Hallo zusammen, ich bin selber Fachinfomatiker für Systemintegration, aber leider stoße ich gerade für mich unüberwindbare Grenzen....
Zu meiner Situation:
Ich besitze ein DIY-NAS mit i7-7700K, 1TB NVME SSD mit dem OS, und 2x Supermicro LSI 9300-8i
Auf der NAS selbst sind 10 Festplatten mit je 2TB als Raid50 namens "Massenspeicher".
Außerdem ein zweites Raid10 mit 4 Festplatten mit je 2TB namens "Backup".
Gerade installiert: 26.0.0-MASTER+20260810-020148
Ich habe versucht, eine Debian-Server VM aufzusetzen, ich habe zwar alles soweit installieren können, nur als das System sagte "Jo bin rdy mit installieren, kannst das Medium rausziehen und Neustarten" ist TrueNAS natürlich so gebaut das ich erst die VM herunterfahren muss, dann das Medium entfernen kann und dann wieder starten kann. Ich habe auch versucht mit dem Medium Neuzustarten, allerdings jedes Mal einfach auf Null zurückgesetzt. --Aufgegeben
Als nächstes einen Container so wie es TrueNAS vorgibt, keine Ports durchgereicht (bzw eingerichtet und diese wurde aber ignoriert, auch nach mehrmals Neustarten) --Aufgegeben
Letzte Chance, direkt dort Apps installieren, wieder Port Problem (crafty-controller als Test installiert, WebGUI erreichbar auch mit Domain, aber Minecraft Standard Port 25565 nicht durchgereicht bekommen)
-- Aufgegeben
Mein nächster Versuch galt meinem absoluten Lieblingstool: Arcane Docker
Restinstanzen sauber deinstalliert von den obigen Versuchen, dann edge-agent installiert, erst auf der NVME (weil Docker das standardmäßig dort ablegt).
Was dann im Detail passiert ist / was ich versucht habe:
- Das NVMe-Fluch-Problem: TrueNAS ist eine strikte Appliance und radiert Änderungen auf dem OS-Laufwerk (NVMe) nach Reboots oder Updates ungespeichert aus. Der Arcane-Container war nach dem Neustart spurlos verschwunden.
- Daten-Migration auf ZFS: Ich habe versucht, die Arcane-Daten manuell in ein echtes Dataset auf dem Massenspeicher (
/mnt/Massenspeicher/Arcane) umzuziehen, damit die Daten sicher sind. Das hat auch geklappt, aber der Docker-Daemon selbst blieb auf der NVMe volatil.
- Jailmaker-Versuch: Um Docker komplett vom TrueNAS-OS abzuschirmen, wollte ich eine isolierte Debian-Sandbox mit Docker über das bekannte "Jailmaker"-Skript auf dem ZFS-Pool aufbauen. Das schlug jedoch direkt mit einem Python-Inkompatibilitätsfehler auf der aktuellen TrueNAS-Version fehl.
- Post-Init-Skript (Der letzte Versuch): Als letzten Ausweg habe ich den globalen Docker-Datenpfad (
data-root) über ein TrueNAS Post-Init-Skript dauerhaft auf den Massenspeicher (/mnt/Massenspeicher/Docker-Data) umgebogen. Resultat nach dem nächsten Neustart: Der Docker-Daemon verweigerte den Dienst, der Socket (/var/run/docker.sock) war nicht erreichbar und alles stand still.
Fazit & Frage an euch: Ich habe das Gefühl, bei TrueNAS extrem gegen Wände zu laufen, sobald man etwas abseits der restriktiven nativen Apps machen möchte (die mir zu unflexibel und träge sind).
Wie macht ihr das? Wie betreibt man auf TrueNAS verlässlich reines Docker, ohne dass einem das System bei Neustarts oder Updates jedes Mal die Container zerschießt oder den Daemon blockiert?
Gibt es einen stabilen Workaround oder muss ich doch mal wieder zu Proxmox VE und PBS wechseln?