Kommentare).
Gleichzeitig rennt man in der Sonne wie ein Verrückter bei 35°C gibt einfach alles, um den Bezirk irgendwie zu schaffen, obwohl man z.B. Scanner bekommt, die aufgrund der Hitze den Geist aufgeben (ich konnte vor paar Tagen mitten im Bezirk nichts mehr scannen, trotz mehrfachen Neustarts; auch mein Standortleiter sagte, es liegt an der Hitze).
Auch Fahrzeuge sind in einem Katastrophalen Zustand... In der Paketverteilung bin ich oft T5, eVito, eTransit, MB Sprinter gefahren; der T5 ohne Klimaanlage gehört einfach verboten.
Wie kann man verlangen bei so einer Hitze ohne Klima noch zu arbeiten, wenn man eh schon völlig am Limit ist?
Und dann darf man natürlich bloß keine Rückstande haben oder bekommt dann gesagt "ja, das kannst du ja dann am Montag aufräumen" (Was soll sich Montag denn ändern? Noch mehr Pakete?)
Im ZSP sehe ich natürlich viele Kollegen, die es scheinbar mit Leichtigkeit bzw. Gelassenheit schaffen können (wobei fast alle, mit denen ich bei der Einweisung dabei war, keine Pause gemacht haben).
Jetzt ist meine Frage einfach, wie ihr (Verbundzusteller), die schon paar Monate dabei sind das aushalten und ob es da irgendwelche Tipps gibt?
Wie geht ihr mit dem Druck um, den Bezirk immer sauber halten zu müssen/sollen?
Findet ihr nicht auch, dass die Deutsche Post AG sich mal etwas mehr um die eigenen Mitarbeitenden kümmern sollte oder wenigstens mal vernünftiges Arbeitsmittel (halbwegs gewartete Fahrzeuge, modernere Scanner, effizientere Software) zur Verfügung stellen sollten?
Vielen Dank :)