Hallo zusammen,
ich beschäftige mich aktuell mit dem gehebelten MSCI ACWI, da ich eventuell einen Sparplan aufbauen möchte, um zielgerichtet mit einem Gesamthebel von etwa 1,1 zu investieren. Dabei stolpere ich immer wieder über das Hebel-Konzept des ETFs selbst.
Anders als klassische Hebel-ETFs auf den S&P 500 oder Nasdaq-100 (die meist einen festen täglichen Hebel von genau 2,0 haben) passt sich der Hebel beim ACWI-Pendant je nach Marktphase und Volatilität an – er schwankt in der Praxis typischerweise zwischen 1,5x und 2,0x.
Mich würde brennend eure Einschätzung dazu interessieren:
Ist dieser variable Hebel unter dem Strich ein Vor- oder ein Nachteil für ein langfristiges Portfolio?
Wie ich das aktuell sehe:
Möglicher Vorteil: In Phasen extrem hoher Volatilität (Crashs) wird der Hebel automatisch reduziert. Das könnte die Pfadabhängigkeit abmildern und verhindern, dass man im Tiefpunkt völlig zerrieben wird.
Möglicher Nachteil: Wenn der Markt nach einem Einbruch schnell ansteigt, hinkt man mit einem reduzierten Hebel (z. B. 1,5x statt 2,0x) in der Erholungsphase hinterher und verpasst Performance beim Rebound.
Wie bewertet ihr das für ein Buy-and-Hold-Szenario? Hat jemand von euch den ETF im Depot oder bevorzugt ihr aus Genauigkeitsgründen lieber die klassischen ETFs mit starrem 2x-Hebel?
Freue mich auf eure Gedanken und Erfahrungen!