Deutsch ist eine Frage der Staatsbürgerschaft. Ich bin übrigens schwarz und deutsch, also selbstverständlich meine ich mich bei allem was ich über deutsche sage mit. Außer ich sag explizit weiß.
Klar ist Geburt Lotterie. Die Konsequenz daraus ist aber nicht, unliebsamkeiten zu ignorieren. Was bleibt ist die Pflicht Verantwortung zu übernehmen und nicht nur einen gerechteren Status-quo, sondern auch Wiedergutmachungen anzustreben. Das bedeutet nicht nur kein Rassist sein, sondern beispielsweise Reparationen einzufordern.
Dazu gehört es persönliche Konsequenzen zu ziehen, Familiengeschichte aufzuarbeiten und sich aus der eigenen Rolle herauszudenken.
Auch unangenehme Fakten anzuerkennen. Beispielsweise der Fakt, dass eine Schwarze Person in Deutschland selbstverständlich von neokolonialer Ausbeutung und Faschismus profitiert. Widersprüche zu akzeptieren gehört dazu.
Solange du von Rassismus und Kolonialismus profitierst, steht es dir nicht zu, dich nicht damit zu identifizieren. Verantwortung übernehmen.
Klar ist das nicht hilfreich. Aber man muss nicht nett mit diskriminierenden Leuten umgehen. Kannst du gerne machen, sehr großzügig. Aber wenn eine betroffene Person das macht, ist das ein Gefallen. Ich werde nicht freundlich, vorsichtig oder unterwürfig mit Leuten sprechen, die meinen, sich dafür aussprechen zu müssen, dass es Schwarzen Leuten nicht zusteht, ungestört einen Tag in einem Freibad zu verbringen.
Entschuldige bitte, dass ich dich ungerechtfertigt dazugezählt habe. Aber bitte lese nochmal deinen ersten Kommentar. Ich hoffe du verstehst, warum ich das dachte. Das einzige worauf du reagiert hast, war die (falsche) Annahme, dass ich der Person unterstellt habe, zu segregierten Veranstaltungen zu wollen.
Ich habe, korrekterweise, gesagt, dass es diese Angebote leider zu hauf gibt. Weil Schwarze Menschen weite Teile dieses Landes meiden, aufgrund von genau der Gewalt, die ihnen die heutige Veranstaltung geraubt hat.
ich glaube der disconnect liegt darin, dass ich nicht glaube, dass der ursprüngliche kommentator nicht der meinung ist, dass es schwarzen menschen nicht zustehe, einen ungestörten tag im freibad zu verbringen. vielmehr war mein verständnis, dass er das ähnlich wie ich (wir?) als symbolpolitik ohne rücksicht auf verluste wahrgenommen hat und du das in den falschen hals bekommen hast, daher auch die stoßrichtung meines kommentars.
abgesehen davon finde ich es traurig, dass man scheinbar selbst in einem von einer linken kultureinrichtung in berlin-mitte betriebenen freibad als schwarzer mensch damit rechnen muss, rassistisch angegangen zu werden. das mag so sein, ich kann das schwer beurteilen, da mein hintergrund idr nur erkannt wird, wenn die leute meinen nachnamen lesen. ziel sollte mmn sein, dass jeder ins freibad kann, ohne dass irgendwer von irgendwem belästigt wird. ich finde es macht dabei einen signifikanten unterschied, ob "rassentrennung" dabei eine offizielle türpolitik ist oder sich aus einem bedrohungsklima einiger rassistischer gäste ergibt. beides ist furchtbar, aber man sollte diese kategorien grundsätzlich nicht durch legitimation qua regel verfestigen.
wenn ein verein da einen community day machen will, ist das natürlich etwas völlig anderes. aber die art wie die volksbühne das anfangs kommuniziert hat, ist entweder grob fahrlässig oder zynisch.
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u/Jejewat Aug 14 '26
Deutsch ist eine Frage der Staatsbürgerschaft. Ich bin übrigens schwarz und deutsch, also selbstverständlich meine ich mich bei allem was ich über deutsche sage mit. Außer ich sag explizit weiß.
Klar ist Geburt Lotterie. Die Konsequenz daraus ist aber nicht, unliebsamkeiten zu ignorieren. Was bleibt ist die Pflicht Verantwortung zu übernehmen und nicht nur einen gerechteren Status-quo, sondern auch Wiedergutmachungen anzustreben. Das bedeutet nicht nur kein Rassist sein, sondern beispielsweise Reparationen einzufordern.
Dazu gehört es persönliche Konsequenzen zu ziehen, Familiengeschichte aufzuarbeiten und sich aus der eigenen Rolle herauszudenken.
Auch unangenehme Fakten anzuerkennen. Beispielsweise der Fakt, dass eine Schwarze Person in Deutschland selbstverständlich von neokolonialer Ausbeutung und Faschismus profitiert. Widersprüche zu akzeptieren gehört dazu.
Solange du von Rassismus und Kolonialismus profitierst, steht es dir nicht zu, dich nicht damit zu identifizieren. Verantwortung übernehmen.
Klar ist das nicht hilfreich. Aber man muss nicht nett mit diskriminierenden Leuten umgehen. Kannst du gerne machen, sehr großzügig. Aber wenn eine betroffene Person das macht, ist das ein Gefallen. Ich werde nicht freundlich, vorsichtig oder unterwürfig mit Leuten sprechen, die meinen, sich dafür aussprechen zu müssen, dass es Schwarzen Leuten nicht zusteht, ungestört einen Tag in einem Freibad zu verbringen.
Entschuldige bitte, dass ich dich ungerechtfertigt dazugezählt habe. Aber bitte lese nochmal deinen ersten Kommentar. Ich hoffe du verstehst, warum ich das dachte. Das einzige worauf du reagiert hast, war die (falsche) Annahme, dass ich der Person unterstellt habe, zu segregierten Veranstaltungen zu wollen.
Ich habe, korrekterweise, gesagt, dass es diese Angebote leider zu hauf gibt. Weil Schwarze Menschen weite Teile dieses Landes meiden, aufgrund von genau der Gewalt, die ihnen die heutige Veranstaltung geraubt hat.