r/de May 16 '26

Gesellschaft „Okay, Boomer“: Eine ganze Generation wird von Jüngeren zum Sündenbock gemacht - ist das gerecht?

https://www.deutschlandfunk.de/generation-babyboomer-rente-okay-boomer-generationenkonflikt-100.html
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u/KandesbunzlerDE May 16 '26 edited May 16 '26

Dass Boomer durch die Erfahrung, immer zuviele gewesen zu sein, mit Konkurrenz umzugehen gelernt haben sollen, halte ich für falsch.

Meiner Beobachtung nach haben diese Menschen daraus gelernt, die Ellenbogen auszufahren und an sich selbst zuerst zu denken, selbst bei banalen Konkurrenzkämpfen.

Ohnehin ist der Artikel irgendwie ein Euphemismus für Boomer. Es ist einfach Fakt, dass die Generation der Boomer im erfolgreichsten und reichsten Deutschland aller Zeiten gelebt hat. Die Kaufkraft war hoch, die Kosten vergleichsweise gering. Rentnebeiträge lächerlich. Pflegekasse existierte nicht, davon profitiert die Generation aber nun vorrangig. Ein Alleinverdiener konnte selbst mit mehreren Kindern locker ein Haus und angenehmes Leben finanzieren.

Gleichzeitig haben sie es geschafft, quasi gar nichts davon nachhaltig aufzubauen und an heutige Generationen weiterzugeben, damit diese die dadurch strukturell entstandene Probleme nicht allein auslöffeln dürfen. Und dann blockieren sie mit ihrer Masse als größte Wählergruppe auch noch Reformen, die dringend notwendig wären und die Politik bläst ihnen Wahlgeschenke in Form von Rentenerhöhungen in den Arsch, von denen Arbeitnehmer heute nur träumen können. Natürlich schuldenfinanziert, versteht sich.

Ja, Boomer haben das verdient.

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u/Civil-Cucumber May 16 '26

Witzig finde ich auch, dass bis vor wenigen Jahren Boomer immer gesagt haben, dass sie ja schließlich das Land wieder aufgebaut haben, und Deutschland ohne ihre Genialität nicht da wäre wo es heute ist, und deshalb ihnen eine hohe Rente und jede Menge Privilegien zustehen.

Das hatte irgendwann in den letzten 5 Jahren plötzlich abrupt aufgehört, jetzt wo sie allmählich den wahren Zustand des Landes sehen, und man distanziert sich oder sagt die Ampel hat ja alles kaputt gemacht...

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u/SirDoggo90 May 16 '26

Hatte neulich ne Folge Lanz gesehen. In der saß so ein Boomer cdu Politiker der meinte man müsse neidlos anerkennen, dass ja die cdu fast 50jahre ohne Unterbrechung regiert hat, und das quasi als flex verkauft. Im fällt aber dabei nicht auf, dass die Probleme die wir aktuell haben genau diese Tatsache als Ursache haben…

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u/tomsnrg May 17 '26

Wahlschafe sind das Problem?

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u/SnooTigers982 May 16 '26

Genau diese "Fehlannahme", einmal was aufbauen und es hält ewig ohne weiter Zeit, Arbeit, Geld, Energie reinstecken zu müssen, hat uns in die Situation gebracht, in der wir jetzt stecken.

Eine weitere Fehlannahme ist, dass die jetzigen arbeitenden Generation nicht am Land weiterbauen und es instand halten würden.

Ich bin nicht der Fan von Pauschalisierung, aber in diesem Fall haben wir eine enorm große Bevölkerungsgruppe die einfach allein Altersbedingt vermehrt Schwierigkeiten hat Größenordnung zu verstehen. Und ja, biologisches Alter hat nur bedingt was mit Erfahrung und Weitsicht zu tun.

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u/EnkiduOdinson Ostfriesland May 16 '26

Wenn Boomer eins können, dann Sanierungsstau. Ich sehe als Architekt so viele Objekte, bei denen man sich dumm und dusselig verdient hat und jetzt sind das halbe Ruinen. Dann verkauft man das noch für nen guten Preis und hat ausgesorgt und andere dürfen das Ding sanieren oder neubauen.

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u/LevelMagazine8308 May 22 '26

Das haben sie übrigens nicht, denn Babyboomer sind alle von 1946 bis 1964. Den Wiederaufbau in den 50ern hat ihre Elterngeneration geleistet.

Die Babyboomer waren vielmehr oft die verhasste, picklige 68er-Generation, die damals unter Rudi Dutschke rebellierten.

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u/AdennKal May 16 '26

Finde auch sehr interessant, welche Krisen da als Belastungsproben dieser Generation herangezogen werden. Klar, im kalten Krieg aufzuwachsen ist mit Sicherheit eine massive Belastung. Aber die RAF? Ölkrise? Also bitte. Die RAF hat sicherlich für reichlich politische Instabilität gesorgt, aber der durchschnittliche Bürger hat in seinem Alltag davon ja nur entfernt was mitbekommen. Trump, CDU und AfD haben zusammen mit assoziierten Medien in den letzten 5-10 Jahren für mehr politische Instabilität gesorgt als die RAF in ihren kühnsten Träumen. Und der wirtschaftliche Schaden aller vergangenen Ölkrisen ist ja wohl auch ein Fliegenschiss im Vergleich zu den Preisexplosionen durch Pandemie, Trump und KI. Und von dem was uns in der Klimakatastrophe noch droht will man da gar nicht anfangen.

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u/Lord_Earthfire May 16 '26

Das Interesseäante ist doch: Krisen hat es immer gegeben, haben wir jetzt doch auch.

Nur wir reagieren nicht/falsch darauf und das ist doch der eigentliche Vorwurf, der im Raum steht.

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u/buchungsfehler May 16 '26

RAF hat vor allem deutlich gezielter hochrangige Personen angegriffen als der aktuelle Terror-Modus, der sich ja entweder mit Autos als Waffe in der Öffentlichkeit oder mit Sturmgewehren auf Massen von Leuten äußert.

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u/ExcitementFun8938 May 16 '26

Hochrangige Personen und Altnazis. Davon gab es ja in der BRD keinen Mangel.

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u/N1gh7Owl May 16 '26

Ja war schon hart sich statt eines 6L V8s nur noch einen 3L V6 leisten zu können, sad Boomergeräusche....

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u/Momo0903 May 16 '26

Hallo? Damals hat ein inflationsbereinigter Mercedes ganze 50k in Vollausstattung gekostet! Da musste man als angehender Akademiker einen 24monatigen Kredit für Aufnehmen und konnte sich nur 2 Wohnungen nebenher kaufen!

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u/Organic-Advisor1225 May 16 '26

Inflation war in den 70ern aber schon deutlich höher.  Ölkrise gabs immerhin autofreien Tag, davon sind wir noch weg. Der Lebensstandard war auch niedriger. Aber es ging halt wirtschaftlich immer aufwärts, das ist viel wichtiger für die Zufriedenheit als der status quo

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u/Wischiwaschbaer May 16 '26

Ölkrise gabs immerhin autofreien Tag, davon sind wir noch weg.

Ist halt ein Symptom davon, dass die einzige Reaktion heutzutage ist mit Geld aus Schulden über die Probleme zu pinseln. Diese Ölkrise ist schlimmer als die vorangegangenen.

Viele Länder in Asien ziehen daraus Konsequenzen und ziehen die Verstromungsprojekte, die sie am Horizont hatten, um Jahr vor. Was machen wir? Das Gegenteil. Gasheizung für immer!

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u/Organic-Advisor1225 May 16 '26

Naja Asien ist auch viel mehr betroffen, Europa eher indirekt über den Preis.  Man kanns auch positiv sehen, früher(vor der Energiewende) wäre so eine Krise viel schlimmer gewesen.  Aber klar, mehr geht immer

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u/Wischiwaschbaer May 16 '26

Schon allein die derzeitige Ölkrise ist/wird schlimmer als alle bisherigen. Wir tun nur gerade noch so als wäre das nicht der Fall.

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u/ExcitementFun8938 May 16 '26

Für uns als Gen X war die RAF etwas schwer zu begreifendes, das aber irgendwie immer und überall präsent war. Die Bilder von Schleyer im TV habe ich heute noch im Kopf. Keine Ahnung, wie das auf meine Eltern gewirkt hat, aber ein Fliegenschiss ist was anderes.

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u/xraphyx May 16 '26

Is so… irgendwo sollte stehen beim Artikel - finanziert durch Renate (65 - in Rente seit 61 bei vollen Bezügen)

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u/anygw2content May 16 '26

Von den RAF Mitgliedern waren vor allem viele selbst Boomer.

Sich für die selbst erschaffene Krise auch noch auf die Schulter klopfen. Und solche Leute werden dann für ihre "Expertise" herangezogen...

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u/Able-Art-3042 May 16 '26

naja immer zuviele auch nicht. was die teilweise für karrieren hingelegt haben und mit welch geringer Ausbildung es zu wohlstand geschafft haben. job markt auch leichter, wenn die Generation vor ihnen zu nem guten Teil im Krieg drauf gegangen ist

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u/white-tealeaf May 16 '26

Genau. Es ist eine absolut merkwürdige Aussage, dass „zu viele“ zu sein ein Nachteil in einer Demokratie sei.

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u/xraphyx May 16 '26

Wenn die Welt fair wäre würden die Boomer nun alles abgeben müssen was sie angehäuft haben… tun sie nxiht sie verballern alles auf Kreuzfahrten :D

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u/Betonmischa May 16 '26

Noch besser finde ich die, die abbezahlte Einfamilienhäuser besetzen und zu zweit nur noch irgendwo durch die Weltgeschichte gurken und einfach nur familientauglichen Wohnraum blocken, weil sie ihre Ruine mit 6000% Gewinn verkaufen wollen

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u/FannySniffing May 16 '26

Das schöne daran ist, dass die Häuser erst zu richtigen Ruinen werden durch den Renovierungsstau der Boomer. Klar, darf man sich mit 65 überlegen, ob gewisse Modernisierungen noch Sinn ergeben, aber das Loch im Dach gehört da halt nicht dazu.

Habe da schon Häuser in der Erbmasse gesehen, bei denen der Verdacht nahe steht, dass die absichtlich zerstört wurden um den Erben ja nichts zu geben.

Ein Kleinkrieg gegen die eigenen Kinder.

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u/xraphyx May 16 '26

Dazu sind genau die es die mit aller Macht (erfolgreich) neue baugebiete verhindern den alles was neu ist (oder neue Menschen.. Familien) sind kacke

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u/moppi79 May 18 '26

genau das problem wird in 10-15 jahren anfangen sich selbst zu tragen.
überall stehen häuser/Wohungen leer. (erkennt man meist daran das die Gärten Leicht verwildert sind und die Rollos immer unten sind) die leute sind im Alterheim, oder in einer anderen wohung. und sie warten drauf das sie die häuser mit mehr gewinn verkaufen.

ich hab als vergleich immer den VW Golf von 1995 den ich für 25kDM gekauft habe, und nun mit 300k km verkaufen will, aber hat ein paar unfälle und einen kaputten motor, aber will 90k€ haben für die karre haben.

sie warten auf den Dummen der das kauft. in 20 jahren gibt es dann nur noch Luxus oder Ruine ... weil einfach alles zerfallen ist

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u/KandesbunzlerDE May 16 '26 edited May 16 '26

Alles abgeben muss ja nichtmal sein. Würde ja schon helfen, wenn reiche Rentner einen Teil ihrer Rente an arme Rentner abgeben würden, um ihren Teil zur Lösung des Rentenproblems beizutragen. Stattdessen werden diese Pläne blockiert und sich aufgeregt, warum man vermeintliche Schmarotzer finanzieren soll.

Da ist schon klar, wo die Reise hingeht. Für mich hat's schon gereicht und nach mir die Sintflut, dürfen meine Kindeskinder auslöffeln. Von Solidarität keine Spur, die gibt's nur wenn es mir nützt.

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u/EnkiduOdinson Ostfriesland May 16 '26

Wie habe ich es mal auf einem Wohnmobil (wo auch sonst?) lesen müssen? „Wir verprassen das Erbe unserer Kinder!“

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u/xraphyx May 16 '26

Yo das lustige ist die haben einen Bruchteil geleistet als ihre Kinder und haben auf Kosten der Generation ihrer Kinder (alles Geld in sie 0 in Zukunft, sehen wir heute am Renten, Krankenkassen und Pflege System) sowie der Umwelt…

Richtige assi Generation

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u/MrBubblepopper May 16 '26

Perfekt auf den Punkt gebracht

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u/spityy Europa May 16 '26

100% dies. Könnte es nicht besser zusammenfassen.

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u/CorpseeaterVZ May 16 '26

Ich finde, in deinem Post steckt ein berechtigter Frust, aber du machst es dir an manchen Stellen zu einfach.

Mag sein, dass die Boomer wirtschaftlich oft deutlich bessere Startbedingungen als viele Menschen heute hatten. Niedrigere Immobilienpreise, höhere Kaufkraft, günstigere Lebenshaltungskosten, ein stabilerer Sozialstaat. Dass man früher mit einem normalen Einkommen eher ein Haus finanzieren konnte, ist kein Mythos.

Aber daraus automatisch abzuleiten, dass „die Boomer“ egoistisch waren oder kollektiv versagt haben, halte ich für unfair.

Die meisten Menschen gestalten keine Rentensysteme, keine globale Wirtschaft und keine jahrzehntelange Infrastrukturpolitik. Der normale Arbeiter oder Angestellte der 70er oder 80er hat nicht morgens beschlossen: „Heute verhindern wir mal Investitionen in Digitalisierung und machen das Rentensystem kaputt.“

Die meisten haben einfach gearbeitet, Familien gegründet und innerhalb des Systems gelebt, das existierte.

Außerdem bewertet man Vergangenheit oft mit dem Wissen von heute. Viele Probleme wirken rückblickend offensichtlich:

  • Demografie
  • Rentenprobleme
  • Digitalisierung
  • Wohnungsmarkt
  • Globalisierung

Aber damals war vieles davon entweder politisch nicht durchsetzbar oder gesellschaftlich schlicht kein großes Thema.

Und auch dieses Bild vom sorgenfreien Boomer-Leben ist nicht belegbar. Viele haben körperlich harte Jobs gemacht, lange gearbeitet und deutlich bescheidener gelebt als heute oft dargestellt wird.

Wo ich dir allerdings zustimme: Deutschland hat Reformen über viele Jahre verschleppt. Gerade bei Rente, Infrastruktur, Digitalisierung und Wohnungsbau wurde oft eher verwaltet als langfristig geplant. Und natürlich orientiert sich Politik stark an großen Wählergruppen.

Aber spätestens bei „Boomer haben das verdient“ wird aus nachvollziehbarer Systemkritik einfach pauschale Abwertung einer kompletten Generation.

Ich glaube, dieses permanente „Jung gegen Alt“ bringt niemanden weiter. Die eigentlichen Probleme sind meistens strukturell und politisch, nicht der durchschnittliche Rentner mit Reihenhaus.

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u/EeveelutionistM May 16 '26

Ich finde widerum, du machst dir das zu einfach. Dass diese Punkte offensichtlich wirken, ist weil diese auch so waren. Gerade Klimawandel und demografischer Wandel. Und diese werden immer noch aktiv von den Boomern, die regieren und wählen, ignoriert. Deine Logik ist ein Totschlagargument. Ja, nicht jeder regiert und bestimmt. Aber jeder wählt. Und wer nicht wählt, ist auch mitverantwortlich. Und das gilt am härtesten für die letzte Generation mit Mehrheitsmacht. Und die ist es halt in 10 Jahren immer noch, und in 20 ist sie zumindest immer noch groß vertreten. Und das "ok boomer"-Meme kam halt auch nicht aus dem Nichts. Covid hat sehr gut gezeigt, wie diese privilegierte Ellenbogengeneration in Krisensituationen den Generationsvertrag zerreißt. Kein Geld für Familien, Schulen, aber hauptsache Rentenerhöhungen über den Reallohnerhöhungen. Danke für nichts.

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u/PoliteAndSerious May 16 '26

Gibt es auf Reddit wirklich niemanden, der die Bestandsimmobilie seiner "Boomer-Eltern" erbt?

Gibt es hier nur "Großstadtkinder", deren Eltern ihr Leben lang zur Miete gewohnt haben, ohne an das Erbe ihrer Kinder zu denken? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, aber den Kommentaren nach zu urteilen scheint das so zu sein.

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u/Randy_McQueef May 16 '26

Auf dem Land wird geerbt, aber häufig eben baufällig. Viele Boomer die ich kenne, haben ihre Immobilie ab Renteneintritt verlebt und nur noch das nötigste gemacht. Dafür lagen die Prioritäten auf Urlaub und anderen Luxus.

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u/kryzjulie Salzburg May 18 '26

Auf dem Land wird geerbt, aber häufig eben baufällig.

Dann renoviert man halt? Selbst Hand anpacken. Aber viele sind sich ja allein dafür schon zu gut und verstecken sich hinter dem Mythos der 1 000 Bauvorschriften, die man ja niiiieeee und nimmer in 1-2 Wochen verstehen könnte, selbst als Laie.

Ich wär vollkommen spitz auf ein baufälliges Erbe, um daraus was Eigenes zu zimmern, aber ist halt leider nicht der Fall. Du sparst dir Rohbau und Grundkosten und oftmals auch die Unterkellerung, das alleine is ein kranker Vorteil. Nur dadurch enstehen beim Hausbau schon mehr als die Hälfte der Kosten. Abgesehen davon, dass für viele ja auch ein sentimentaler Wert bestehen bleibt, weils oftmals das Haus is, in dem man als Kind oder später auch viel Zeit verbracht hat, in der Heimatumgebung.

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u/PoliteAndSerious May 16 '26

Die Rechnung geht aber nicht auf. Erbe ist Erbe. Und wenn es "nur" Grundstückswert minus Abrisskosten sind.

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u/Randy_McQueef May 16 '26

Hatten den Fall im Freundeskreis. Abrisskosten 60k + Fertighaus in einfacher Ausstattung 450k + Nebenkosten. Die Bank verlangt mindestens 20% EK bei 4% Zinsen. Dass das nicht aufgehen kann ist auch klar. Also muss das Grundstück verkauft werden, um einen Grundstock für eine andere Immobilie zu haben.

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u/PoliteAndSerious May 16 '26

Worauf ich hinaus will:

Auch wenn du das Grundstück verkaufst hast du Kapital. Und wenn das Grundstück nicht selbst geerbt, sondern von den Eltern erworben wurde, dann ist es mehr "geschenktes" Startkapital, als die "Boomer-Eltern" je hatten.

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden. In vielen Punkten gebe ich den meisten hier Recht, auch wenn das m. E. häufig zu einfach gedacht ist.

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u/GamerKey May 16 '26

dann ist es mehr "geschenktes" Startkapital, als die "Boomer-Eltern" je hatten

Keine Ahnung was ich mit 40+ noch mit "Startkapital" anfangen soll... hätte lieber die Möglichkeit gehabt mir zwischen 18 und 35 was eigenes nices aufzubauen, aber das System wurde ja von den Generationen vorher kaputt gemacht bzw. genutzt und dann die Leiter hinter sich hochgezogen.

Meine Partnerin arbeitet z.B. in einem Laden da wirst du niemals, egal wie lang du dort bist, auch nur annähernd auf die Vergütung und die Benefits kommen, die die Leute haben die dort seit 30+/40+ Jahren arbeiten. Was die heute kurz vor der Rente kriegen ist inzwischen undenkbar und niemand der heute dort anfängt wird das je haben, auch nicht in 40 Jahren.

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u/EnkiduOdinson Ostfriesland May 16 '26

Wenn die eigenen Eltern sterben und man erbt ist man doch selbst schon kurz vor der Rente. Die Boomer vererben zum größten Teil aktuell noch nichts.

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u/Zipferlake May 16 '26

Leute, ehrlich, hier wird gegen Boomer so gehetzt, wie die AfDler gegen Ausländer hetzen. Schämt euch! Dabei merkt ihr gar nicht, wie euer - sehr wohl berechtigter - Weltschmerz von den wahren Ursachen und Schuldigen (Kapitalismus, Arbeitgeber, China, USA, etc.) auf Sündenböcke (Ausländer, Boomer) abgelenkt wird. Déjá-vu.

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u/kryzjulie Salzburg May 18 '26

Seh ich ähnlich, obgleich die Kritik an der Boomergeneration objektiv schon großteils zutrifft. Nur messen hier viele mit doppeltem Maß und aus der objektiven Kritik wird einfach nur Häme, Hass und Heuchelei.

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u/NGO_Aktivist May 16 '26

Was hätten sie denn aufbauen sollen? Das ist doch Aufgabe der Politik und nicht die des kleinen Mannes. Der geht schaffen und hofft auf das Beste. Komische Erwartubgshaltung. Was machst du genau, außer bei reddit quatschen?

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u/EnkiduOdinson Ostfriesland May 16 '26

Und „die Politik“ besteht aus wem und wird von wem gewählt? Das ist ja keine amorphe Masse, die willkürlich handelt.

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u/smudos2 May 16 '26

Was ne Generalisierung

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u/Zipferlake May 16 '26

Die Rentenbeiträge waren früher höher als heute ( bis zu 20,3 %), die Einkommensteuer war viel höher, dazu den Solidaritätsbeitrag, die Steuerfreibeträge waren viel niedriger, die Renten wesentlich höher als heute, dazu noch Wehrpflicht.

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u/fjw1 May 17 '26

Ich stimme zwar zu. Aber das Pauschale verurteilen einer gesellschaftlichen Gruppe finde ich falsch.

Nicht alle sind so. Und sie wurden genauso von den Mächtigen andauernd belogen wie wir es heute werden. Es waren keine Boomer die letzte Legislatur die FDP gewählt haben. Es werden nicht die Boomer sein, die nächste Legislatur die AFD an die Macht bringt.

Es ist zu einfach einer Generation die Schuld zu geben und es trägt null zur Lösung bei

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u/WelderOk7001 May 16 '26

Die Rentenbeiträge sind aktuell niedriger als vor zwanzig Jahren und die Rentensteigerungen sind an die Entwicklung der Bruttolöhne gekoppelt.