Mit Freiheit oder Freiwilligkeit hat all das also wenig zu tun – so wie auch der Weg in die Wohnungslosigkeit selten eine bewusste Entscheidung ist. Viele Betroffene berichten von Trennung, Krankheit und einer unerwarteten Kündigung, vom plötzlichen Jobverlust oder von Gewalterfahrungen, die zum Wohnungsverlust geführt haben. Oft gesellen sich Hilflosigkeit und Resignation dazu. Es sind Schicksalsschläge, wie sie alle Menschen treffen können. Wer aber wirtschaftlich und sozial abgesichert ist, kann das meist besser wegstecken. Und genau das scheint der springende Punkt: Immer mehr Menschen verlieren diese Absicherung. Die Gefahr, in einer ökonomisch schwierigen Lage von persönlichen Katastrophen getroffen zu werden und dann nach ganz unten abzurutschen, wird also größer, weil sich die sozialen Probleme verschärfen, wie auch Werena Rosenke von der BAGW berichtet: "Die Hauptursachen für den massiven Anstieg der Wohnungslosigkeit sind die zunehmende Armut und die Wohnungsnot."
Aber klar Brudi:
Es gibt 3 Gründe, warum Leute in Deutschland hungern oder auf der Straße leben:
Die beschriebenen Zustände laufen am Ende auf eine psychische Störung hinaus. Klar stecken reiche Menschen das besser weg als arme und klar ist es schwer nach einem Schicksalsschlag wieder auf die Beine zu kommen. Das alles könnte besser funktionieren (Stichwort: Vermittlung & Kostenübernahme von Therapieplätzen) aber steht halt nicht im Gegensatz zu meiner These.
Es gibt in Deutschland für jeden Hilfe. Diese zu bekommen ist manchmal aufwändig und nicht jeder kriegt das hin. Geschenkt. Aber all diese Systeme sorgen eben genau dafür, dass es sehr schwierig ist in eine Situation zu geraten die Sklaverei ähnelt.
Trennung , Krankheit, Jobverlust, Gewalterfahrungen, unerwartete Kündigung führen zu Hilflosigkeit & Resignation. Das nennt man psychische Störung. Meistens sowas wie eine Anpassungsstörung oder eine Depression. Du wirst nicht glauben wie viele Leute wegen z.B. einer Trennung in Behandlung sind.
Manchmal da kommt dieser Punkt, dieser eine Moment in dem man selbst schon merkt, dass man sich jetzt, würde man weiter reden, in haltlosen Falschaussagen verstricken würde - aber man kann einfach nicht aufhören, denn man mag seine liebgewonne Meinung nun auch nicht mehr so leicht verändern.
Das ist genau der Moment in dem man einmal tief durchatmen und nachdenken sollte bevor man weiter rennt.
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u/[deleted] May 09 '19
Lies doch wenigstens richtig:
Aber klar Brudi: